Querzahnmolch
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Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Familie Ambystomatidae
- Ordnung: Schwanzlurche (Caudata bzw. Urodela)
- Familie: Querzahnmolche (Ambystomatidae)
- Gattung: Ambystoma (mit rund 30 beschriebenen Arten)
- Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Grasland, Hochplateaus und Feuchtgebiete Nordamerikas sowie Teile Mexikos
- Größe: 8–35 cm Gesamtlänge, je nach Art
- Gewicht: 5–200 g, artabhängig
- Lebenserwartung: 10–25 Jahre, in Gefangenschaft zum Teil auch länger
Aussehen & Merkmale
Der Name „Querzahnmolch" leitet sich von der besonderen Anordnung der Gaumenzähne ab: Diese stehen in einer quer verlaufenden Reihe am Gaumen, ein Merkmal, das die gesamte Familie Ambystomatidae von anderen Schwanzlurch-Familien unterscheidet. Der Körper ist in der Regel kräftig und gedrungen gebaut, der Kopf breit und leicht abgeflacht. Die Haut ist glatt, feucht und frei von Schuppen – wie bei allen Amphibien übernimmt sie eine wichtige Funktion bei der Hautatmung und dem Wasserhaushalt.
Die Färbung variiert innerhalb der Gattung Ambystoma erheblich. Der Tigersalamander (Ambystoma tigrinum), die bekannteste Art der Familie, zeigt eine auffällige gelb-schwarze Bänderung auf dunkelbraunem bis schwarzem Grund. Andere Arten wie der Marmormolch (Ambystoma opacum) tragen silbrig-weiße Flecken auf dunklem Untergrund. Die Extremitäten sind relativ kurz und kräftig, mit vier Zehen an den Vorder- und fünf Zehen an den Hinterbeinen. Der seitlich abgeflachte Schwanz dient beim Schwimmen als Antrieb.
Lebensraum & Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der Querzahnmolche erstreckt sich von Südkanada über weite Teile der Vereinigten Staaten bis nach Zentralmexiko. Je nach Art besiedeln sie unterschiedliche Habitate: Laubwälder des östlichen Nordamerikas, trockene Graslandschaften der Great Plains, hochgelegene Kiefern-Eichen-Wälder Mexikos oder sumpfige Feuchtgebiete. Einige Arten kommen ausschließlich in eng begrenzten Biotopen vor, etwa an einzelnen Bergseen des mexikanischen Hochlands.
Adulte Querzahnmolche leben überwiegend terrestrisch. Sie halten sich tagsüber in feuchten Verstecken auf – unter Totholz, Steinen, in Laubschichten oder in von anderen Tieren gegrabenen Erdbauten. Zur Fortpflanzung suchen die meisten Arten stehende oder langsam fließende Gewässer auf, darunter temporäre Tümpel, Weiher und flache Seen. Der Axolotl (Ambystoma mexicanum), die wohl berühmteste Art dieser Familie, ist dagegen zeitlebens an das aquatische Milieu gebunden.
Ernährung
Querzahnmolche sind Räuber, die sich von einer Vielzahl wirbelloser Tiere ernähren. Auf dem Speiseplan stehen Regenwürmer, Insekten und deren Larven, Schnecken, Asseln und Spinnen. Größere Arten wie der Tigersalamander fressen gelegentlich auch kleine Wirbeltiere – etwa junge Frösche, neugeborene Mäuse oder andere Schwanzlurche. Larven ernähren sich zunächst von Zooplankton, kleinen Krebstieren und Mückenlarven, bevor sie mit zunehmendem Wachstum auf größere Beutetiere umstellen. Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch schnelles Zuschnappen und Verschlucken der Beute im Ganzen.
Verhalten & Lebensweise
Die meisten Querzahnmolche sind nachtaktiv und führen ein ausgesprochen verborgenes Leben. Tagsüber verbergen sie sich in feuchten Unterschlüpfen und werden erst nach Einbruch der Dämmerung aktiv. Viele Arten verbringen einen Großteil des Jahres eingegraben im Erdreich und erscheinen nur während feuchter Nächte oder zur Fortpflanzungszeit an der Oberfläche. In kälteren Regionen halten die Tiere eine Winterruhe, in ariden Gebieten ist eine sommerliche Trockenruhe (Ästivation) verbreitet.
Querzahnmolche sind Einzelgänger, die kein Revier verteidigen, sich jedoch außerhalb der Paarungszeit gegenseitig meiden. Ihre Ortstreue ist hoch: Markierungsstudien zeigen, dass einzelne Individuen über Jahre hinweg dieselben Verstecke und Laichgewässer aufsuchen.
Fortpflanzung & Aufzucht
Die Fortpflanzung erfolgt in der Regel im zeitigen Frühjahr, bei einigen Arten bereits im Spätherbst. Die Balz findet im Wasser statt. Das Männchen führt dabei ein ritualisiertes Balzverhalten vor, bei dem es das Weibchen mit Kopfstößen und Schwanzbewegungen stimuliert. Anschließend setzt es eine Spermatophore – ein gestieltes Samenpaket – auf dem Gewässergrund ab, die vom Weibchen mit der Kloake aufgenommen wird. Eine direkte Kopulation findet nicht statt; die Befruchtung erfolgt intern.
Das Weibchen legt je nach Art zwischen 100 und über 1.000 Eier, einzeln oder in Klumpen, an Wasserpflanzen, Äste oder direkt auf dem Gewässerboden. Die Larven schlüpfen nach zwei bis vier Wochen und durchlaufen eine aquatische Entwicklungsphase mit äußeren Kiemenbüscheln. Die Metamorphose zur terrestrischen Adultform dauert je nach Art, Wassertemperatur und Nahrungsangebot zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Bei einigen Populationen und Arten – am bekanntesten beim Axolotl – unterbleibt die Metamorphose vollständig; die Tiere erreichen die Geschlechtsreife im Larvenstadium, ein Phänomen, das als Neotenie bezeichnet wird.
Bedrohung & Schutzstatus
Die Gefährdungssituation variiert innerhalb der Familie stark. Weit verbreitete Arten wie der Tigersalamander gelten laut IUCN als nicht