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Federfüßige-zwerghühner

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Rassen > Hühnerrassen

Steckbrief

  • Herkunft: Ostasien (vermutlich China und Japan), Weiterentwicklung in Europa
  • Rassestandard: Anerkannt durch den Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG); in der Rasseliste der Europäischen Geflügelvereinigung (EE) geführt
  • Gewichtsklasse: Zwerghühner
  • Gewicht Hahn: ca. 750–850 g
  • Gewicht Henne: ca. 650–750 g
  • Legeleistung: ca. 80–120 Eier pro Jahr, Eigewicht etwa 30 g, Schalenfarbe weiß bis cremefarben
  • Lebenserwartung: 6–10 Jahre bei artgerechter Haltung
  • Gefieder: Reiches, weiches Gefieder mit ausgeprägter Fußbefiederung (sogenannte Latschen); zahlreiche anerkannte Farbschläge, darunter Porzellanfarbig, Schwarz, Weiß, Blau, Gelb, Gesperbert, Silber-Wildfarbig, Gold-Wildfarbig, Isabell-Porzellanfarbig und viele weitere

Herkunft & Geschichte

Die Federfüßigen Zwerghühner gehören zu den ältesten Ziergeflügelrassen der Welt. Ihre Abstammung lässt sich bis nach Ostasien zurückverfolgen, wo bereits vor Jahrhunderten kleine, an den Läufen befiederte Hühner gehalten wurden. Über die Handelsrouten gelangten diese Tiere nach Europa, wo sie ab dem 17. Jahrhundert auf Gemälden niederländischer Meister dokumentiert sind – ein Beleg dafür, dass die Rasse bereits damals in gehobenen Kreisen geschätzt wurde.

In ihrer heutigen Form wurden die Federfüßigen Zwerghühner vor allem durch belgische, niederländische und deutsche Züchter geprägt. Anfang des 20. Jahrhunderts begann die systematische Zucht nach festgelegtem Rassestandard. Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) sowie die entsprechenden Sondervereine leisteten entscheidende Arbeit bei der Vereinheitlichung der Zuchtmerkmale und der Anerkennung zahlreicher Farbschläge. Bis heute zählen Federfüßige Zwerghühner zu den beliebtesten und am häufigsten ausgestellten Zwerghühnerrassen auf deutschen und europäischen Geflügelschauen.

Aussehen & Rassemerkmale

Das Federfüßige Zwerghuhn ist eine echte Urzwergrasse – es existiert also keine Großrasse, von der es abstammt. Die Tiere wirken trotz ihrer geringen Körpergröße stämmig und gut gerundet. Der Körper ist breit, tief und leicht nach vorn geneigt getragen, was der gesamten Erscheinung etwas Kompaktes verleiht.

Das namensgebende Merkmal ist die üppige Fußbefiederung, die sogenannten Latschen. Diese besteht aus langen, steifen Federn an den Außenzehen und am Lauf, die idealerweise den Boden kaum berühren und fächerförmig nach außen stehen. Der Kopf ist relativ klein, mit einem einfachen, aufrecht stehenden Kamm beim Hahn und einem kleineren Kamm bei der Henne. Die Ohrscheiben sind weiß, die Augen groß und lebhaft. Der Schwanz wird beim Hahn aufrecht mit gut entwickelten Sicheln getragen.

Die Farbschlagvielfalt ist bei kaum einer anderen Zwerghühnerrasse so ausgeprägt. Allein in Deutschland sind über 25 Farbschläge anerkannt, wobei Porzellanfarbig – ein warmer, dreifarbiger Zeichnungstyp aus Goldbraun, Weiß und Schwarz – als klassischste und populärste Variante gilt.

Charakter & Wesen

Federfüßige Zwerghühner gelten als ausgeglichen, zutraulich und neugierig. Sie zeigen wenig Scheu gegenüber Menschen und lassen sich bei regelmäßigem Kontakt schnell handzahm machen. Gerade bei Kindern sind sie aufgrund ihres friedfertigen Wesens beliebt. Die Hähne verhalten sich gegenüber ihren Hennen aufmerksam und wachsam, ohne dabei übermäßig aggressiv zu sein – ein Vorteil gegenüber manch anderen Zwergrassen.

Die Hennen zeichnen sich durch eine ausgeprägte Brutneigung aus. Sie werden zuverlässig glucking und führen ihre Küken mit bemerkenswerter Fürsorge. Diese Eigenschaft macht sie zu hervorragenden Naturbrüterinnen, die auch Eier anderer Rassen problemlos ausbrüten. Insgesamt sind Federfüßige Zwerghühner lebhaft, aber nicht hektisch – ein angenehmes Temperament, das die Haltung unkompliziert gestaltet.

Haltung & Pflege

Durch ihre kompakte Größe eignen sich Federfüßige Zwerghühner auch für kleinere Gärten. Ein sicher eingezäunter Auslauf ist empfehlenswert, wobei die Zaunhöhe nicht übermäßig hoch sein muss – die Tiere sind keine ausgeprägten Flieger. Pro Tier sollten mindestens 5–10 Quadratmeter Freilauffläche eingeplant werden. Der Stall muss trocken, zugfrei und gut belüftet sein.

Die Fußbefiederung verlangt besondere Aufmerksamkeit bei der Pflege. Der Untergrund im Auslauf sollte möglichst trocken und sauber gehalten werden, da feuchter, matschiger Boden die Latschen verklumpen lässt und zu Infektionen führen kann. Viele Züchter empfehlen eine Sand- oder Kiesschicht im stallnahen Bereich. Regelmäßige Kontrolle der Fußfedern auf Verschmutzung, Parasitenbefall und Beschädigungen gehört zur Grundpflege. Ein Sandbad sollte jederzeit zur Verfügung stehen, da es der Gefiederpflege und der Vorbeugung gegen Milbenbefall dient.

Beschäftigung bieten die Tiere sich weitgehend selbst, sofern der Auslauf abwechslungsreich gestaltet ist. Erhöhte Sitzstangen, Unterschlupfmöglichkeiten und Flächen zum Scharren werden gern angenommen.

Ernährung

Die Fütterung unterscheidet sich nicht grundlegend von der anderer Zwerghühnerrassen. Hochwertiges Alleinfutter für Zwerghühner oder Legehennenfutter in feiner