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Monarchfalter

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Tierart – Insekten > Schmetterlinge – Tagfalter

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Danaus plexippus
  • Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
  • Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
  • Unterfamilie: Danainae (Monarchfalter im weiteren Sinne)
  • Gattung: Danaus
  • Lebensraum: Offene Landschaften, Wiesen, Felder, Gärten, lichte Wälder
  • Flügelspannweite: 86–124 mm
  • Gewicht: ca. 0,5–0,75 g
  • Lebenserwartung: 2–5 Wochen (Sommergeneration), bis zu 8–9 Monate (Wandergeneration)

Aussehen & Merkmale

Der Monarchfalter gehört zu den größten und auffälligsten Tagfaltern Nordamerikas. Die Flügeloberseiten zeigen eine leuchtend orange Grundfärbung, die von einem dichten Netz schwarzer Adern durchzogen wird. Entlang der Flügelränder verläuft ein breiter schwarzer Saum, der mit zwei Reihen kleiner weißer Punkte besetzt ist. Die Flügelunterseiten sind blasser gefärbt, wobei die Hinterflügel einen gelblich-braunen Ton aufweisen.

Männchen lassen sich von Weibchen anhand zweier Merkmale unterscheiden: Sie tragen auf den Hinterflügeln je einen dunklen Duftfleck (Androconialfleck), der Pheromone absondert, und ihre Flügeladern sind insgesamt etwas schmaler gezeichnet. Der Körper ist schwarz mit weißen Punkten an Thorax und Abdomen. Die Fühler sind keulenförmig, wie bei allen Tagfaltern typisch. Die sechs Beine sind vorhanden, wobei das vordere Beinpaar – ein Merkmal der Edelfalter – stark verkürzt ist und nicht zum Laufen genutzt wird.

Die auffällige Warntracht (Aposematismus) signalisiert Fressfeinden die Ungenießbarkeit des Falters. Der Vizekönig (Limenitis archippus), eine nicht näher verwandte Art, ahmt das Erscheinungsbild des Monarchfalters nach – ein klassisches Beispiel für Müller'sche Mimikry, da beide Arten giftig sind.

Lebensraum & Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Monarchfalters umfasst weite Teile Nordamerikas – von Südkanada über die gesamten USA bis nach Zentralmexiko. Darüber hinaus hat sich die Art im 19. Jahrhundert über den Pazifik ausgebreitet und kommt heute auch in Australien, Neuseeland, auf den Kanarischen Inseln, den Azoren und vereinzelt in Südwesteuropa vor. In Mitteleuropa tritt der Monarchfalter nur als seltener Irrgast auf.

Als Habitat bevorzugt Danaus plexippus offene bis halboffene Landschaften: Prärien, Wiesen, landwirtschaftliche Flächen, Straßenränder und Gärten. Entscheidend für das Vorkommen ist das Vorhandensein von Seidenpflanzen (Gattung Asclepias), der einzigen Futterpflanze der Raupen. Die Überwinterungsgebiete in Mexiko liegen in Oyamel-Tannenwäldern der Gebirgslagen auf 2.400 bis 3.600 Metern Höhe. Westlich der Rocky Mountains überwintern Teile der Population an der kalifornischen Pazifikküste in Eukalyptus- und Monterey-Kiefernhainen.

Ernährung

Die Raupen des Monarchfalters ernähren sich ausschließlich von Pflanzen der Gattung Asclepias (Seidenpflanzen, auch Schwalbenwurzgewächse). Diese Pflanzen enthalten Cardenolide – herzwirksame Glykoside, die für die meisten Wirbeltiere giftig sind. Die Raupen nehmen diese Stoffe mit der Nahrung auf, speichern sie im Körpergewebe und behalten die Toxine auch nach der Metamorphose bei. Erwachsene Falter sind daher für viele Fressfeinde, insbesondere Vögel, ungenießbar bis giftig.

Die adulten Falter (Imagines) ernähren sich vom Nektar verschiedener Blütenpflanzen. Bevorzugt werden nektarreiche Arten wie Goldruten (Solidago), Wandelröschen (Lantana), Sonnenhut (Echinacea) und Flieder. Während der Wanderung sind die Falter auf ein durchgehendes Angebot an Nektarpflanzen entlang ihrer Zugroute angewiesen.

Verhalten & Lebensweise

Der Monarchfalter ist tagaktiv und fliegt bevorzugt bei Sonnenschein. Sein Flugstil kombiniert aktiven Flügelschlag mit langen Gleitphasen, was eine energieeffiziente Fortbewegung über große Distanzen ermöglicht.

Die mit Abstand auffälligste Verhaltensweise ist die jährliche Wanderung der nordamerikanischen Populationen. Im Herbst ziehen Millionen von Faltern aus den Brutgebieten in Kanada und den nördlichen USA in die Überwinterungsgebiete Zentralmexikos – eine Strecke von bis zu 4.500 Kilometern. Es handelt sich um die längste regelmäßige Migration unter Insekten. Die Falter orientieren sich dabei mithilfe eines Sonnenkompasses, der in den Antennen lokalisiert wurde, kombiniert mit einer inneren Uhr und dem Erdmagnetfeld.

In den Überwinterungsquartieren bilden die Falter dichte Aggregate an Baumstämmen und Ästen. An einzelnen Bäumen können sich Tausende von Individuen zu Trauben zusammenfinden. In diesem Zustand ist der Stoffwechsel stark herabgesetzt (Diapause), und die Tiere zehren von ihren Fettreserven.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Paarung findet je nach Generation im Frühjahr oder Sommer statt. Männchen verfolgen Weibchen im Flug und setzen Pheromone aus ihren Androconialflecken frei. Die Kopulation dauert mehrere Stunden. Das Weibchen legt anschließend einzelne, spindelförmige Eier an die Blattunterseiten von Asclepias-Pflanzen. Pro Weibchen werden im Laufe des Lebens 300 bis 500 Eier abgesetzt.

Nach etwa 3 bis 5