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Lachtaube

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Tierart – Vögel > Tauben

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Spilopelia risoria (Synonym: Streptopelia risoria)
  • Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
  • Familie: Tauben (Columbidae)
  • Gattung: Spilopelia
  • Lebensraum: Offene Landschaften, Halbwüsten, Kulturland; als Haustier weltweit
  • Größe: 23–28 cm
  • Gewicht: 130–180 g
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre, in Gefangenschaft bis über 20 Jahre

Aussehen & Merkmale

Die Lachtaube ist eine mittelgroße, schlank gebaute Taube mit einem insgesamt harmonischen Körperbau. Das Gefieder der Wildform zeigt eine einheitliche, sanfte cremebeige bis hellbraune Färbung an Kopf, Brust und Bauch. Die Oberseite ist etwas dunkler getönt, während die Schwanzfedern an den äußeren Rändern weiße Kanten aufweisen, die im Flug als auffälliges Feld sichtbar werden. Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der schmale, schwarze Nackenring – ein halbmondförmiges Band am Hinterhals, das sich deutlich vom hellen Gefieder abhebt und bei beiden Geschlechtern vorhanden ist.

Der Schnabel ist kurz, dunkelgrau bis schwärzlich und an der Basis leicht verdickt. Die Iris ist dunkelrot bis rotbraun, die unbefiederten Augenringe schmal und unauffällig. Die Beine und Füße sind rötlich gefärbt. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum, wobei Männchen tendenziell eine etwas kräftigere Kopfform und einen geringfügig breiteren Nackenring aufweisen. Durch jahrhundertelange Zucht sind zahlreiche Farbschläge entstanden, darunter reinweiße, isabellfarbe, silberne und gescheckte Varianten. Die weiße Zuchtform wird häufig als „Friedenstaube" bei Zeremonien eingesetzt.

Lebensraum & Verbreitung

Die Herkunft der Lachtaube ist taxonomisch nicht vollständig geklärt. Sie gilt als domestizierte Form der Afrikanischen Lachtaube (Streptopelia roseogrisea), die in einem Verbreitungsgebiet vom Sahel über das Horn von Afrika bis auf die Arabische Halbinsel heimisch ist. Die Domestikation erfolgte vermutlich bereits vor mehreren tausend Jahren, möglicherweise im alten Ägypten oder in Vorderasien.

Als eine der ältesten domestizierten Vogelarten kommt die Lachtaube heute weltweit ausschließlich als Haus- und Ziervogel vor. Freilebende, verwilderte Populationen existieren vereinzelt in Teilen der USA (insbesondere in Florida und Kalifornien), auf einigen Karibikinseln sowie in Australien. Diese verwilderten Bestände besiedeln bevorzugt warme, trockene Habitate wie offene Savannen, Stadtparks, Gärten und landwirtschaftlich genutzte Flächen. In kühleren Klimazonen sind stabile Freilandpopulationen nicht bekannt, da die Art gegenüber niedrigen Temperaturen empfindlich ist.

Ernährung

Die Lachtaube ernährt sich überwiegend pflanzlich. Auf dem natürlichen Speiseplan stehen Sämereien verschiedener Gräser und Kräuter, kleine Getreidekörner sowie gelegentlich Beeren und weiche Pflanzenteile. Ergänzend nimmt sie in geringem Umfang tierische Nahrung auf, darunter kleine Insekten und deren Larven, die besonders während der Brutzeit als Proteinquelle dienen.

In menschlicher Obhut wird die Lachtaube mit handelsüblichen Taubenfuttermischungen aus Hirse, Dari, Weizen und geschältem Hafer ernährt. Frisches Grünfutter, Grit zur Unterstützung der Verdauung im Muskelmagen sowie ein stets verfügbares Angebot an frischem Trinkwasser ergänzen die Ernährung. Wie alle Tauben trinkt die Lachtaube saugend – eine Besonderheit innerhalb der Vogelwelt, da die meisten anderen Vogelarten das Wasser schöpfen und den Kopf zum Schlucken in den Nacken legen.

Verhalten & Lebensweise

Lachtauben sind tagaktive Vögel mit einer ausgesprochen friedfertigen, ruhigen Wesensart. Sie gelten als eine der verträglichsten Taubenarten und zeigen selbst in Volierengruppen nur selten aggressives Verhalten. Gegenüber dem Menschen werden sie rasch zutraulich, was ihre Beliebtheit als Haustier erklärt.

Namensgebend ist der charakteristische Ruf, der an menschliches Lachen erinnert. Er besteht aus einer rhythmischen Folge zweisilbiger, rollender „ku-KUUH"-Laute, die das Männchen besonders intensiv während der Balz vorträgt. Die Balz selbst umfasst ein typisches Verbeugungsritual: Das Männchen richtet den Schwanz steil auf, bläst die Kehlfedern auf und verbeugt sich wiederholt vor dem Weibchen, begleitet vom Balzruf. Dazu gehören kurze, steil aufsteigende Balzflüge mit anschließendem Gleitflug auf gespreizten Flügeln.

Im Sozialverhalten zeigt sich die Lachtaube als paarbildende Art. Einmal verpaarte Tiere bleiben häufig über mehrere Brutperioden, manchmal lebenslang zusammen. Außerhalb der Brutzeit können sich kleine, lose Schwärme bilden, ein ausgeprägtes Revierverhalten ist jedoch nur unmittelbar am Neststandort zu beobachten.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Lachtaube ist unter günstigen Bedingungen ganzjährig fortpflanzungsfähig und kann in menschlicher Obhut bis zu sechs Bruten pro Jahr durchführen. Das Nest ist eine für Tauben typische, eher lockere Plattform aus dünnen Zweigen und trockenen Halmen, die in Büschen, auf Vorsprüngen oder in geeigneten Nisthilfen errichtet wird. Das Weibchen legt in der Regel zwei weiße Eier, die von beiden Elternvögeln bebrütet werden. Das Männchen übernimmt überwiegend die Brut am Vormittag, das Weibchen sitzt während der Nacht und in den übrigen Stunden auf dem Gelege.

Nach einer Brutdauer von 13 bis 15 Tagen schlüpfen die Jungen. Die Nestlinge sind zunäch