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Fettschwanzgecko

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Tierart – Reptilien > Echsen – Geckos

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Hemitheconyx caudicinctus
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
  • Familie: Lidgeckos (Eublepharidae)
  • Gattung: Hemitheconyx
  • Lebensraum: Trockensavannen, Halbwüsten und felsige Gebiete Westafrikas
  • Größe: 18–25 cm Gesamtlänge
  • Gewicht: 40–75 g
  • Lebenserwartung: 15–20 Jahre (in Gefangenschaft bis 25 Jahre)

Aussehen & Merkmale

Der Fettschwanzgecko ist ein kompakt gebauter Lidgecko mit einem auffällig verdickten, segmentierten Schwanz, der dem Tier seinen deutschen Namen verleiht. Die Grundfärbung variiert zwischen hellem Beige, Braun und Grau. Über den Rücken ziehen sich dunkelbraune bis schokoladenbraune Querbänder, die je nach Herkunftspopulation unterschiedlich breit und kontrastreich ausfallen. Die Bauchseite ist einheitlich hell, meist cremefarben bis weiß.

Die Haut ist mit feinen, körnigen Schuppen bedeckt, die dem Tier eine samtige Textur verleihen. Im Gegensatz zu vielen anderen Geckoarten besitzt Hemitheconyx caudicinctus bewegliche Augenlider – ein Merkmal, das die gesamte Familie der Eublepharidae kennzeichnet und sie von den Haftzehenarten (Gekkonidae) unterscheidet. Die Pupillen sind vertikal geschlitzt, was auf die nachtaktive Lebensweise hindeutet.

Die Gliedmaßen sind kurz und kräftig. Im Unterschied zu vielen baumbewohnenden Geckoarten fehlen dem Fettschwanzgecko Haftlamellen an den Zehen; stattdessen besitzt er kleine Krallen, die ihm auf dem Boden und in Felsspalten guten Halt bieten. Der Kopf ist breit und deutlich vom Hals abgesetzt, das Maul kräftig gebaut.

Ein verbreiteter Vergleich besteht zum nah verwandten Leopardgecko (Eublepharis macularius), der ebenfalls zu den Lidgeckos zählt. Der Fettschwanzgecko unterscheidet sich von diesem durch den kürzeren, breiteren Schwanz, die dunkleren Querbänder und das insgesamt gedrungener wirkende Erscheinungsbild.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Fettschwanzgeckos erstreckt sich über die westafrikanische Sahelzone und angrenzende Savannenregionen. Die Art kommt in Ländern wie Senegal, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Kamerun, Togo, Ghana und der Elfenbeinküste vor.

Als Habitat bevorzugt der Fettschwanzgecko trockene bis halbtrockene Biotope mit lockerem, sandigem oder lehmigem Untergrund. Typische Lebensräume sind offene Trockensavannen, Dornbuschsteppen und felsige Hänge. Die Tiere halten sich bevorzugt in Bodennähe auf und nutzen Felsspalten, Hohlräume unter Steinen, verlassene Nagerbauten und lockeres Erdreich als Tagesverstecke. Die Nähe zu Gewässern oder feuchteren Mikrohabitaten wird bevorzugt, da die Art eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit benötigt als andere Bewohner derselben Region.

Ernährung

Der Fettschwanzgecko ernährt sich ausschließlich carnivor. Sein Nahrungsspektrum umfasst verschiedene Wirbellose, darunter Grillen, Heuschrecken, Schaben, Käfer, Spinnen und gelegentlich kleine Skorpione. Die Jagd erfolgt überwiegend in der Dämmerung und nachts, wobei der Gecko seine Beute durch Bewegungsreize und Vibrationen im Boden lokalisiert. Die Beute wird mit einem schnellen Vorstoß des Kopfes gepackt und im Ganzen verschlungen.

Der namensgebende Fettschwanz dient als Energiespeicher. In Zeiten mit gutem Nahrungsangebot lagert der Gecko dort Fettreserven ein, die in Trockenperioden oder bei Nahrungsknappheit verstoffwechselt werden. Ein wohlgenährter Fettschwanzgecko besitzt einen prall gerundeten Schwanz, dessen Breite annähernd der des Kopfes entspricht. Ein deutlich abgemagerter Schwanz ist dagegen ein Zeichen für schlechten Ernährungszustand.

Verhalten & Lebensweise

Fettschwanzgeckos sind strikt nachtaktiv. Tagsüber verbergen sie sich in feuchten Unterschlüpfen und werden erst mit Einbruch der Dunkelheit aktiv. Ihr Aktionsradius ist vergleichsweise gering; die Tiere durchstreifen ein kleines Revier rund um ihr Tagesversteck auf der Suche nach Nahrung.

Die Art lebt einzelgängerisch. Männchen verteidigen ihre Territorien gegen Artgenossen gleichen Geschlechts und können bei Revierkämpfen aggressive Verhaltensweisen zeigen, darunter Drohgebärden mit aufgestelltem Körper und Schwanzzittern. Weibchen verhalten sich untereinander weniger territorial, meiden aber ebenfalls den engen Kontakt zu anderen Individuen außerhalb der Paarungszeit.

Als Verteidigungsstrategie kann der Fettschwanzgecko seinen Schwanz abwerfen (Autotomie). Der abgetrennte Schwanz zuckt noch einige Minuten und lenkt so potenzielle Fressfeinde ab. Der Schwanz regeneriert sich, erreicht jedoch nie wieder die ursprüngliche Form und Musterung, sondern wächst als glatter, leicht knollenförmiger Stumpf nach. Da im Schwanz wichtige Energiereserven gespeichert sind, bedeutet ein Schwanzverlust einen erheblichen Nachteil für das Tier.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Paarungszeit fällt in den westafrikanischen Lebensräumen in die feuchteren Monate. Männchen suchen aktiv nach paarungsbereiten Weibchen und leiten die Balz durch Schwanzvibrationen und sanftes Beißen in den Nacken des Weibchens ein. Die Kopulation dauert wenige Minuten.

Etwa vier bis sechs Wochen nach der Paarung legt das Weibchen ein Gel