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Hüpferling

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Tierart – Wirbellose > Krebstiere

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Cyclops (Gattung); die Bezeichnung „Hüpferling" wird als deutscher Trivialname für Vertreter der Ordnung Cyclopoida verwendet
  • Ordnung: Cyclopoida
  • Unterklasse: Copepoda (Ruderfußkrebse)
  • Klasse: Maxillopoda (nach traditioneller Systematik) bzw. Hexanauplia (nach neuerer Systematik)
  • Familie: Cyclopidae (häufigste Süßwasserfamilie)
  • Lebensraum: Süßgewässer weltweit – stehende und fließende Gewässer, Grundwasser, temporäre Tümpel
  • Größe: 0,5–5 mm (je nach Art und Geschlecht)
  • Gewicht: im Mikrogramm-Bereich, nicht praxisrelevant bestimmbar
  • Lebenserwartung: wenige Wochen bis mehrere Monate, artabhängig; Dauerstadien können Jahre überdauern

Aussehen & Merkmale

Hüpferlinge besitzen den für Ruderfußkrebse typischen birnen- bis tropfenförmigen Körper, der sich deutlich in einen breiteren Vorderleib (Cephalothorax) und einen schmalen, gegliederten Hinterleib (Abdomen) unterteilt. Am Kopfende sitzt ein einzelnes, medianes Naupliusauge – ein einfaches, unpaariges Lichtsinnesorgan, das der Gattung Cyclops ihren an den einäugigen Riesen der griechischen Mythologie angelehnten Namen eingetragen hat.

Die ersten Antennen (Antennulae) sind kürzer als der Vorderleib und dienen sowohl der Sinneswahrnehmung als auch – bei den Männchen – dem Festhalten der Weibchen während der Paarung. Die zweiten Antennen und die Mundwerkzeuge (Mandibeln, Maxillen, Maxillipeden) sind an die jeweilige Ernährungsweise angepasst. Vier Paare von Schwimmbeinen (Thoracopoden) erzeugen den namensgebenden hüpfenden Schwimmstil. Am Ende des Abdomens tragen die Tiere eine Schwanzgabel (Furca), an der lange Borsten sitzen, die als Steuer- und Schwebeorgan fungieren.

Geschlechtsreife Weibchen lassen sich oft an den paarigen Eisäckchen erkennen, die seitlich am Genitalsegment getragen werden. Die Körperfarbe variiert je nach Art und Nahrung von nahezu durchsichtig über gelblich bis rötlich oder bläulich.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Hüpferlinge ist nahezu kosmopolitisch. Vertreter der Cyclopidae besiedeln praktisch jedes Süßwasser-Habitat: oligotrophe Bergseen ebenso wie eutrophe Teiche, langsam fließende Bäche, Auengewässer, Reisfelder, Regenpfützen und sogar grundwasserführende Höhlengewässer (stygale Biotope). Einige Arten der Cyclopoida kommen auch im Brackwasser und im Meer vor, doch der Schwerpunkt der als Hüpferlinge bezeichneten Formen liegt eindeutig im Süßwasser.

In Mitteleuropa zählen Cyclops abyssorum, Cyclops vicinus, Mesocyclops leuckarti, Thermocyclops oithonoides und Macrocyclops albidus zu den häufigsten Vertretern. Die Artenzusammensetzung eines Gewässers hängt von Faktoren wie Trophiegrad, Temperatur, pH-Wert und dem Vorhandensein von Fressfeinden ab. In nährstoffreichen Gewässern können Hüpferlinge gemeinsam mit Wasserflöhen (Cladocera) und Rädertieren (Rotatoria) das Zooplankton dominieren.

Ernährung

Die Ernährungsweise der Hüpferlinge ist vielfältig und unterscheidet sich teils erheblich zwischen den Arten sowie zwischen Larval- und Adultstadien. Anders als viele calanoide Copepoden, die vorwiegend filtrierend Algen aufnehmen, sind zahlreiche Cyclops-Arten omnivor bis räuberisch. Sie ergreifen einzellige Algen, Flagellaten, Ciliaten, Rädertiere und andere kleine Zooplankter aktiv mit den Mundextremitäten. Größere Arten wie Macrocyclops albidus oder Megacyclops viridis erbeuten sogar Mückenlarven und Nauplien anderer Krebstiere.

Die Nauplius-Larven ernähren sich zunächst überwiegend von Bakterien, Detritus und kleinen Algen. Mit fortschreitender Entwicklung verschiebt sich das Nahrungsspektrum zunehmend in Richtung tierischer Beute. In der aquatischen Nahrungskette nehmen Hüpferlinge damit eine zentrale Stellung ein: Sie verwerten die mikrobielle Produktion und stellen ihrerseits eine wichtige Nahrungsquelle für Fischlarven, planktivore Fische, Libellenlarven und andere Räuber dar.

Verhalten & Lebensweise

Namensgebend ist die charakteristische Fortbewegung: Hüpferlinge bewegen sich in kurzen, ruckartigen Sprüngen durchs Wasser, ausgelöst durch gleichzeitiges Schlagen der Schwimmbeinpaare. Zwischen den Sprüngen sinken die Tiere passiv ab. Dieses Bewegungsmuster dient sowohl der Nahrungssuche als auch der Flucht vor Fressfeinden.

Viele Arten führen vertikale Wanderungen im Tagesverlauf durch (Diel Vertical Migration): Sie halten sich tagsüber in tieferen, dunkleren Wasserschichten auf, um visuell jagenden Räubern zu entgehen, und steigen nachts in nahrungsreichere Oberflächenschichten auf. Dieses Verhalten ist nicht als echte Nachtaktivität zu verstehen, lässt sich aber als lichtmeidende Aktivitätsphase beschreiben.

Bei ungünstigen Umweltbedingungen – etwa Austrocknung oder Frost – können etliche Arten in ein Ruhestadium übergehen. Sie kapseln sich in eine Schleimhülle ein und überdauern als sogenanntes Copepodid-Ruhestadium im Sediment, teilweise über Monate hinweg.

Fortpflanzung & Aufzucht

Hüpferlinge vermehren sich ausschließlich geschlechtlich. Das Männchen kl