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Glühlichtsalmler

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Hemigrammus erythrozonus
  • Ordnung: Salmlerartige (Characiformes)
  • Familie: Echte Salmler (Characidae)
  • Gattung: Hemigrammus
  • Lebensraum: Fließgewässer und Stillgewässer im tropischen Südamerika
  • Größe: 3–4 cm
  • Gewicht: unter 1 g
  • Lebenserwartung: 3–5 Jahre (in Aquarienhaltung bis 6 Jahre)

Aussehen & Merkmale

Der Glühlichtsalmler ist ein kleiner, seitlich abgeflachter Süßwasserfisch mit einem schlanken, leicht hochrückigen Körperbau. Die Grundfärbung des Körpers ist transparent bis blass silbrig-rosa. Das auffälligste Merkmal ist ein leuchtend orange- bis kupferroter Längsstreifen, der sich von der Schnauzenspitze über das Auge bis zum Ansatz der Schwanzflosse erstreckt. Dieser Streifen schimmert bei geeigneter Beleuchtung intensiv und verleiht dem Fisch seinen deutschen Trivialnamen. Die Iris des Auges weist im oberen Bereich eine rötliche Tönung auf.

Die Flossen sind weitgehend farblos und durchscheinend. Die Afterflosse zeigt gelegentlich einen feinen weißen Saum. Wie bei allen Vertretern der Familie Characidae besitzt der Glühlichtsalmler eine kleine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse. Die Schuppen sind klein, dünn und nahezu durchsichtig, was zur insgesamt transparenten Erscheinung des Fisches beiträgt. Geschlechtsunterschiede sind dezent: Weibchen sind im geschlechtsreifen Zustand fülliger im Bauchbereich, während Männchen etwas schlanker wirken und den Leuchtstreifen häufig intensiver zeigen.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Glühlichtsalmlers liegt in Guyana, im nördlichen Südamerika. Die Art kommt dort vor allem im Einzugsgebiet des Essequibo-Flusses vor. Ihr Habitat sind langsam fließende oder stehende Gewässer wie Waldbäche, Flussarme und überflutete Uferzonen im tropischen Regenwald. Das Wasser in diesen Biotopen ist typischerweise weich, leicht sauer und durch Huminstoffe bräunlich gefärbt – sogenanntes Schwarzwasser.

Die Gewässer sind häufig von dichter Ufervegetation beschattet, sodass nur wenig direktes Sonnenlicht die Wasseroberfläche erreicht. Der Bodengrund besteht aus abgesunkenem Laub, Ästen und organischem Material. Dieses dunkle, nährstoffarme Milieu bietet dem Glühlichtsalmler Schutz vor Fressfeinden und liefert zugleich ein reichhaltiges Angebot an Kleinstlebewesen als Nahrung.

Ernährung

Der Glühlichtsalmler ist ein Allesfresser (Omnivore) mit einer Tendenz zur Insektivorie. In seiner natürlichen Umgebung ernährt er sich von Kleinstinsekten, Insektenlarven, Würmern, Kleinkrebsen und pflanzlichem Material wie Algenaufwuchs und Detritus. Die Nahrungsaufnahme erfolgt überwiegend im mittleren und oberen Wasserbereich, wo der Fisch nach an der Oberfläche treibenden oder im Wasser schwebenden Partikeln schnappt.

In der Aquarienhaltung nimmt die Art handelsübliches Flockenfutter, feines Granulatfutter sowie Lebend- und Frostfutter bereitwillig an. Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops und Mückenlarven eignen sich als Ergänzungsfutter und fördern die Farbintensität. Eine abwechslungsreiche Ernährung trägt wesentlich zur Gesundheit und Vitalität der Tiere bei.

Verhalten & Lebensweise

Der Glühlichtsalmler ist ein ausgesprochen friedlicher Schwarmfisch, der sich in Gruppen von mindestens acht bis zehn Individuen am wohlsten fühlt. In größeren Schwärmen zeigt die Art ein besonders ausgeprägtes und harmonisches Schwimmverhalten. Die Tiere halten sich bevorzugt im mittleren Wasserbereich auf und durchstreifen in lockerem Verband ihr Revier.

Die Art ist vorwiegend tagaktiv, zeigt aber auch in der Dämmerung rege Aktivität. In gedämpftem Licht kommt der namensgebende Leuchtstreifen besonders gut zur Geltung – er dient vermutlich der optischen Kommunikation innerhalb des Schwarms und hilft den Tieren, in den dunklen Gewässern ihrer Heimat den Kontakt zueinander zu halten. Gegenüber artfremden Fischen ähnlicher Größe verhält sich der Glühlichtsalmler friedfertig, weshalb er in der Aquaristik als idealer Gesellschaftsfisch gilt. Er lässt sich gut mit anderen kleinen Salmlern, Zwergbuntbarschen, Panzerwelsen und Garnelen vergesellschaften.

Fortpflanzung & Aufzucht

Der Glühlichtsalmler gehört zu den Freilaichern. Bei der Balz zeigt das Männchen verstärkte Schwimmaktivität und umkreist das Weibchen mit gespreizten Flossen. Die Eiablage erfolgt bevorzugt in den frühen Morgenstunden, meist über feinfiedrigen Wasserpflanzen oder Javamoos, an deren Oberfläche die leicht klebrigen Eier haften bleiben.

Ein Weibchen gibt pro Laichvorgang etwa 100 bis 150 Eier ab. Die Elterntiere betreiben keinerlei Brutpflege und neigen dazu, ihren eigenen Laich zu fressen, weshalb in der Zucht eine Trennung der Elterntiere vom Laichsubstrat üblich ist. Die Eier sind lichtempfindlich, und das Zuchtbecken sollte abgedunkelt werden. Bei einer Wassertemperatur von 25 bis 27 °C schlüpfen die Larven nach etwa 24 bis 30 Stunden. Die Jungfische zehren zunächst von ihrem Dottersack und nehmen nach drei bis vier Tagen erstmals feinste Nahrung wie Infusorien und Pantoffeltierchen auf. Ab der zweiten Woche können frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien gefüttert werden.

Für eine erfolgreiche Zucht empfiehlt sich weiches, saures Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und