Diamantklapperschlange
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Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Crotalus adamanteus (Östliche Diamantklapperschlange) / Crotalus atrox (Westliche Diamantklapperschlange)
- Ordnung: Schuppenkriechende (Squamata)
- Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
- Familie: Vipern (Viperidae)
- Unterfamilie: Grubenottern (Crotalinae)
- Gattung: Klapperschlangen (Crotalus)
- Lebensraum: Trockene Graslandschaften, Wüsten, Küstentiefland, lichte Kiefernwälder (Nordamerika)
- Größe: 120–240 cm (C. adamanteus bis 240 cm, C. atrox bis 180 cm)
- Gewicht: 2–7 kg, Einzelexemplare von C. adamanteus bis über 10 kg
- Lebenserwartung: 15–20 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis 25 Jahre
Aussehen & Merkmale
Als „Diamantklapperschlangen" werden vorrangig zwei Arten der Gattung Crotalus bezeichnet: die Östliche Diamantklapperschlange (Crotalus adamanteus) und die Westliche Diamantklapperschlange (Crotalus atrox). Beide Arten verdanken ihren Namen der charakteristischen Rautenzeichnung auf dem Rücken, die an geschliffene Diamanten erinnert. Die einzelnen Rautenflecken sind dunkelbraun bis schwarz und von hellen, gelblich-weißen Rändern eingefasst. Die Grundfärbung der gekielten Schuppen variiert je nach Art und Herkunft zwischen olivbraun, graubraun und gelblich-braun.
Der Körperbau ist massig und kräftig, der Kopf breit und deutlich dreieckig vom Hals abgesetzt – ein typisches Merkmal der Vipern. Zwischen Auge und Nasenloch befindet sich auf jeder Kopfseite das namensgebende Grubenorgan der Crotalinae, ein hochsensibles Infrarot-Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Wärmestrahlung. Im Oberkiefer sitzen zwei lange, bewegliche Röhrengiftzähne (Solenoglyphe), die beim Zubeißen nach vorn klappen. Das auffälligste Merkmal ist die Schwanzrassel (Klapper), die aus ineinander verhakten Hornringen besteht. Bei jeder Häutung kommt ein neues Segment hinzu, ältere Segmente brechen jedoch regelmäßig ab, sodass die Anzahl der Rasselsegmente kein zuverlässiger Indikator für das Alter ist.
Crotalus adamanteus gilt als die größte Klapperschlangenart überhaupt und erreicht in Ausnahmefällen eine Gesamtlänge von über 230 cm. Crotalus atrox bleibt etwas kleiner, ist aber ebenfalls eine der größten Arten innerhalb der Gattung.
Lebensraum & Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der beiden Diamantklapperschlangen-Arten erstreckt sich über weite Teile Nordamerikas. Die Östliche Diamantklapperschlange besiedelt den Südosten der USA – von North Carolina über Florida bis Louisiana. Ihr bevorzugtes Habitat sind Küstentiefländer, Palmetto-Gebüsch, lichte Kiefernwälder und trockene Buschlandschaften. Die Art nutzt häufig verlassene Bauten von Gopherschildkröten (Gopherus polyphemus) als Unterschlupf.
Die Westliche Diamantklapperschlange kommt vom Süden der USA bis nach Nordmexiko vor. Ihr Biotop umfasst aride und semiaride Landschaften: Wüsten, Halbwüsten, felsige Canyons, trockene Grasländer und Buschsteppen. Sie ist in Teilen von Kalifornien, Arizona, New Mexico und Texas verbreitet und zählt dort zu den häufigsten Giftschlangen.
Beide Arten meiden dichte Wälder und extrem feuchte Gebiete. Sie bevorzugen offene bis halboffene Landschaften mit ausreichend Versteckmöglichkeiten unter Felsen, in Felsspalten oder Erdbauten anderer Tiere.
Ernährung
Diamantklapperschlangen sind Lauerjäger und ernähren sich fast ausschließlich von warmblütigen Beutetieren. Den Hauptteil der Nahrung bilden kleine bis mittelgroße Säugetiere: Kaninchen, Baumwollratten, Erdhörnchen, Taschenratten und Mäuse. Gelegentlich werden auch Vögel und deren Eier erbeutet. Jungtiere fressen zusätzlich Eidechsen und Frösche.
Die Jagdstrategie basiert auf dem Ansitz. Die Schlange liegt bewegungslos in Deckung und lokalisiert Beute über das Grubenorgan, das Temperaturunterschiede von weniger als 0,003 °C registriert. Nach dem Biss wird das Opfer durch ein hämotoxisches Gift getötet, das Gewebe zerstört und die Blutgerinnung hemmt. Die Schlange lässt das gebissene Tier häufig zunächst entkommen und verfolgt es dann anhand der Geruchsspur mit der Zungenspitze. Die Beute wird im Ganzen verschlungen, Kopf voraus.
Verhalten & Lebensweise
Diamantklapperschlangen leben einzelgängerisch und beanspruchen kein festes Revier, halten sich aber oft über längere Zeiträume in einem begrenzten Aktionsraum auf. Sie sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, vor allem in den heißen Sommermonaten. Im Frühjahr und Herbst zeigen sie auch tagsüber Aktivität. In den kühleren Wintermonaten halten die Tiere eine Winterruhe, die sie in Felsspalten, Erdlöchern oder unter dichtem Gestrüpp verbringen. In nördlicheren Populationen kann es zur Bildung gemeinschaftlicher Überwinterungsplätze kommen, an denen sich dutzende Individuen versammeln.
Das Rasseln mit der Schwanzklapper dient als Warnsignal gegenüber potenziellen Fressfeinden und ist kein Ausdruck von Aggression. Die Schlange versucht stets, einer Konfrontation auszuweichen. Erst wenn ein Rückzug nicht möglich ist, nimmt sie eine S-förmige Verteidigungshaltung ein und beißt zu. Zu den natür