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Schmetterlingsfisch

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Pantodon buchholzi (Peters, 1877)
  • Ordnung: Knochenzünglerartige (Osteoglossiformes)
  • Familie: Schmetterlingsfische (Pantodontidae)
  • Gattung: Pantodon
  • Lebensraum: Stehende und langsam fließende Süßgewässer Westafrikas
  • Größe: 10–13 cm
  • Gewicht: ca. 10–15 g
  • Lebenserwartung: 5–8 Jahre (in Aquarienhaltung bis 10 Jahre)

Aussehen & Merkmale

Der Afrikanische Schmetterlingsfisch – nicht zu verwechseln mit den marinen Falterfischen (Chaetodontidae), die im Englischen ebenfalls als „Butterflyfishes" bezeichnet werden – verdankt seinen deutschen Trivialnamen den auffällig vergrößerten Brustflossen. Diese sind fächerartig ausgebreitet und erinnern in der Aufsicht an Schmetterlingsflügel. Die Brustflossen werden von stark verlängerten Flossenstrahlen gestützt und dienen nicht nur der Fortbewegung, sondern auch dem charakteristischen Gleitflug über die Wasseroberfläche.

Der Körper ist seitlich nur mäßig abgeflacht und von oben betrachtet breit und bootförmig. Das oberständige Maul ist groß und weit nach oben gerichtet – eine typische Anpassung an die Nahrungsaufnahme von der Wasseroberfläche. Die Grundfärbung der Schuppen variiert zwischen silbrig-grau und bräunlich-oliv, durchzogen von einem unregelmäßigen Muster aus dunkleren Flecken und Linien, das eine hervorragende Tarnung im Blickwinkel von oben bietet. Die Bauchflossen tragen fadenförmig verlängerte Strahlen, die als Tastorgane fungieren. Die Afterflosse der Männchen ist deutlich größer und stärker gekerbt als die der Weibchen, was das zuverlässigste Merkmal zur Geschlechtsbestimmung darstellt.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Pantodon buchholzi erstreckt sich über weite Teile West- und Zentralafrikas. Die Art kommt in den Flusssystemen des Niger, des Kongo, des Ogooué sowie im Tschadseebecken und in Teilen Kameruns vor. Ihr bevorzugtes Habitat sind stehende oder sehr langsam fließende Gewässer: Altarme, Überschwemmungszonen, Sümpfe, Waldtümpel und verkrautete Uferbereiche von Flüssen.

Diese Biotope zeichnen sich durch dichte Oberflächenvegetation, weiches und leicht saures Wasser sowie gedämpfte Lichtverhältnisse aus. Die Wassertemperaturen im natürlichen Verbreitungsgebiet liegen ganzjährig zwischen 25 und 30 °C. Schwimmpflanzen wie Wasserlinsen, Muschelblumen oder Wasserhyazinthen bilden die typische Deckung, unter der sich der Schmetterlingsfisch bevorzugt aufhält. Er ist ein ausgesprochener Oberflächenbewohner und hält sich nahezu ausschließlich in den obersten Wasserschichten auf.

Ernährung

Der Schmetterlingsfisch ist ein spezialisierter Insektenjäger. In der Natur ernährt er sich vorwiegend von auf der Wasseroberfläche treibenden Insekten, deren Larven sowie von kleinen Wirbellosen. Dank seines oberständigen Mauls kann er gezielt Beute von der Wasseroberfläche aufnehmen. Gelegentlich springt er auch aus dem Wasser, um niedrig fliegende Insekten zu erbeuten.

In der Aquarienhaltung nimmt die Art lebendes Futter wie Fruchtfliegen (Drosophila), Grillen, Heimchen, Mückenlarven und kleine Garnelen. Frostfutter wird in der Regel ebenfalls akzeptiert, sofern es an der Oberfläche angeboten wird. Trockenfutter stößt häufig auf wenig Interesse. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit Lebendfutter ist für die langfristige Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere entscheidend.

Verhalten & Lebensweise

Pantodon buchholzi ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber verharrt der Fisch meist regungslos unter Schwimmpflanzen und lauert dort auf Beute. Seine Körperform und Färbung sorgen in dieser Position für eine nahezu perfekte Tarnung – von oben gleicht er einem treibenden Blatt.

Die Art ist ein Einzelgänger und zeigt gegenüber Artgenossen ein ausgeprägtes Revierverhalten. Männchen können untereinander aggressiv werden, insbesondere in zu klein dimensionierten Becken. Gegenüber anderen Fischarten verhält sich der Schmetterlingsfisch in der Regel friedlich, solange diese nicht klein genug sind, um als Beute zu gelten. Als Vergesellschaftungspartner eignen sich daher mittelgroße, friedliche Arten, die sich vorwiegend in den mittleren und unteren Wasserschichten aufhalten.

Eine Besonderheit im Verhalten ist die Fähigkeit zum Gleitflug. Bei Gefahr oder auf der Jagd kann der Schmetterlingsfisch mit kräftigen Schlägen seiner Brustflossen aus dem Wasser springen und kurze Strecken von bis zu einem Meter über die Oberfläche gleiten. Für die Aquarienhaltung bedeutet dies, dass das Becken zwingend mit einer gut schließenden Abdeckung versehen sein muss.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Balz des Schmetterlingsfischs findet an der Wasseroberfläche statt. Das Männchen umkreist das Weibchen und spreizt dabei seine vergrößerten Flossen. Nach der Paarung gibt das Weibchen die Eier direkt an der Wasseroberfläche ab, wo sie dank ihres hohen Fettgehalts schwimmen. Ein Gelege umfasst in der Regel 80 bis 200 Eier, die zunächst durchsichtig sind und sich innerhalb weniger Stunden dunkel färben.

Brutpflege findet nicht statt. Die Larven schlüpfen nach etwa 36 bis 48 Stunden und zehren zunächst von ihrem Dottersack. Sobald dieser aufgebraucht ist, müssen sie mit feinstem Lebendfutter wie frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Mikrowürmern versorgt werden. Die Aufzucht gilt als anspruchsvoll, da die Jungfische empfind