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Savanne

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Biologie & Ökologie > Lebensräume – Typen

Definition und Überblick

Die Savanne ist ein tropischer und subtropischer Lebensraum, der sich durch eine durchgehende Grasdecke mit einzeln oder in Gruppen stehenden Bäumen und Sträuchern auszeichnet. Sie bildet eine Übergangszone zwischen dem geschlossenen tropischen Regenwald und den vegetationsarmen Wüsten. Savannen bedecken rund 20 Prozent der Landoberfläche der Erde und erstrecken sich über weite Teile Afrikas, Südamerikas, Australiens und Südasiens. Der Begriff leitet sich vom spanischen Wort sabana ab, das eine baumlose Ebene bezeichnet – obwohl die meisten Savannen durchaus Baumbestand aufweisen.

Kennzeichnend für diesen Lebensraum ist ein ausgeprägter jahreszeitlicher Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. Dieser Rhythmus bestimmt das gesamte ökologische Gefüge: die Vegetation, die Tierwanderungen, die Fortpflanzungszyklen und die Nahrungsverfügbarkeit. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt je nach Savannentyp zwischen 250 und 1.500 Millimetern.

Typen der Savanne

Savannen werden nach ihrer Vegetationsdichte und dem Grad der Niederschläge in drei Haupttypen unterteilt:

  • Feuchtsavanne: Sie grenzt direkt an den tropischen Regenwald an und erhält jährlich 1.000 bis 1.500 Millimeter Niederschlag. Die Regenzeit dauert sieben bis neun Monate. Hohe Gräser, die über zwei Meter erreichen können, und ein relativ dichter Baumbestand prägen das Landschaftsbild. Galeriewälder säumen die Flussläufe.
  • Trockensavanne: Mit 500 bis 1.000 Millimetern Jahresniederschlag und einer Trockenzeit von fünf bis sieben Monaten bildet sie den mittleren Savannentyp. Die Gräser bleiben niedriger, die Bäume stehen weiter auseinander. Typische Gehölze sind Akazien und Baobabs.
  • Dornsavanne: Am Übergang zur Halbwüste gelegen, erhält sie nur 250 bis 500 Millimeter Regen pro Jahr. Dornige Sträucher, Sukkulenten und niedrige, harte Gräser dominieren. Die Vegetation ist lückenhaft, und der Boden liegt stellenweise frei.

Neben diesen klimatisch bedingten Formen existieren auch sekundäre Savannen, die durch menschliche Eingriffe wie Brandrodung und Beweidung aus ehemals bewaldeten Gebieten entstanden sind.

Klimatische Bedingungen und Böden

Die mittleren Jahrestemperaturen in Savannengebieten liegen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Frost kommt praktisch nicht vor. Der entscheidende ökologische Faktor ist nicht die Temperatur, sondern die Wasserverfügbarkeit. Während der Regenzeit verwandeln sich ausgedörrte Flächen innerhalb weniger Wochen in grüne Graslandschaften. In der Trockenzeit vertrocknet die oberirdische Biomasse der Gräser, und viele Bäume werfen ihr Laub ab.

Die Böden sind häufig Laterite oder Ferralite – durch Verwitterung eisenhaltig und oft nährstoffarm. In Überflutungssavannen, wie dem Pantanal in Brasilien oder dem Okavango-Delta in Botswana, staut sich Wasser periodisch über tonreichen Bodenschichten und schafft ein Mosaik aus Feucht- und Trockenbiotopen.

Tierwelt der Savanne

Die offene Landschaft der Savanne beherbergt eine der artenreichsten und biomassestärksten Tiergemeinschaften der Erde. Die ostafrikanische Savanne – insbesondere die Serengeti und die Masai Mara – gilt als Inbegriff dieses Lebensraums.

Große Pflanzenfresser bilden das Rückgrat der Nahrungsnetze. Verschiedene Huftierarten nutzen unterschiedliche Vegetationsschichten und vermeiden so direkte Nahrungskonkurrenz: Zebras fressen die harten oberen Grasteile, Gnus bevorzugen die mittlere Schicht, und Thomson-Gazellen weiden die kurzen, nährstoffreichen Triebe nahe dem Boden ab. Diese Ressourcenteilung ermöglicht das Zusammenleben zahlreicher Arten auf engem Raum.

Elefanten, Giraffen, Büffel und Nashörner gehören zu den weiteren großen Herbivoren. Elefanten spielen dabei eine Schlüsselrolle als Ökosystem-Ingenieure: Sie reißen Bäume um, halten Schneisen offen und verhindern so die Verbuschung der Graslandschaft.

Die Raubtiere der Savanne umfassen Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und Afrikanische Wildhunde. Jede Art verfolgt unterschiedliche Jagdstrategien – vom ausdauernden Hetzjäger bis zum Lauerjäger. Geier, Schakale und Marabus verwerten als Aasfresser die Reste und tragen zur Nährstoffrückführung bei.

Neben den Großsäugern leben in Savannen zahlreiche Reptilien (Nilkrokodile, Warane, Puffottern), Vögel (Strauße, Sekretäre, Webervögel) und Wirbellose. Termiten sind ökologisch von enormer Bedeutung: Ihre Bauten belüften den Boden, zersetzen pflanzliches Material und schaffen Mikrohabitate für andere Arten.

Feuer als ökologischer Faktor

Buschfeuer gehören zum natürlichen Zyklusder Savanne. Sie entstehen durch Blitzschlag oder werden von Menschen gelegt. Das Feuer verbrennt abgestorbenes Pflanzenmaterial, setzt gebundene Nährstoffe frei und begünstigt die Keimung feuerresistenter Grasarten. Viele Savannenbäume haben dicke, feuerfeste Borken oder die Fähigkeit, nach einem Brand aus dem Wurzelstock neu auszutreiben. Ohne regelmäßige Brände würden viele Savannengebiete allmählich zu geschlossenen Wäldern sukzedieren. Das Feuer stabilisiert somit den offenen Charakter der Landschaft und erhält die Lebensgrundlage für die typische Tierwelt.

Bedrohungen und Schutz

Savannen stehen weltweit unter erheblichem Druck. Die Umwandlung in Ackerland und Weideflächen zählt zu den größten Bedrohungen. In der brasilian