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Leopardgecko

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Tierart – Reptilien > Echsen – Geckos

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Eublepharis macularius
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
  • Familie: Lidgeckos (Eublepharidae)
  • Gattung: Eublepharis
  • Lebensraum: Halbwüsten, Steppen und felsige Trockengebiete Vorder- und Zentralasiens
  • Größe: 20–28 cm Gesamtlänge
  • Gewicht: 45–80 g (ausgewachsene Tiere)
  • Lebenserwartung: 15–20 Jahre, in Gefangenschaft bis über 25 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Leopardgecko gehört mit seiner kräftigen, gedrungenen Körperform zu den mittelgroßen Vertretern der Geckos. Der Kopf ist breit und dreieckig, deutlich vom Hals abgesetzt, mit großen, vorstehenden Augen, die von beweglichen Augenlidern geschützt werden. Dieses Merkmal unterscheidet die Familie der Lidgeckos (Eublepharidae) grundlegend von den meisten anderen Geckoarten, deren Augen von einer durchsichtigen Schuppe – der sogenannten Brille – bedeckt sind. Die Pupillen sind vertikal geschlitzt, eine Anpassung an die vorwiegend dämmerungs- und nachtaktive Lebensweise.

Die Haut ist mit kleinen, körnigen Schuppen besetzt, zwischen denen sich am Rücken und an den Flanken deutlich erhabene Tuberkelschuppen befinden. Die Grundfärbung adulter Tiere ist gelblich bis hellbraun, überzogen mit einem unregelmäßigen Muster aus dunklen, bräunlich-schwarzen Flecken – eine Zeichnung, die an das Fell eines Leoparden erinnert und der Art ihren deutschen Namen eingebracht hat. Jungtiere zeigen dagegen ein kontrastreiches Bandmuster aus hellen und dunklen Querstreifen, das sich erst im Laufe der ersten Lebensmonate in die typische Fleckzeichnung auflöst.

Ein weiteres auffälliges Merkmal ist der dicke, fleischige Schwanz, der als Fettspeicher dient. Bei guter Ernährungslage erreicht er nahezu die Breite des Kopfes. Wie bei vielen Echsen kann der Schwanz bei Bedrohung durch Autotomie abgeworfen werden; er wächst anschließend nach, erreicht jedoch nicht mehr die ursprüngliche Form und Länge. Die Zehen sind schlank und tragen – anders als bei haftzehenbesitzenden Geckos wie dem Tokeh – keine Lamellen, sondern kleine Krallen, die zum Klettern auf rauem Gestein geeignet sind.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Eublepharis macularius erstreckt sich über weite Teile Vorder- und Zentralasiens. Es umfasst den Osten des Iran, Afghanistan, Pakistan sowie Teile des nordwestlichen Indien (Rajasthan, Gujarat). Die Art besiedelt vorwiegend aride und semiaride Lebensräume: Halbwüsten, steinige Steppen, felsige Hänge und trockene Graslandschaften in Höhenlagen zwischen 200 und etwa 2.500 Metern.

Das bevorzugte Habitat zeichnet sich durch geringe Niederschläge, starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie das Vorhandensein von Versteckmöglichkeiten aus. Die Tiere nutzen Felsspalten, Höhlungen unter Steinen, verlassene Nagetierbauten und lockeres Geröll als Tagesunterschlupf. Trotz der allgemeinen Trockenheit ihres Biotops sind Leopardgeckos auf eine gewisse Luftfeuchtigkeit in ihren Verstecken angewiesen, insbesondere während der Häutung.

Ernährung

Leopardgeckos sind reine Insektivoren. Ihr Nahrungsspektrum in der Natur umfasst eine Vielzahl an Wirbellosen: Grillen, Heuschrecken, Käfer, Spinnen, Skorpione und deren Larven. Gelegentlich werden auch kleinere Echsen oder frisch geschlüpfte Artgenossen erbeutet, was jedoch eher eine Ausnahme darstellt.

Die Jagd erfolgt vorwiegend in der Dämmerung und den ersten Nachtstunden. Der Leopardgecko ist ein Lauerjäger, der sich seiner Beute langsam nähert und sie mit einem schnellen Vorstoß des Kopfes ergreift. Das Sehvermögen bei schwachem Licht ist dank der großen Augen und der schlitzförmigen Pupillen ausgezeichnet. Zusätzlich nutzt die Art Vibrationen und Gerüche zur Beuteortung.

Im Fettspeicher des Schwanzes legt der Gecko Energiereserven für nahrungsarme Perioden an. Ein wohlgenährtes Tier kann unter Umständen mehrere Wochen ohne Nahrung überdauern.

Verhalten & Lebensweise

Leopardgeckos sind dämmerungs- und nachtaktive Echsen, die den Tag in ihren Verstecken verbringen. Erst mit der einsetzenden Dämmerung verlassen sie ihre Unterschlüpfe, um auf Nahrungssuche zu gehen. Die Art ist überwiegend bodenbewohnend (terrestrisch), klettert aber durchaus auf niedrige Felsen und Geröllhänge.

Die soziale Struktur ist vergleichsweise flexibel. Männchen beanspruchen lose Reviere und verteidigen diese gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen mit Drohgebärden, Schwanzvibrationen und gelegentlichen Beißereien. Weibchen und Jungtiere werden in der Regel toleriert. Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben Leopardgeckos weitgehend solitär, können aber an günstigen Versteckplätzen in lockeren Aggregationen angetroffen werden.

Bei Bedrohung setzen Leopardgeckos auf verschiedene Strategien: Neben der erwähnten Autotomie des Schwanzes können sie Warnlaute von sich geben – ein kurzes, quietschendes Fiepen – und versuchen, durch schnelles Laufen zu fliehen. Die Fluchtdistanz ist dabei oft gering; die Tiere verlassen sich stark auf ihre Tarnung und ihre Kenntnis der nächstgelegenen Versteckplätze.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Paarungszeit beginnt im Frühling nach einer kühleren Ruheperiode in den Wintermonaten. Männchen zeigen während der Balz ein charakteristisches Verhalten: