Schmetterlingsbuntbarsch
STierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Mikrogeophagus ramirezi (Synonyme: Papiliochromis ramirezi, Apistogramma ramirezi)
- Ordnung: Buntbarschartige (Cichliformes)
- Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
- Unterfamilie: Geophaginae
- Gattung: Mikrogeophagus
- Lebensraum: Flache, langsam fließende Gewässer und stehende Gewässerabschnitte im tropischen Südamerika
- Größe: 5–7 cm (Männchen etwas größer als Weibchen)
- Gewicht: ca. 3–5 g
- Lebenserwartung: 2–4 Jahre
Aussehen & Merkmale
Der Schmetterlingsbuntbarsch gehört zu den farbenprächtigsten Süßwasserfischen Südamerikas. Sein hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper ist grundsätzlich gelblich bis goldfarben gefärbt und wird von einer Vielzahl irisierender blauer und violetter Glanzpunkte überzogen, die vor allem auf den Flanken und am Kopf auffallen. Ein markantes Artmerkmal ist der große, schwarz eingefasste Augenfleck auf der Körpermitte, der sich etwa auf Höhe der vorderen Rückenflossenpartie befindet. Ein weiterer dunkler Streifen verläuft vertikal durch das Auge.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist langgestreckt und zeigt bei Männchen häufig verlängerte vordere Flossenstrahlen, die schwarz gefärbt sind. Die Bauchflossen schimmern bei beiden Geschlechtern oft rötlich bis orangefarben. Die Schuppen sind relativ klein und schimmern je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farbtönen. Männchen lassen sich von Weibchen durch ihre insgesamt intensivere Färbung, die verlängerten Rückenflossenstrahlen und eine etwas kräftigere Körperform unterscheiden. Weibchen zeigen im geschlechtsreifen Zustand einen deutlich rosarot bis violett gefärbten Bauch, besonders ausgeprägt während der Laichzeit.
Im Aquarienhandel existieren zahlreiche Zuchtformen, darunter die goldene Variante (Gold-Ramirezi), die Electric-Blue-Form sowie Langflossen- und Ballonvarianten. Diese weichen teils erheblich von der Wildform ab.
Lebensraum & Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Schmetterlingsbuntbarsches umfasst die Llanos-Region im Einzugsgebiet des Orinoco in Venezuela und Kolumbien. Dort besiedelt er flache, langsam fließende Gewässerabschnitte, Lagunen und saisonale Überflutungsflächen mit sandigem oder schlammigem Substrat. Die typischen Habitate zeichnen sich durch weiches, saures Wasser mit niedrigem Mineralgehalt aus. Die Wassertemperaturen in diesen tropischen Biotopen liegen häufig zwischen 25 und 30 °C, der pH-Wert bewegt sich im Bereich von 4,5 bis 6,5.
Die Gewässer sind oft dicht mit Wasserpflanzen bewachsen und weisen Falllaub, Totholz und Wurzeln als Strukturelemente auf. Diese bieten dem Schmetterlingsbuntbarsch sowohl Deckung als auch geeignete Laichsubstrate. In der Aquaristik wird empfohlen, diese natürlichen Bedingungen so weit wie möglich nachzubilden – mit gedämpfter Beleuchtung, feinem Sand als Bodengrund und reichlich Bepflanzung.
Ernährung
Der Schmetterlingsbuntbarsch ist ein Allesfresser (Omnivor) mit einer Tendenz zur tierischen Kost. In seinem natürlichen Habitat durchkaut er den sandigen Bodengrund nach Kleinstlebewesen – ein Verhalten, das ihn als Angehörigen der Unterfamilie Geophaginae (wörtlich: „Erdfresser") kennzeichnet. Zum natürlichen Nahrungsspektrum zählen Insektenlarven, kleine Krebstiere (Copepoden, Cladoceren), Würmer und pflanzliche Bestandteile wie Algenaufwuchs und Detritus.
Im Aquarium nimmt die Art handelsübliches Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven (weiße, schwarze und rote) sowie Cyclops bereitwillig an. Hochwertiges Flockenfutter und feines Granulat werden ebenfalls gefressen. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit regelmäßigen Lebendfuttergaben fördert die Farbintensität und das Wohlbefinden der Tiere.
Verhalten & Lebensweise
Schmetterlingsbuntbarsche sind tagaktive Fische, die sich überwiegend in den unteren und mittleren Wasserschichten aufhalten. Sie bilden keine dauerhaften Schwärme, leben aber in der Natur in lockeren Gruppen. Außerhalb der Fortpflanzungszeit zeigen sie ein relativ friedliches Sozialverhalten, das sie zu beliebten Bewohnern von Gesellschaftsaquarien macht.
Mit Beginn der Balz ändert sich das Verhalten deutlich. Paare, die sich gebildet haben, beanspruchen ein Revier rund um den gewählten Laichplatz und verteidigen dieses gegenüber Artgenossen und anderen Fischen. Die Revierverteidigung ist jedoch im Vergleich zu vielen anderen Buntbarscharten moderat – aggressive Auseinandersetzungen bleiben meist auf Drohgebärden wie Flossenaufstellen und Imponierverhalten beschränkt.
Im Aquarium sollte die Haltung paarweise oder in einer kleinen Gruppe von mindestens fünf bis sechs Tieren erfolgen, damit sich die innerartliche Aggression verteilt. Ein Becken ab 80 cm Kantenlänge (ca. 100 Liter) gilt als Mindestgröße für ein Paar. Geeignete Beifische sind friedliche Salmler, kleine Panzerwelse und Zwergbuntbarsche anderer Gattungen wie Apistogramma.
Fortpflanzung & Aufzucht
Schmetterlingsbuntbarsche sind Offenbrüter, die ihre Eier bevorzugt auf flachen Steinen, breiten Blättern oder direkt auf dem Substrat ablegen. Der Laichvorgang wird durch eine intensive Balz eingeleitet, bei der das Männchen mit abgespreizten Flossen und leuchtenden Farben um das Weibchen wirbt. Beide Partner reinigen gemeinsam den ausgewählten Laichplatz.
Das Weibchen legt zwischen 100 und