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Goldschopfpinguin

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Tierart – Vögel > Flugunfähige & Laufvögel

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Eudyptes chrysolophus
  • Ordnung: Pinguine (Sphenisciformes)
  • Familie: Pinguine (Spheniscidae)
  • Gattung: Schopfpinguine (Eudyptes)
  • Lebensraum: Subantarktische Inseln, antarktische Halbinsel, offenes Südpolarmeer
  • Größe: 65–75 cm
  • Gewicht: 3,5–6,5 kg (jahreszeitlich schwankend)
  • Lebenserwartung: 15–20 Jahre in freier Wildbahn

Aussehen & Merkmale

Der Goldschopfpinguin zählt zu den mittelgroßen Vertretern der Familie Spheniscidae. Sein Gefieder folgt dem für Pinguine typischen Gegenstrommuster: Die Oberseite ist blauschwarz gefärbt, die Unterseite reinweiß. Der Kopf ist schwarz, wobei das namensgebende Merkmal – ein auffälliger Schopf aus goldgelben bis orangefarbenen Federsträhnen – an der Stirnmitte entspringt und sich bogenförmig über beide Augen nach hinten erstreckt. Diese Schmuckfedern beginnen als schmaler Streifen zwischen den Augen und breiten sich fächerartig hinter den Ohren aus.

Der kräftige Schnabel ist dunkelbraun bis rötlichbraun gefärbt und an der Basis von einer kleinen Hautpartie unbefiedert. Die Augen sind intensiv rot bis rotbraun – ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem nah verwandten Haubenpinguin (Eudyptes schlegeli), der helle Augen besitzt. Die Flossen sind oberseits blauschwarz, unterseits weiß mit dunkler Spitze. Die Füße und Beine sind rosa bis fleischfarben. Zwischen den Geschlechtern besteht ein geringer Dimorphismus: Männchen sind im Durchschnitt etwas größer und schwerer als Weibchen und besitzen einen etwas kräftigeren Schnabel.

Jungvögel im ersten Lebensjahr unterscheiden sich deutlich von adulten Tieren. Ihr Schopf ist noch kaum ausgebildet, die Kehle grau gefärbt, und die Augenfarbe ist zunächst bräunlich.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Goldschopfpinguins erstreckt sich rund um die Antarktis. Die Brutkolonien befinden sich auf subantarktischen Inseln zwischen dem 46. und 62. südlichen Breitengrad. Zu den wichtigsten Brutgebieten zählen Südgeorgien, die Falklandinseln, die Crozet-Inseln, die Kerguelen, die Heard-Inseln, die Prince-Edward-Inseln sowie die Südlichen Shetlandinseln und die Nordspitze der Antarktischen Halbinsel.

Als Habitat bevorzugt die Art felsige Küstenabschnitte und steile, mit Tussockgras oder nacktem Gestein bedeckte Hänge in Meeresnähe. Entscheidend für die Wahl des Brutplatzes ist der freie Zugang zum Meer. Außerhalb der Brutzeit verbringen Goldschopfpinguine mehrere Monate auf dem offenen Ozean, wo sie weite Strecken zurücklegen. Ihr mariner Lebensraum umfasst dabei vor allem die nährstoffreichen Gewässer der Antarktischen Konvergenzzone.

Südgeorgien beherbergt mit geschätzten zwei Millionen Brutpaaren die bei Weitem größte Population und stellt damit das Kerngebiet der Art dar.

Ernährung

Goldschopfpinguine sind reine Fleischfresser und ernähren sich überwiegend von marinen Wirbellosen und kleinen Fischen. Der antarktische Krill (Euphausia superba) bildet den Hauptbestandteil der Nahrung und kann je nach Region und Jahreszeit bis zu 90 Prozent der Beute ausmachen. Ergänzend fressen sie andere Krebstiere wie Amphipoden, kleine Tintenfische sowie Schwarmfische wie Laternen- und Sardellenfische.

Die Nahrungssuche erfolgt tauchend, wobei die Tiere typischerweise Tiefen von 15 bis 70 Metern erreichen. Maximale Tauchtiefen von über 100 Metern wurden dokumentiert. Während der Brutzeit jagen die Vögel meist in einem Radius von 50 bis 400 Kilometern um die Kolonie, wobei die Tauchgänge überwiegend tagsüber stattfinden. Außerhalb der Brutzeit vergrößert sich das Nahrungsgebiet erheblich.

Verhalten & Lebensweise

Goldschopfpinguine sind hochgradig gesellig und brüten in dichten Kolonien, die von wenigen hundert bis zu mehreren hunderttausend Paaren umfassen können. Die Koloniendichte ist häufig extrem hoch, mit Abständen von nur rund einem halben Meter zwischen benachbarten Nestern.

Die Art zeigt ein ausgeprägtes saisonales Wanderungsverhalten. Nach Abschluss der Brutzeit im Spätsommer (März/April) verlassen die Pinguine ihre Kolonien und verbringen den gesamten Winter auf See. Vor der Rückkehr an Land im Frühjahr müssen die Tiere ausreichende Fettreserven aufbauen, da sie während der Mauser – dem vollständigen Austausch des Gefieders – rund drei Wochen an Land fasten. Dieser jährliche Gefiederwechsel findet bei Goldschopfpinguinen typischerweise im Februar und März statt.

Die Kommunikation innerhalb der Kolonien ist lautstark. Zur Balz und zur Revierverteidigung setzen die Tiere komplexe Rufmuster ein, begleitet von ritualisierten Kopfbewegungen, bei denen der goldene Schopf präsentiert wird. Trotz der extrem dichten Besiedlung erkennen sich Partner anhand individueller Stimmmerkmale zuverlässig wieder.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit beginnt im Oktober, wenn die Männchen als Erste an den Kolonien eintreffen und Nistplätze besetzen. Die Weibchen folgen wenige Tage später. Die Paarbindung ist in der Regel monogam und häufig über mehrere Jahre stabil. Die Balz umfasst laute Trompetenrufe, gegenseitige Verbeugungen und das Schütteln des Kopfes.

Das Nest besteht aus einer flachen Mulde, die mit Steinen, Erde und gelegentlich Pflanzenmaterial ausgekleidet wird. Das Weibchen legt zwei Eier im Abstand von vier bis fünf T