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Lachs

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – heimisch

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Salmo salar (Atlantischer Lachs)
  • Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
  • Familie: Lachsfische (Salmonidae)
  • Gattung: Salmo
  • Lebensraum: Anadrom – Süßwasser (Flüsse, Bäche) und Salzwasser (Nordatlantik)
  • Größe: 60–120 cm, in Ausnahmefällen bis 150 cm
  • Gewicht: 3–15 kg, Einzeltiere bis über 30 kg
  • Lebenserwartung: 4–10 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Atlantische Lachs besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körperbau, der ihn als ausdauernden Schwimmer ausweist. Die Schuppen sind relativ klein und sitzen fest in der Haut. Im Meer zeigt der Lachs eine silbrig glänzende Färbung mit dunklem, blaugrauem Rücken und weißer Bauchseite – eine typische Gegenschattierung, die als Tarnung im offenen Wasser dient. Oberhalb der Seitenlinie finden sich vereinzelt dunkle, x-förmige Flecken.

Während der Laichwanderung verändert sich das Erscheinungsbild erheblich: Die Silberfärbung weicht einem bronzefarbenen bis rötlichen Ton, und bei den Männchen entwickelt sich ein ausgeprägter Laichhaken am Unterkiefer, der sogenannte Kype. Dieser dient als Imponierwaffe bei Rivalenkämpfen. Wie alle Lachsfische trägt auch Salmo salar eine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse – ein charakteristisches Merkmal der Familie Salmonidae.

Jungtiere, die sogenannten Parr, tragen dunkle Querstreifen an den Flanken, die als Parr-Zeichnung bezeichnet werden. Vor dem Abwandern ins Meer durchlaufen sie die Smoltifikation: Die Parr-Zeichnung verschwindet, die Tiere nehmen ein silbriges Schuppenkleid an und passen ihren Stoffwechsel an das Salzwasser an.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Atlantischen Lachses erstreckt sich über die Zuflüsse des Nordatlantiks – von der Iberischen Halbinsel im Süden bis nach Nordskandinavien und Island, sowie an der nordamerikanischen Ostküste von Connecticut bis Labrador. In Mitteleuropa war der Lachs historisch in Rhein, Elbe, Weser, Ems und zahlreichen kleineren Flusssystemen heimisch.

Der Lachs ist ein anadromer Wanderfisch. Das bedeutet, dass er zum Laichen aus dem Meer in die Süßwasserflüsse aufsteigt, in denen er selbst geboren wurde. Sein Habitat umfasst somit zwei grundlegend verschiedene Biotope: die kühlen, sauerstoffreichen Kiesgrund-Bäche und Flüsse der Oberläufe als Laich- und Jugendhabitat sowie die nährstoffreichen Meeresgebiete des Nordatlantiks als Aufwuchsgebiet der adulten Tiere. In Flüssen bevorzugt der Lachs schnell fließende Abschnitte mit grobem Kies- oder Schottersubstrat.

Im Rhein galt der Lachs ab den 1950er-Jahren als ausgestorben. Seit den 1990er-Jahren laufen umfangreiche Wiederansiedlungsprogramme, etwa im Rahmen des Programms „Lachs 2020" und Folgeprojekten. Einzelne Rückkehrer werden mittlerweile wieder in Rhein-Nebenflüssen wie Sieg, Agger und Wisper nachgewiesen.

Ernährung

Das Nahrungsspektrum des Lachses verändert sich im Laufe seines Lebens deutlich. Die Jungfische (Parr) ernähren sich im Süßwasser von Insektenlarven, Flohkrebsen, kleinen Schnecken und angeschwemmten Insekten. Im Meer stellen adulte Lachse ihre Ernährung auf Fische um – vor allem Heringe, Sprotten, Sandaale und Krill stehen auf dem Speiseplan. Durch die carotinoidreiche Nahrung, insbesondere durch den Verzehr von Krebstieren, erhält das Muskelfleisch seine typische rötlich-orange Färbung.

Während der Laichwanderung stellt der Lachs die Nahrungsaufnahme weitgehend ein. Er zehrt dann von seinen Fettreserven, die er sich im Meer angefressen hat. Diese Energiereserven müssen ausreichen, um teils mehrere Hundert Kilometer flussaufwärts zu schwimmen und Hindernisse wie Stromschnellen und niedrige Wehre zu überwinden.

Verhalten & Lebensweise

Im Meer lebt der Lachs in lockeren Schwärmen und unternimmt ausgedehnte Wanderungen zu den Nahrungsgründen vor Grönland, den Färöer-Inseln und in der Norwegischen See. Die Orientierung zurück zum Geburtsfluss erfolgt über den Geruchssinn – der Lachs prägt sich als Jungfisch die chemische Signatur seines Heimatgewässers ein und findet Jahre später über Tausende Kilometer dorthin zurück. Dieses Phänomen wird als Homing bezeichnet.

Während der flussaufwärts gerichteten Wanderung zeigen Lachse eine enorme körperliche Leistungsfähigkeit. Sie können Hindernisse von bis zu drei Metern Höhe überspringen, indem sie mit kräftigen Schwanzschlägen aus dem Wasser schnellen. Die Wanderung findet bevorzugt bei erhöhtem Wasserstand statt, etwa nach Regenfällen. Die Tiere sind dabei sowohl tag- als auch nachtaktiv.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Laichzeit fällt in Mitteleuropa auf die Monate Oktober bis Januar. Die Weibchen (Rogner) schlagen mit kräftigen Schwanzbewegungen flache Gruben, sogenannte Laichgruben oder Redds, in den Kiesgrund. Dort legen sie ihre 1.500 bis 10.000 Eier ab, die vom Männchen (Milchner) sofort besamt werden. Anschließend bedeckt das Weibchen die Eier mit Kies.

Die Embryonalentwicklung dauert je nach Wassertemperatur 90 bis 150 Tage. Die geschlüpften Brütlinge tragen zunächst einen Dottersack und verbleiben mehrere Wochen im Kiessubst