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Fisch

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Futter & Ernährung > Futtermittel – tierisch

Definition & Überblick

Fisch zählt zu den tierischen Futtermitteln und wird in der Tierernährung sowohl als ganzer Fisch, als Fischmehl, Fischöl oder als verarbeiteter Bestandteil von Fertigfuttermitteln eingesetzt. Als proteinreiche Nahrungsquelle mit einem besonderen Fettsäureprofil nimmt Fisch eine Sonderstellung unter den tierischen Eiweißlieferanten ein. In der Fütterung von Hunden, Katzen, Frettchen, Reptilien, Greifvögeln und vielen Zootieren spielt Fisch eine bedeutende Rolle – entweder als Hauptbestandteil eines Alleinfuttermittels oder als Ergänzungsfuttermittel zur Aufwertung der Futterration.

Gebräuchliche Fischarten in der Tierernährung sind Lachs, Hering, Forelle, Dorsch, Sardine, Makrele, Sprotte und Kabeljau. Je nach Tierart und Fütterungszweck werden ganze Fische, Filets, Fischabschnitte oder industriell verarbeitete Produkte wie Fischmehl und Fischhydrolysat verwendet.

Zusammensetzung & Inhaltsstoffe

Fisch zeichnet sich durch ein hochwertiges Nährstoffprofil aus. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Fischart, Fanggebiet und Verarbeitungsform. Typische Richtwerte für frischen Fisch (Rohware) lauten:

  • Protein: 15–22 % – biologisch hochwertiges Eiweiß mit einem günstigen Aminosäureprofil, reich an essenziellen Aminosäuren wie Lysin, Methionin und Tryptophan
  • Fett: 1–20 % – stark abhängig von der Fischart. Fettfische (Lachs, Hering, Makrele) liefern 8–20 % Fett, Magerfische (Dorsch, Kabeljau) lediglich 1–3 %
  • Rohfaser: praktisch nicht vorhanden (0 %)
  • Rohasche (Mineralstoffe): 1–3 % im Frischfisch, deutlich höher in Fischmehl (bis 20 %)
  • Wasser: 60–80 % im frischen Zustand

Besonders hervorzuheben sind die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die in dieser Form fast ausschließlich in Fisch und Meeresfrüchten vorkommen. An Vitaminen liefert Fisch vor allem Vitamin D, Vitamin B12, Niacin und Vitamin A (insbesondere Leber fettreicher Arten). Bei den Mineralstoffen sticht der Gehalt an Jod, Selen, Phosphor und Kalzium hervor – letzteres besonders bei Verfütterung ganzer Fische mit Gräten.

Fischmehl als getrocknetes Konzentrat enthält 55–72 % Protein und 5–12 % Fett und dient in der Mischfutterherstellung als hochverdaulicher Eiweißträger.

Für welche Tiere geeignet?

  • Hunde: Fisch eignet sich hervorragend als Proteinquelle in der regulären Futterration und wird häufig bei Ausschlussdiäten und Futtermittelunverträglichkeiten eingesetzt, da Fischprotein vergleichsweise selten Allergien auslöst.
  • Katzen: Als obligate Karnivoren profitieren Katzen vom hohen Proteingehalt und dem Tauringehalt in Fisch. Fisch sollte jedoch nicht als alleinige Eiweißquelle dienen, da ein Thiaminase-Risiko bei bestimmten rohen Fischarten besteht.
  • Frettchen: Fisch kann als Teil einer abwechslungsreichen Rohfütterung oder als Ergänzung zur Hauptration angeboten werden.
  • Greifvögel und Eulen: Fischfressende Arten erhalten ganze Fische als artgerechte Nahrung.
  • Reptilien: Wasserlebende und semi-aquatische Arten (Wasserschildkröten, bestimmte Warane) nehmen Fisch als natürlichen Bestandteil ihrer Nahrung auf.
  • Zootiere: Robben, Pinguine, Otter und viele andere Zootiere werden mit ganzen Fischen versorgt.

Für reine Pflanzenfresser wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Pferde ist Fisch nicht geeignet.

Fütterungsempfehlung

Die optimale Futtermenge an Fisch richtet sich nach Tierart, Körpergewicht, Aktivitätsniveau und dem Anteil, den Fisch in der Gesamtration einnehmen soll. Als Orientierung gelten folgende Richtwerte:

  • Hunde (BARF/Rohfütterung): Fisch kann 2–3 Mal pro Woche als Fleischersatz in der Futterration eingesetzt werden. Der Fischanteil sollte etwa 15–20 % der gesamten tierischen Komponenten ausmachen.
  • Katzen: Fisch sollte höchstens 20 % der wöchentlichen Proteinquellen stellen. Das Fütterungsintervall liegt bei 1–2 Fischmahlzeiten pro Woche.
  • Frettchen: Kleine Portionen (10–15 % der Gesamtration) als Ergänzung, nicht als Hauptfutter.

Bei der Verwendung von Fertigfuttermitteln mit Fisch als Hauptzutat (deklariert als Alleinfuttermittel) ist die Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen in der Regel sichergestellt. Die Herstellerangaben zur Futtermenge sollten als Ausgangspunkt dienen und individuell angepasst werden.

Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Hochverdauliches Protein mit exzellentem Aminosäureprofil
  • Natürliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) – entzündungshemmend, förderlich für Haut, Fell, Gelenke und kognitive Funktion
  • Reich an Vitamin D, Jod und Selen
  • Geringes allergenes Potenzial – gut geeign