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Katzenfloh

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Tierart – Insekten > Sonstige Insekten

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Ctenocephalides felis
  • Ordnung: Flöhe (Siphonaptera)
  • Familie: Pulicidae (Echte Flöhe)
  • Gattung: Ctenocephalides
  • Lebensraum: Weltweit verbreitet; bevorzugt warme, geschützte Habitate in unmittelbarer Nähe von Wirtstieren, insbesondere in Wohnungen, Ställen und Nestern
  • Größe: 1,5–3 mm (Weibchen etwas größer als Männchen)
  • Gewicht: ca. 0,5–1 mg
  • Lebenserwartung: Adulte Tiere ca. 2–3 Monate unter günstigen Bedingungen; ohne Wirt deutlich kürzer

Aussehen & Merkmale

Der Katzenfloh ist ein flügelloses, seitlich stark abgeflachtes Insekt mit einer dunkelbraunen bis rotbraunen Körperfarbe. Die seitliche Kompression des Körpers ermöglicht es ihm, sich mühelos durch dichtes Fell seiner Wirtstiere zu bewegen. Der Chitinpanzer ist glatt, hart und mit nach hinten gerichteten Borsten und Stacheln versehen, die ein Abstreifen durch das Wirtstier erschweren.

Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der sogenannte Pronotalctenidium – ein Kamm aus kräftigen Dornen am Hinterrand des ersten Brustsegments (Pronotum). Zusätzlich trägt der Katzenfloh einen Genalctenidium, einen Stachelkamm an der Kopfunterseite. Beide Kämme unterscheiden ihn von anderen Floharten wie dem Menschenfloh (Pulex irritans), der keine solchen Strukturen besitzt. Im Vergleich zum eng verwandten Hundefloh (Ctenocephalides canis) ist der Kopf des Katzenflohs deutlich länger und flacher.

Das dritte Beinpaar ist stark verlängert und zu leistungsfähigen Sprungbeinen umgebildet. Die Mundwerkzeuge sind als stechend-saugende Organe ausgebildet und bestehen aus stilettartigen Mandibeln und Maxillen, die in die Haut des Wirts eindringen, sowie einem Saugrohr zur Blutaufnahme.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Katzenflohs erstreckt sich über alle Kontinente mit Ausnahme der Antarktis. Er ist der weltweit häufigste Floh bei Haustieren und kommt in gemäßigten, subtropischen und tropischen Klimazonen gleichermaßen vor. Sein eigentliches Habitat ist weniger der Wirt selbst als vielmehr dessen unmittelbare Umgebung: Schlafplätze, Teppiche, Polstermöbel, Ritzen im Bodenbelag und Tiernester bilden das Biotop, in dem sich Eier, Larven und Puppen entwickeln.

In Mitteleuropa hat der Katzenfloh den früher häufigeren Menschenfloh weitgehend als dominierende Flohart in Wohnräumen verdrängt. Er parasitiert keineswegs nur an Katzen, sondern befällt ebenso Hunde, Kaninchen, Frettchen und gelegentlich den Menschen. In Studien zur Flohpopulation bei Haustieren in Europa entfallen über 90 Prozent aller nachgewiesenen Flöhe auf Ctenocephalides felis.

Ernährung

Der Katzenfloh ist ein obligater Ektoparasit und ernährt sich ausschließlich vom Blut warmblütiger Wirte. Adulte Flöhe beginnen innerhalb weniger Minuten nach dem Aufspringen auf einen Wirt mit der ersten Blutmahlzeit. Sie saugen mehrmals täglich und nehmen dabei das 10- bis 15-Fache ihres eigenen Körpergewichts an Blut auf. Unverdautes Blut wird als dunkelrötlich-schwarzer Kot ausgeschieden, der im Fell des Wirtstieres als sogenannter „Flohkot" sichtbar wird und ein wichtiges diagnostisches Merkmal beim Nachweis eines Flohbefalls darstellt.

Die Larven hingegen sind keine Blutsauger. Sie ernähren sich von organischem Material in ihrer Umgebung, vor allem von den Kotbröckchen der adulten Flöhe, Hautschuppen, Haaren und anderen Partikeln. Diese Nahrung liefert ihnen die notwendigen Proteine für ihre Entwicklung.

Verhalten & Lebensweise

Adulte Katzenflöhe sind vorwiegend auf ihrem Wirt anzutreffen und verlassen diesen unter normalen Umständen nicht freiwillig. Sie orientieren sich bei der Wirtsfindung über Vibrationen, Wärme, CO₂-Konzentrationen und visuelle Reize wie Schattenbewegungen. Die Sprungfähigkeit ist beachtlich: Ein Katzenfloh kann bis zu 34 cm weit und 18 cm hoch springen, was etwa dem 150-Fachen seiner eigenen Körperlänge entspricht. Diese Leistung wird durch ein spezielles Protein namens Resilin ermöglicht, das in den Hinterbeinen als biologische Feder wirkt und enorme elastische Energie speichert.

Die Art ist nicht im eigentlichen Sinne nachtaktiv, zeigt aber eine erhöhte Aktivität in den Abend- und Nachtstunden. Auf dem Wirt bewegen sich Flöhe bevorzugt in dicht behaarten Regionen – bei Katzen am Nacken, an der Schwanzbasis und an der Bauchunterseite. Ein ausgeprägtes Territorialverhalten oder soziale Strukturen existieren nicht; Katzenflöhe leben als Einzelgänger auf oder in der Nähe ihres Wirts.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Fortpflanzung setzt eine Blutmahlzeit voraus. Weibchen beginnen etwa 24 bis 48 Stunden nach der ersten Nahrungsaufnahme mit der Eiablage. Ein einzelnes Weibchen kann über seine Lebenszeit bis zu 2.000 Eier produzieren, wobei die tägliche Legeleistung bei etwa 20 bis 50 Eiern liegt. Die weißen, ovalen Eier (ca. 0,5 mm) werden lose ins Fell des Wirts abgelegt und fallen durch ihre glatte Oberfläche rasch in die Umgebung – auf Teppiche, Polster oder den Schlafplatz des Tieres.

Die Entwicklung verläuft über eine vollständige Metamorphose (Holometabolie) mit vier Stadien: Ei, Larve, Puppe und Imago (Adulttier). Bei Zimmertemperatur (20–25 °C) schlüpfen die Larven