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Zwergbärbling

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Boraras maculatus
  • Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
  • Familie: Karpfenfische (Cyprinidae), Unterfamilie Danioninae
  • Gattung: Boraras
  • Lebensraum: Stehende und langsam fließende Gewässer in Südostasien
  • Größe: 2,0–2,5 cm (Gesamtlänge)
  • Gewicht: unter 1 g
  • Lebenserwartung: 3–5 Jahre bei guter Haltung

Aussehen & Merkmale

Der Zwergbärbling gehört zu den kleinsten Vertretern der Karpfenfische. Sein gestreckter, seitlich leicht abgeflachter Körper erreicht eine Gesamtlänge von selten mehr als 2,5 Zentimetern. Die Grundfärbung variiert zwischen einem warmen Orange-Rot und einem hellen Kupferton, wobei die Intensität je nach Herkunftspopulation, Ernährungszustand und Stimmung des Tieres schwankt.

Charakteristisch sind drei dunkle Flecken auf den Körperseiten: ein großer, rundlicher Fleck etwa in der Mitte des Rumpfes, ein weiterer an der Schwanzwurzelbasis und ein dritter, oft weniger deutlicher Fleck nahe dem Ansatz der Afterflosse. Diese dunklen Markierungen sind von einem schmalen goldenen oder kupferfarbenen Saum umgeben, der bei einfallendem Licht deutlich hervortritt. Die Schuppen sind sehr klein und zart, aber unter Vergrößerung regelmäßig angeordnet und leicht transparent.

Die Flossen sind weitgehend farblos bis leicht rötlich getönt. Die Rückenflosse sitzt relativ weit hinten am Körper, die Schwanzflosse ist gegabelt. Männchen sind in der Regel etwas intensiver gefärbt und schlanker als Weibchen, die zur Laichzeit eine deutlich rundlichere Bauchpartie zeigen. Ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus besteht darüber hinaus nicht.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Zwergbärblings erstreckt sich über die Malaiische Halbinsel, Singapur, Sumatra und Teile Borneos. Er besiedelt dort bevorzugt stehende oder sehr langsam fließende Gewässer – insbesondere Schwarzwasserbiotope wie Torfmoorwälder, überschwemmte Waldgebiete und pflanzenreiche Sumpfzonen.

Diese Habitate zeichnen sich durch weiches, stark saures Wasser mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 6,5 aus. Das Wasser ist durch Huminsäuren und Gerbstoffe aus verrottendem Pflanzenmaterial dunkel bernsteinfarben bis tiefbraun gefärbt. Der Bodengrund besteht typischerweise aus einer dicken Schicht Falllaub, Ästen und abgestorbenen Pflanzenteilen. Die Wasserhärte ist in diesen Biotopen extrem niedrig, häufig unter 4 °dGH.

Im Aquarium lässt sich dieses Biotop durch den Einsatz von Torffilterung, Seemandelbaumblättern, Erlenzapfen und einer dichten Bepflanzung mit feinfiedrigen Wasserpflanzen wie Javamoos oder Cryptocorynen nachbilden. Die Wassertemperatur im natürlichen Habitat liegt ganzjährig zwischen 24 und 28 °C.

Ernährung

In freier Natur ernährt sich der Zwergbärbling von Kleinstlebewesen: winzige Insektenlarven, Zooplankton, Rädertierchen, Wasserflöhe und andere Mikroorganismen stehen auf seinem Speiseplan. Aufgrund seiner geringen Körpergröße ist er auf entsprechend kleine Nahrungspartikel angewiesen.

Im Aquarium nimmt er feines Trockenfutter (zerriebene Flocken, Mikrogranulat) an, sollte aber regelmäßig mit Lebendfutter oder Frostfutter ergänzt werden. Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen, Essigälchen und Cyclops eignen sich besonders gut. Eine abwechslungsreiche Fütterung fördert die Farbintensität und das Wohlbefinden der Tiere erheblich. Die Futtergabe sollte in kleinen Mengen erfolgen, da überschüssiges Futter die Wasserqualität in den typischerweise kleinen Aquarien rasch verschlechtert.

Verhalten & Lebensweise

Der Zwergbärbling ist ein ausgesprochener Schwarmfisch, der in Gruppen von mindestens zehn, besser fünfzehn oder mehr Tieren gehalten werden sollte. Nur im Schwarm zeigen die Tiere ihr natürliches Verhalten und fühlen sich sicher genug, um sich im Aquarium frei zu bewegen. In zu kleinen Gruppen verhalten sie sich scheu, verstecken sich dauerhaft zwischen den Pflanzen und verlieren an Farbintensität.

Die Art ist tagaktiv und hält sich bevorzugt in den mittleren und oberen Wasserschichten auf. Die Tiere schwimmen nicht in einer engen, koordinierten Formation wie etwa Keilfleckbärblinge, sondern bilden eher einen lockeren Verband, der sich in ruhigen Momenten über einen größeren Bereich des Beckens verteilt. Zwischen den Männchen kommt es regelmäßig zu kurzen, harmlosen Kommentkämpfen, bei denen die Kontrahenten ihre Flossen spreizen und sich gegenseitig umkreisen. Eine echte Revierbildung findet nicht statt.

Aufgrund seiner geringen Größe sollte der Zwergbärbling nicht mit größeren oder räuberischen Fischarten vergesellschaftet werden. Geeignete Beifische sind andere Mikrorasboren, kleine Bärblinge der Gattungen Boraras und Sundadanio, Zwerggarnelenarten wie Caridina oder kleine Labyrinthfische wie der Lakritzgurami (Parosphromenus spp.).

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Vermehrung des Zwergbärblings im Aquarium gelingt unter geeigneten Bedingungen, ist aber aufgrund der winzigen Eier und Larven anspruchsvoll. Die Tiere sind Freilaicher und betreiben keinerlei Brutpflege. Während der Balz zeigen die Männchen eine verstärkte Färbung und umschwimmen die Weibchen in kurzen, ruckartigen Bewegungen.

Das Weibchen gibt die