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Krallenfrosch

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Tierart – Amphibien > Froschlurche – Frösche

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Xenopus laevis (Glatter Krallenfrosch)
  • Ordnung: Froschlurche (Anura)
  • Familie: Zungenlose Frösche (Pipidae)
  • Gattung: Xenopus (Krallenfrösche)
  • Lebensraum: Stehende und langsam fließende Süßgewässer
  • Größe: 6–13 cm (Weibchen größer als Männchen)
  • Gewicht: 25–220 g
  • Lebenserwartung: 15–20 Jahre, in Gefangenschaft bis 30 Jahre

Aussehen & Merkmale

Krallenfrösche besitzen einen abgeflachten, stromlinienförmigen Körper, der an das dauerhaft aquatische Leben angepasst ist. Die Haut ist glatt, schleimig und frei von Warzen. Die Grundfärbung variiert von olivgrün über graubraun bis hin zu gelblich, wobei die Unterseite deutlich heller ausfällt – meist weißlich oder cremefarben. Dunkle, unregelmäßige Flecken auf der Oberseite dienen der Tarnung.

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal der Gattung Xenopus sind die drei kräftigen, schwarzen Hornkrallen an den Innenzehen der Hinterfüße. Diese Krallen geben dem Tier seinen deutschen Namen und werden zum Zerreißen von Nahrung sowie zur Verteidigung eingesetzt. Die Hinterbeine sind muskulös und mit ausgeprägten Schwimmhäuten versehen, während die Vorderbeine vergleichsweise klein und krallenlos sind. Sie dienen vor allem dazu, Nahrung zum Maul zu schieben.

Krallenfrösche besitzen keinerlei Zunge – ein Merkmal, das die gesamte Familie der Pipidae kennzeichnet und ihnen den Namen „Zungenlose Frösche" eingebracht hat. Stattdessen nutzen sie ihre Vorderbeine und Saugbewegungen des Mauls, um Beute aufzunehmen. Die Augen sitzen weit oben auf dem Kopf und haben keine beweglichen Lider, dafür aber eine schützende Hornhaut. Entlang der Körperflanken verläuft ein Seitenlinienorgan, das Druckwellen im Wasser registriert und dem Frosch erlaubt, Beute und Feinde wahrzunehmen – ein Sinnesorgan, das bei den meisten erwachsenen Froschlurchen zurückgebildet ist.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Glatten Krallenfrosches erstreckt sich über weite Teile des subsaharischen Afrika, mit Schwerpunkt im südlichen und östlichen Afrika. Besonders häufig ist die Art in Südafrika, Namibia, Kenia, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo anzutreffen. Als Habitat bevorzugt Xenopus laevis stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Tümpel, Stauseen, Bewässerungsgräben und überschwemmte Wiesen. Auch trübe, nährstoffreiche Gewässer werden besiedelt.

Durch den weltweiten Einsatz als Labortier und die Haltung in Aquarien hat sich der Krallenfrosch als invasive Art in zahlreichen Regionen außerhalb Afrikas etabliert. Verwilderte Populationen existieren unter anderem in Teilen der USA (Kalifornien, Arizona), in Chile, Großbritannien, Portugal, Frankreich, Sizilien und Japan. In diesen Gebieten stellt er eine Bedrohung für einheimische Amphibienarten dar, da er sowohl als Nahrungskonkurrent als auch als Überträger des Chytridpilzes (Batrachochytrium dendrobatidis) auftreten kann.

Ernährung

Krallenfrösche sind opportunistische Allesfresser. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Insektenlarven, kleine Krebstiere, Würmer, Wasserschnecken, Kaulquappen, kleine Fische und sogar Artgenossen in geringerer Größe. Gelegentlich wird auch Aas gefressen. Da ihnen eine Zunge fehlt, saugen sie die Beute mit schnellen Mundbewegungen ein und schieben sie mit den Vorderbeinen nach. Größere Nahrungsstücke werden mithilfe der Hornkrallen an den Hinterfüßen zerkleinert.

In der Gattung Xenopus existieren neben X. laevis rund 29 weitere Arten, darunter der deutlich kleinere Tropische Krallenfrosch (Xenopus tropicalis), dessen Ernährungsweise ähnlich, jedoch stärker auf Kleinstlebewesen ausgerichtet ist.

Verhalten & Lebensweise

Krallenfrösche verbringen nahezu ihr gesamtes Leben im Wasser. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, können jedoch auch tagsüber nach Nahrung suchen. Bei Austrocknung ihres Gewässers sind sie in der Lage, über Land zu neuen Wasserstellen zu wandern – eine Fähigkeit, die ihre Ausbreitung als Neozoon begünstigt. In extremen Trockenperioden graben sich manche Populationen in den Schlamm ein und überdauern dort in einer Art Ruhezustand mehrere Monate.

Krallenfrösche sind keine ausgesprochenen Einzelgänger, bilden aber auch keine festen sozialen Verbände. Mehrere Tiere können sich am selben Gewässer aufhalten, ohne dass ein ausgeprägtes Revierverhalten zu beobachten ist. Zur Kommunikation nutzen Männchen unter Wasser erzeugte Klicklaute, die durch schnelle Kontraktionen der Kehlkopfmuskulatur entstehen – ein Mechanismus, der sich grundlegend von der Rufproduktion der meisten anderen Froschlurche unterscheidet.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Fortpflanzung findet im Wasser statt und wird in den natürlichen Habitaten durch die Regenzeit ausgelöst. Während der Balz umklammert das Männchen das Weibchen in der sogenannten Inguinalamplexus-Stellung – einer Umklammerung im Lendenbreich, die für die Familie Pipidae typisch ist. Das Männchen lockt das Weibchen zuvor mit rhythmischen Unterwasserrufen an.

Das Weibchen legt je nach Größe und Ernährungszustand zwischen 500 und 2.000 Eier ab, die einzeln oder in kleinen Gruppen an Wasserpflanzen und