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Alaska

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Rassen > Kaninchenrassen

Steckbrief

  • Herkunft: Deutschland (erstmals gezüchtet in den 1920er-Jahren)
  • Rassestandard: Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK), Abteilung Mittelgroße Rassen
  • Gewicht: 3,0 bis 4,0 kg (Idealgewicht ca. 3,5 kg)
  • Körperlänge: ca. 40–45 cm
  • Lebenserwartung: 8 bis 10 Jahre
  • Fell: Kurz, dicht, mit ausgeprägter Unterwolle; gleichmäßig tiefschwarze Deckfarbe mit blaugrauer Unterfarbe
  • Farben: Ausschließlich Schwarz mit dunklem, intensivem Glanz

Herkunft & Geschichte

Die Kaninchenrasse Alaska entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland, wobei der genaue Ursprung auf die 1900er- bis 1920er-Jahre datiert wird. Der Name „Alaska" leitet sich nicht etwa von einer geografischen Abstammung aus Nordamerika ab, sondern wurde gewählt, um auf das dichte, glänzende Fell anzuspielen, das an das kostbare Pelzwerk arktischer Tiere erinnern sollte. Die Zucht zielte ursprünglich darauf ab, ein Kaninchen mit tiefschwarzer, gleichmäßiger Fellfarbe und hervorragender Pelzqualität zu erzeugen – ein Ziel, das mit der Alaska-Rasse eindrucksvoll erreicht wurde.

Für die Erzüchtung wurden verschiedene Rassen eingekreuzt, darunter Holländer, Havanna und Deutsche Riesenkaninchen in schwarzer Farbvariante. Erste Zuchterfolge mit stabiler Farbvererbung ließen nicht lange auf sich warten, und bereits in den 1920er-Jahren wurde die Rasse auf deutschen Ausstellungen präsentiert. Der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) erkannte die Alaska-Rasse offiziell an und nahm sie in den Rassestandard auf, wo sie bis heute in der Abteilung der mittelgroßen Rassen geführt wird. Im europäischen Ausland, insbesondere in den Niederlanden und in der Schweiz, erfreut sich die Rasse ebenfalls großer Beliebtheit bei Züchtern und auf Bewertungsschauen.

Aussehen & Rassemerkmale

Das Alaska-Kaninchen besticht durch seinen kompakten, leicht gedrungenen Körperbau mit einer gut bemuskelten Hinterpartie. Der Rumpf ist walzenförmig, die Rückenlinie verläuft gleichmäßig und leicht gewölbt. Der Kopf sitzt dicht am Körper und wirkt kräftig, wobei er bei Häsinnen etwas feiner geschnitten ist als bei Rammlern. Die Ohren sind gut behaart, aufrecht stehend und proportional zur Körpergröße – idealerweise zwischen 10 und 11 cm lang.

Das herausragendste Rassemerkmal ist zweifellos das Fell. Die Deckfarbe zeigt ein tiefes, sattes Schwarz mit ausgeprägtem Lackglanz, der das Tier besonders edel wirken lässt. Diese Glanzintensität unterscheidet das Alaska-Kaninchen von anderen schwarzen Rassen. Die Unterfarbe ist dunkelblau bis blaugrau und reicht tief in die Haarstruktur hinein. Ein bräunlicher Anflug oder helle Stellen gelten im Rassestandard als Fehler. Die Krallen sind dunkel pigmentiert, die Augen tiefbraun bis nahezu schwarz. Insgesamt zeichnet sich die Rasse durch eine harmonische Gesamterscheinung aus, bei der Fellqualität und Körperform in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Charakter & Wesen

Alaska-Kaninchen gelten als ausgeglichene, ruhige Tiere mit einem freundlichen Wesen. Sie zeigen sich gegenüber ihren Haltern in der Regel zutraulich und lassen sich bei regelmäßigem, behutsamen Umgang gut an den Menschen gewöhnen. Im Vergleich zu manch anderen mittelgroßen Rassen sind sie weniger schreckhaft und reagieren auf neue Reize eher neugierig als ängstlich.

Die Tiere sind gesellig und fühlen sich in der Gruppe oder zumindest als Paar deutlich wohler als in Einzelhaltung. Untereinander verhalten sie sich weitgehend verträglich, sofern die Vergesellschaftung fachgerecht erfolgt. Alaska-Kaninchen sind aktiv und verspielt, ohne dabei übermäßig unruhig zu wirken. Sie erkunden ihre Umgebung gerne, schätzen Beschäftigungsmöglichkeiten und können mit Geduld sogar kleinere Kunststücke erlernen. Ihr gelassenes, gutmütiges Temperament macht sie zu angenehmen Begleitern.

Haltung & Pflege

Wie alle Kaninchen benötigen auch Alaska-Kaninchen ausreichend Platz. Ein großzügig bemessener Stall mit mindestens 2 m² pro Tier sowie täglicher Auslauf in einem gesicherten Freigehege oder einem kaninchengerecht gestalteten Zimmer ist das Minimum. Noch besser geeignet ist eine dauerhafte Außenhaltung in einem wetterfesten Gehege mit Schutzhütte, in der die Tiere sich bei Kälte und Nässe zurückziehen können. Das dichte Fell mit der ausgeprägten Unterwolle macht die Alaska-Rasse relativ wetterbeständig.

Die Fellpflege hält sich bei dieser Kurzhaarrasse in überschaubarem Rahmen. Regelmäßiges Bürsten – etwa einmal pro Woche – genügt, um lose Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut anzuregen. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sollte häufiger gebürstet werden, um die Bildung von Haarballen im Verdauungstrakt zu minimieren. Krallen müssen je nach Abnutzung alle vier bis sechs Wochen kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Für ausreichende Beschäftigung sorgen Tunnel, Heu-Raufen, erhöhte Ebenen zum Aufspringen und Nageobjekte aus unbehandeltem Holz.

Ernährung

Die Basis einer artgerechten Ernährung bildet hochwertiges Heu, das rund um die Uhr zur Verfügung stehen muss. Heu fördert den Zahnabrieb und hält die Verdauung in Gang – beides essenzielle Faktoren für die Gesundheit. Ergänzend dazu gehören frisches Grünfutter wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Gräser, Kräuter sowie Gemüse wie Fenchel, Möhren, Sellerie und Chicorée auf den t