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Segelflosser

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Pterophyllum scalare (Schultze, 1823)
  • Ordnung: Buntbarschartige (Cichliformes)
  • Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
  • Gattung: Pterophyllum
  • Lebensraum: Langsam fließende Gewässer, Überschwemmungszonen und verkrautete Uferbereiche im tropischen Südamerika
  • Größe: Körperlänge bis 15 cm, Gesamthöhe (inklusive Flossen) bis 26 cm
  • Gewicht: ca. 30–60 g
  • Lebenserwartung: 10–15 Jahre bei guter Haltung

Aussehen & Merkmale

Der Segelflosser gehört zu den bekanntesten Süßwasserfischen in der Aquaristik und ist unter dem Trivialnamen Skalar weltweit verbreitet. Sein Körper ist seitlich stark abgeflacht und nahezu scheibenförmig. Die auffälligsten Merkmale sind die extrem verlängerten Rücken- und Afterflossen, die dem Fisch sein charakteristisches segelartiges Erscheinungsbild verleihen – daher der deutsche Name Segelflosser. Die Bauchflossen sind zu langen, fadenförmigen Fortsätzen ausgezogen, die als Tastorgane dienen und bei der Orientierung in dicht bewachsenen Gewässern eine Rolle spielen.

Die Grundfärbung der Wildform ist silbrig-grau mit vier bis sechs dunklen, senkrechten Querstreifen, die der Tarnung zwischen Pflanzenstängeln und Wurzeln dienen. Durch jahrzehntelange Zuchtauswahl existieren heute zahlreiche Farbvarianten, darunter Marmor-, Schleierflosser-, Gold- und Rauchformen. Die Schuppen sind klein und glatt, der Körper weist einen typischen Seitenlinienorgankomplex auf, mit dem der Fisch Druckwellen und Strömungen wahrnimmt.

Innerhalb der Gattung Pterophyllum werden drei Arten unterschieden: neben P. scalare auch der Hohe Segelflosser (Pterophyllum altum) und Pterophyllum leopoldi. P. altum erreicht eine noch größere Körperhöhe und stammt ausschließlich aus dem Orinoko-Einzugsgebiet, während P. leopoldi deutlich kleiner bleibt und seltener im Handel angeboten wird.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Pterophyllum scalare erstreckt sich über weite Teile des Amazonasbeckens in Südamerika. Die Art kommt in Peru, Kolumbien, Brasilien, Guyana und Französisch-Guayana vor. Ihr Habitat umfasst langsam fließende Flüsse, Altarme, saisonale Überschwemmungsgebiete (Várzea und Igapó) sowie stehende Gewässer mit dichtem Pflanzenbewuchs.

Die Fische bevorzugen weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 und Temperaturen von 24 bis 30 °C. In ihrem Biotop halten sie sich typischerweise zwischen Wurzeln, versunkenem Holz und Wasserpflanzen auf. Die hohe, schmale Körperform ist eine Anpassung an dieses Biotop: Sie ermöglicht es dem Segelflosser, sich geschickt zwischen vertikalen Strukturen wie Pflanzenstängeln und herabhängenden Wurzeln zu bewegen und gleichzeitig für Fressfeinde schwerer erkennbar zu sein.

Ernährung

Segelflosser sind Allesfresser mit einer Tendenz zur karnivor geprägten Ernährung. In der Natur besteht ihre Nahrung überwiegend aus kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven, Kleinkrebsen und Würmern, ergänzt durch pflanzliche Kost und gelegentlich Fischbrut. Sie jagen vorwiegend durch langsames Heranpirschen und schnelles Zustoßen.

Im Aquarium nehmen Skalare handelsübliches Flockenfutter, Granulat sowie Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Tubifex an. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert die Gesundheit und Farbintensität. Jungtiere sollten mehrmals täglich mit feinem Futter versorgt werden, adulte Tiere erhalten ein bis zwei Mahlzeiten am Tag.

Verhalten & Lebensweise

Segelflosser sind tagaktive Fische, die in kleinen Gruppen leben. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine klare Rangordnung heraus, wobei dominante Tiere das beste Revier beanspruchen. Anders als viele andere Buntbarsche zeigen Skalare ein vergleichsweise gemäßigtes Territorialverhalten – dieses nimmt jedoch während der Laichzeit deutlich zu.

Die Tiere kommunizieren über Körperhaltung, Flossenstellung und Farbveränderungen. Dunkle Querstreifen können je nach Stimmung und sozialem Kontext verstärkt oder abgeschwächt werden. Bei Angst oder Stress verblassen die Streifen häufig, während sie bei Drohgebärden und Balzverhalten intensiver hervortreten.

Für die Aquarienhaltung wird ein Becken mit einem Mindestvolumen von 250 Litern empfohlen, idealerweise mit einer Beckenhöhe von mindestens 50 cm. Die Vergesellschaftung mit friedlichen, nicht zu kleinen Beifischen wie Panzerwelsen, Salmlerarten oder Zwergbuntbarschen ist möglich. Sehr kleine Fische und Garnelen werden allerdings gelegentlich als Beute betrachtet.

Fortpflanzung & Aufzucht

Segelflosser sind Offenbrüter und bilden während der Fortpflanzungsphase feste Paare. Die Balz beginnt mit gegenseitigem Imponierverhalten: Beide Partner spreizen ihre Flossen und schwimmen in auffälligen Formationen nebeneinander her. Hat sich ein Paar gefunden, reinigt es gemeinsam ein geeignetes Substrat – bevorzugt breite Pflanzenblätter, glatte Steine oder im Aquarium auch Filterrohre und Glasscheiben.

Das Weibchen heftet mehrere hundert Eier in gleichmäßigen Reihen an die vorbereitete Fläche, die das Männchen unmittelbar danach befruchtet. Beide Elternteile betreiben intensive Brutpflege: Sie