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Skalar

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Pterophyllum scalare
  • Ordnung: Buntbarschartige (Cichliformes)
  • Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
  • Gattung: Pterophyllum
  • Lebensraum: Süßgewässer Südamerikas, vor allem Amazonasbecken
  • Größe: bis 15 cm Körperlänge, mit Flossen bis 26 cm Höhe
  • Gewicht: ca. 30–60 g (ausgewachsene Tiere)
  • Lebenserwartung: 10–15 Jahre bei guter Haltung

Aussehen & Merkmale

Der Skalar gehört zu den markantesten Erscheinungen unter den Süßwasserfischen. Sein Körper ist seitlich stark abgeflacht und nahezu scheibenförmig – eine Gestalt, die unter Ichthyologen als hochrückig bezeichnet wird. Die namensgebende Silhouette entsteht durch die extrem verlängerten Rücken- und Afterflossen, die dem Fisch seine charakteristische dreieckige bis rautenförmige Gesamtform verleihen. Die Bauchflossen sind zu langen, fadenartigen Fortsätzen ausgezogen und dienen als Tastorgane.

Die Grundfärbung der Wildform zeigt einen silbrigen bis graugrünen Körper mit mehreren dunklen, senkrecht verlaufenden Streifen. Diese Querbänder dienen der Tarnung zwischen Pflanzenstängeln und Wurzelwerk. Die Schuppen sind relativ klein und fest anliegend. Die Iris der Augen schimmert rötlich, was den Tieren ein auffälliges Erscheinungsbild verleiht.

Im Laufe der Zuchtgeschichte sind zahlreiche Farbschläge entstanden: Marmor-Skalare mit unregelmäßiger Schwarz-Weiß-Zeichnung, rein schwarze Varianten, goldene Formen, Schleierskalare mit stark verlängerten Flossen sowie die nahezu zeichnungslosen Platin-Skalare. Genetisch handelt es sich dabei stets um dieselbe Art, Pterophyllum scalare.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Skalars erstreckt sich über weite Teile des Amazonasbeckens sowie dessen Nebenflüsse in Peru, Kolumbien, Brasilien und Guyana. Typische Habitate sind langsam fließende oder stehende Gewässer mit dichtem Pflanzenwuchs, überflutete Waldbereiche (Igapó und Várzea) sowie ruhige Flussarme und Altarme.

In diesen Biotopen hält sich der Skalar bevorzugt im Bereich von Wurzelwerk, Totholz und Unterwasservegetation auf. Die Wassertemperaturen in seinem natürlichen Habitat liegen zwischen 24 und 30 °C, der pH-Wert ist meist leicht sauer bis neutral (5,5–7,5), und die Gesamthärte ist gering. Diese Bedingungen sollten bei der Aquarienhaltung möglichst nachgebildet werden.

Neben Pterophyllum scalare umfasst die Gattung Pterophyllum zwei weitere beschriebene Arten: den Hohen Skalar (Pterophyllum altum) aus dem Orinoco-Einzugsgebiet, der noch größer wird und steilere Körperkonturen zeigt, sowie den selten importierten Pterophyllum leopoldi (Leopolds Skalar), der kleiner bleibt und eine abweichende Streifenzeichnung aufweist.

Ernährung

Der Skalar ist ein omnivorer Fisch mit deutlicher Tendenz zur tierischen Kost. In der Natur frisst er Insektenlarven, Kleinkrebse, Würmer und gelegentlich auch kleinere Fische. Pflanzliche Bestandteile wie Algenaufwuchs und weiches Pflanzenmaterial ergänzen den Speiseplan.

Im Aquarium sollte die Fütterung abwechslungsreich gestaltet werden. Hochwertiges Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien bilden die ideale Grundlage. Flockenfutter und Granulat werden ebenfalls angenommen, sollten aber nicht die alleinige Nahrungsquelle darstellen. Eine einseitige Ernährung führt häufig zu Mangelerscheinungen und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Adulte Skalare werden ein- bis zweimal täglich gefüttert, Jungtiere häufiger in kleineren Portionen.

Verhalten & Lebensweise

Skalare sind tagaktive Fische, die in der Natur in lockeren Gruppen leben. Von einem ausgeprägten Schwarmverhalten kann man allerdings nicht sprechen – die Tiere bilden eher lose Verbände, innerhalb derer sich feste Paare herausbilden. Während der Laichzeit zeigen Skalare ein deutliches Revierverhalten: Paare beanspruchen einen Bereich um den gewählten Laichplatz und verteidigen diesen entschieden gegen Artgenossen und andere Fische.

Die innerartliche Kommunikation erfolgt über Körperhaltung, Farbveränderungen und gezielte Bewegungen der Flossen. Rangordnungskämpfe äußern sich meist in Imponiergehabe – die Kontrahenten stellen sich seitlich zueinander auf, spreizen die Flossen und versuchen, den Gegner durch optische Größe einzuschüchtern. Direkte körperliche Auseinandersetzungen mit Maulzerren kommen vor, sind aber seltener.

Für die Aquarienhaltung wird eine Gruppengröße von mindestens fünf bis sechs Tieren empfohlen, damit sich die innerartliche Aggression verteilt. Das Becken sollte ein Mindestvolumen von 250 Litern aufweisen und vor allem eine Höhe von mindestens 50 cm besitzen, um der hochrückigen Körperform gerecht zu werden. Dichte Bepflanzung, Wurzelholz und freie Schwimmräume schaffen ein geeignetes Umfeld.

Fortpflanzung & Aufzucht

Skalare sind Substratlaicher mit ausgeprägter Brutpflege – ein typisches Merkmal vieler Buntbarsche. Die Balz beginnt mit gemeinsamem Putzen eines geeigneten Laichsubstrats, meist einem breiten Pflanzenblatt, einer glatten Wurzel oder im Aquarium auch der Scheibe oder einem Laichkegel. Das Weibchen setzt dabei mehrere Hundert Eier in gleichmäßigen Reihen ab, die vom Männchen unmittelbar danach befruchtet werden.

Beide Elterntiere bewachen das Gelege, befächeln die Eier mit Frischwasser