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Makohai

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Tierart – Fische > Knorpelfische – Haie & Rochen

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Isurus oxyrinchus (Kurzflossen-Makohai) / Isurus paucus (Langflossen-Makohai)
  • Ordnung: Makrelenhaiartige (Lamniformes)
  • Familie: Makrelenhaie (Lamnidae)
  • Gattung: Isurus
  • Lebensraum: Offener Ozean (pelagisch), tropische bis gemäßigte Meere weltweit
  • Größe: Kurzflossen-Mako bis 4 m, Langflossen-Mako bis 4,3 m
  • Gewicht: Bis ca. 570 kg (Kurzflossen-Mako)
  • Lebenserwartung: Geschätzt 28–35 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Makohai besitzt einen spindelförmigen, hydrodynamisch optimierten Körper, der ihn als einen der schnellsten Fische der Ozeane auszeichnet. Die Schnauze ist spitz und kegelförmig, das Maul unterständig. Die Augen sind relativ groß und dunkel. Die Oberseite ist metallisch blau bis dunkelblau gefärbt, während die Bauchseite scharf abgegrenzt weiß erscheint – eine typische Gegenzeichnung pelagischer Raubfische, die der Tarnung im offenen Wasser dient.

Die fünf Kiemenspalten sind lang und reichen weit auf die Oberseite des Kopfes. Die erste Rückenflosse ist groß und sichelförmig, die zweite deutlich kleiner. Die Brustflossen sind kürzer als der Kopf – ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Langflossen-Makohai (Isurus paucus), dessen Brustflossen mindestens so lang wie der Kopf sind. Der Schwanzstiel trägt beidseitig ausgeprägte Seitenkiele, und die Schwanzflosse ist nahezu halbmondförmig (lunatenförmig) mit annähernd gleich langen Ober- und Unterlappen. Die Placoidschuppen sind klein und glatt, was den Strömungswiderstand minimiert.

Charakteristisch sind die langen, schlanken und leicht nach außen gebogenen Zähne, die auch bei geschlossenem Maul sichtbar bleiben. Im Oberkiefer stehen sie schmaler und gerader als im Unterkiefer, wo sie etwas stärker gekrümmt sind.

Lebensraum & Verbreitung

Der Kurzflossen-Makohai bewohnt die offenen Ozeane aller tropischen und gemäßigten Zonen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom westlichen Atlantik (Neuengland bis Argentinien) über den östlichen Atlantik (Norwegen bis Südafrika), den Indischen Ozean bis in den gesamten Pazifik. Im Mittelmeer kommt er ebenfalls vor, wenn auch in abnehmender Zahl.

Als epipelagische bis mesopelagische Art hält sich der Makohai überwiegend in den oberen Wasserschichten bis etwa 150 m Tiefe auf, kann aber Tauchgänge bis über 700 m unternehmen. Er bevorzugt Wassertemperaturen zwischen 17 und 22 °C, toleriert jedoch ein breiteres Spektrum. Sein Habitat ist das offene Meer; Küstennähe sucht er nur gelegentlich auf, etwa in Gebieten mit steilem Kontinentalschelf oder in der Nähe von Inseln. Der Langflossen-Makohai bewohnt ein ähnliches Verbreitungsgebiet, lebt aber tendenziell in wärmeren und tieferen Wasserschichten und wird deutlich seltener gesichtet.

Ernährung

Der Makohai ist ein aktiver Hochseejäger. Seine Nahrung besteht vorwiegend aus schnellen pelagischen Fischen wie Makrelen, Thunfischen, Schwertfischen, Heringen und Bonitos. Daneben erbeutet er Kopffüßer, insbesondere Kalmare, sowie gelegentlich andere Haie, Rochen und Meeresschildkröten. Größere Exemplare sind in der Lage, Beutetiere von beträchtlicher Größe zu überwältigen – es wurden Schwertfische von über 100 kg im Magen von Makohaien dokumentiert.

Die Jagdstrategie basiert auf Geschwindigkeit und vertikalen Angriffen. Der Makohai nähert sich seiner Beute häufig von unten und nutzt dabei seine Gegenzeichnung zur Tarnung. Die spitzen, greifzahnartigen Zähne sind auf das Festhalten schneller, glatter Beute spezialisiert – im Gegensatz zu den dreieckigen Schneidezähnen etwa des Weißen Hais (Carcharodon carcharias), der ebenfalls zur Familie der Lamnidae gehört.

Verhalten & Lebensweise

Makohaie sind Einzelgänger ohne feste Revierbildung. Sie unternehmen weite Wanderungen, die saisonal durch Wassertemperatur und Beutetierangebot gesteuert werden. Telemetrische Studien haben Wanderstrecken von mehreren tausend Kilometern dokumentiert, darunter transatlantische Überquerungen.

Die Art zählt zu den endothermen Haien: Durch ein Gegenstromprinzip in den Blutgefäßen (Rete mirabile) kann der Makohai seine Körpertemperatur um bis zu 7 °C über die Umgebungstemperatur anheben. Diese regionale Endothermie betrifft vor allem die Schwimmmuskulatur, das Gehirn und die Augen. Sie verschafft dem Tier eine höhere Muskelleistung und schnellere Reaktionsfähigkeit in kühlem Wasser.

Die Schwimmgeschwindigkeit des Makohais wird auf reguläre Geschwindigkeiten von 35 km/h und Spitzenwerte von bis zu 70 km/h geschätzt. Er ist zudem für spektakuläre Sprünge aus dem Wasser bekannt, bei denen er Höhen von bis zu 6 m erreichen kann. Ob dieses Verhalten der Parasitenentfernung, der Jagd oder der Kommunikation dient, ist nicht abschließend geklärt.

Fortpflanzung & Aufzucht

Der Makohai ist lebendgebärend mit Oophagie – die sich entwickelnden Embryonen ernähren sich im Uterus von unbefruchteten Nähreiern, die das Muttertier produziert. Diese Form der Fortpflanzung wird als ovovivipar mit intrauteriner Oophagie klassifiziert. Eine Plazentaverbindung besteht nicht.

Die Tragzeit beträgt etwa 15 bis 18 Monate. Ein Wurf um