Buschammer
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Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Emberiza caesia
- Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
- Familie: Ammern (Emberizidae)
- Gattung: Emberiza
- Lebensraum: Trockene, felsige Hänge und Macchie im östlichen Mittelmeerraum
- Größe: 15–17 cm
- Gewicht: 18–25 g
- Lebenserwartung: ca. 5–8 Jahre in freier Wildbahn
Aussehen & Merkmale
Die Buschammer ist ein kompakt gebauter Singvogel, der in Körperform und Proportionen der nahe verwandten Ortolan-Ammer (Emberiza hortulana) stark ähnelt. Das Männchen im Prachtkleid zeigt einen blaugrauen Kopf mit deutlichen, rostbraunen Bartstreifen, die vom Schnabelwinkel abwärts verlaufen. Brust und Flanken sind warm orangebraun bis zimtfarben gefärbt, der Bauch etwas heller. Der Rücken ist rotbraun mit dunklen Schaftstrichen, die ein gestricheltes Muster ergeben. Der Bürzel erscheint gleichmäßig rotbraun und wirkt bei günstiger Beobachtung auffällig einfarbig.
Das Weibchen ist insgesamt matter gefärbt, mit blasserer Kopfzeichnung und stärker gestreifter Brust. Jungvögel ähneln dem Weibchen, zeigen aber eine noch diffusere Musterung. Beide Geschlechter besitzen einen kegelförmigen, leicht rosafarbenen bis fleischfarbenen Schnabel, der typisch für die körnerfressenden Ammern ist. Die Beine sind hell rosabraun. Im Flug fallen die weißlichen äußeren Steuerfedern auf, die bei vielen Vertretern der Gattung Emberiza als Erkennungsmerkmal dienen.
Von der Ortolan-Ammer, der häufigsten Verwechslungsart, unterscheidet sich die Buschammer vor allem durch den blaugrauen statt olivgrünen Kopf, den rötlicheren Gesamteindruck und den deutlich rosafarbenen Schnabel. Im Feld kann die Unterscheidung dennoch schwierig sein, insbesondere bei Weibchen und Jungvögeln.
Lebensraum & Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der Buschammer erstreckt sich über den östlichen Mittelmeerraum. Brutvorkommen bestehen in Griechenland, der Türkei, auf Zypern sowie in Teilen der Levante – also in Syrien, Libanon, Jordanien und Israel. In Europa bildet Griechenland den Schwerpunkt der Verbreitung; auf dem griechischen Festland und den Ägäis-Inseln ist die Art stellenweise häufig.
Als Habitat bevorzugt die Buschammer trockene, steinige Hänge mit spärlicher Vegetation, Macchie und Phrygana – also niedrige, aromatische Strauchformationen auf kalkhaltigem Untergrund. Auch lichte Kiefern- und Eichenwälder mit felsigem Boden, aufgelassene Terrassen und Olivenhaine gehören zu den genutzten Biotopen. Die Art besiedelt Höhenlagen vom Meeresniveau bis etwa 1.800 Meter, wobei der Schwerpunkt zwischen 300 und 1.200 Metern liegt.
Die Buschammer ist ein Zugvogel. Die Überwinterungsgebiete liegen im nordöstlichen Afrika, vor allem in Sudan, Eritrea und Äthiopien. Der Zug erfolgt auf breiter Front über die östliche Sahara; auf dem Herbstzug verlassen die Vögel die Brutgebiete zwischen August und Oktober, die Rückkehr erfolgt ab Mitte April.
Ernährung
Die Nahrung der Buschammer besteht je nach Jahreszeit aus pflanzlichen und tierischen Komponenten. Während der Brutzeit dominieren Insekten und deren Larven, insbesondere Käfer, Heuschrecken, Ameisen und kleine Schmetterlinge. Auch Spinnen werden regelmäßig aufgenommen. Diese proteinreiche Kost ist besonders für die Aufzucht der Jungvögel von Bedeutung.
Außerhalb der Brutzeit und vor dem Herbstzug stellen Samen den Hauptbestandteil der Nahrung dar. Die Vögel suchen bevorzugt am Boden nach Grassamen und Kräutersamen, wobei sie sich häufig entlang von Wegen und offenen Bodenstellen aufhalten. Im Winterquartier ernährt sich die Buschammer vorwiegend von kleinen Sämereien der lokalen Gras- und Krautflora.
Verhalten & Lebensweise
Die Buschammer ist ein tagaktiver Vogel, der sich überwiegend am Boden oder in niedriger Vegetation aufhält. Zur Brutzeit besetzen die Männchen Reviere, die sie durch ausdauernden Gesang von exponierten Sitzwarten aus markieren. Typische Singwarten sind einzelne Büsche, Felsvorsprünge oder niedrige Bäume. Der Gesang ist ein kurzes, leicht abfallendes Strophenlied, das dem des Ortolans ähnelt, aber als etwas weicher und melodischer beschrieben wird.
Außerhalb der Brutzeit zeigt sich die Art geselliger und schließt sich gelegentlich zu kleinen Trupps zusammen. Auf dem Zug und in den Winterquartieren sind gemischte Gruppen mit anderen Ammernarten – etwa Ortolan-Ammern oder Grauortolanen – dokumentiert. Am Boden bewegen sich Buschammern hüpfend fort und suchen dabei systematisch nach Nahrung.
Fortpflanzung & Aufzucht
Die Brutzeit beginnt in den meisten Teilen des Verbreitungsgebiets im Mai und kann sich bis Juli erstrecken. Die Balz umfasst neben dem Reviergesang auch kurze Singflüge des Männchens, bei denen es von einer erhöhten Warte aufsteigt und mit gespreizten Flügeln zurückgleitet.
Das Nest wird vom Weibchen errichtet und befindet sich am Boden oder bodennah in dichter Krautvegetation, unter Steinen oder in Felsspalten. Es besteht aus trockenen Gräsern, feinen Wurzeln und Pflanzenfasern und wird innen mit Haaren und feinerem Pflanzenmaterial ausgekleidet. Das Gelege umfasst in der Regel 4 bis 5 Eier, die auf weißlichem bis blassbläulichem Grund mit dunklen Flecken und feinen Schnörkeln gezeichnet sind – ein für Ammern typisches Merkmal.
Die Bebrütung dauert etwa 12 bis 14 Tage und wird überw