Pacman-Frosch
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Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Ceratophrys ornata (Schmuckhornfrosch); weitere Arten der Gattung: Ceratophrys cranwelli (Chaco-Hornfrosch), Ceratophrys cornuta (Surinam-Hornfrosch)
- Ordnung: Froschlurche (Anura)
- Familie: Hornfrösche (Ceratophryidae)
- Gattung: Ceratophrys
- Lebensraum: Subtropische und tropische Grasländer, Feuchtgebiete, Waldränder Südamerikas
- Größe: 10–17 cm (Weibchen größer als Männchen)
- Gewicht: 200–500 g, in Einzelfällen über 600 g
- Lebenserwartung: 7–10 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis zu 15 Jahre
Aussehen & Merkmale
Der Pacman-Frosch verdankt seinen populären Namen der auffälligen Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Videospielfigur: ein rundlicher, gedrungener Körper und ein extrem großes Maul, das fast die Hälfte der Körpervorderseite einnimmt. Die wissenschaftliche Bezeichnung der Gattung, Ceratophrys, leitet sich von den griechischen Wörtern für „Horn" und „Augenbraue" ab und verweist auf die hornartigen Hautfortsätze oberhalb der Augen, die je nach Art unterschiedlich stark ausgeprägt sind.
Die Haut ist glatt bis leicht warzig und zeigt eine kräftige Musterung. Bei Ceratophrys ornata, der am häufigsten gehaltenen Art, dominieren sattgrüne und dunkelbraune Flecken auf hellerem Grund. Durch selektive Zucht existieren heute zahlreiche Farbvarianten – darunter Albino, Strawberry und Chocolate – die ausschließlich in Terrarienhaltung vorkommen. Die Augen sind verhältnismäßig groß, die Pupillen horizontal geschlitzt. Die kurzen, kräftigen Hinterbeine eignen sich weniger zum Springen als vielmehr zum Eingraben in lockeres Substrat. An den Hinterfüßen befinden sich Grabschwielen, die diesen Vorgang erleichtern.
Ein markantes Merkmal ist der starke Geschlechtsdimorphismus: Weibchen erreichen Körperlängen von bis zu 17 cm, während Männchen selten mehr als 12 cm messen. Männchen verfügen zudem über dunkle Schallblasen an der Kehle und entwickeln während der Paarungszeit Brunstschwielen an den Daumen.
Lebensraum & Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Ceratophrys erstreckt sich über weite Teile Südamerikas. Ceratophrys ornata besiedelt die Pampa-Region Argentiniens, Uruguays und Südbrasiliens. Ceratophrys cranwelli bewohnt den trockeneren Gran Chaco in Argentinien, Paraguay und Bolivien. Ceratophrys cornuta hingegen ist in den tropischen Regenwäldern des Amazonasbeckens heimisch.
Das bevorzugte Habitat umfasst feuchte Grasländer, saisonal überflutete Senken, Waldlichtungen und die Uferzonen von Gewässern. Die Tiere halten sich stets in Bodennähe auf und meiden offenes Wasser. Entscheidend für die Habitatwahl ist ein lockeres, grabfähiges Substrat – sei es feuchte Erde, Laubstreu oder schlammiger Boden –, in das sich die Frösche eingraben können. In Trockenperioden ziehen sie sich tief in den Boden zurück und bilden einen pergamentartigen Kokon aus eingetrockneten Hautschichten, der sie vor Austrocknung schützt.
Ernährung
Pacman-Frösche sind ausgesprochene Lauerjäger und extrem opportunistische Fresser. Sie vergraben sich bis auf Augenhöhe im Substrat und warten reglos auf vorbeikommende Beute. Nähert sich ein Beutetier in Reichweite, schnellt der Frosch mit weit aufgerissenem Maul hervor und schnappt zu. Die kräftigen Kiefer sind mit zahnähnlichen Knochenfortsätzen (Vomerzähne am Gaumen und bei einigen Arten winzige Oberkieferzähne) besetzt, die das Festhalten selbst glitschiger Beute ermöglichen. Die Bisskraft ist für einen Frosch dieser Größe außerordentlich hoch.
Das Nahrungsspektrum ist breit gefächert und umfasst Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer, kleinere Frösche – einschließlich Artgenossen –, Eidechsen und kleine Nagetiere. In Gefangenschaft werden häufig Heimchen, Schaben, Regenwürmer und gelegentlich neugeborene Mäuse verfüttert. Die Tiere sind nicht wählerisch und versuchen grundsätzlich alles zu fressen, was sich bewegt und in das Maul passt. Überfütterung stellt in der Terrarienhaltung ein häufiges Problem dar und führt zu Fettleibigkeit und Lebererkrankungen.
Verhalten & Lebensweise
Pacman-Frösche sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber sitzen sie eingegraben an einer Stelle und bewegen sich kaum. Die Tiere sind strikte Einzelgänger und zeigen keine soziale Interaktion außerhalb der Paarungszeit. Treffen zwei Individuen aufeinander, kommt es häufig zu kannibalischen Übergriffen – selbst gleichgroße Artgenossen werden als potenzielle Beute behandelt. Ein Revierverhalten im engeren Sinne ist nicht bekannt; die Tiere verteidigen weniger ein Territorium als vielmehr ihren unmittelbaren Sitzplatz.
Bei Bedrohung reagieren Pacman-Frösche mit Abwehrverhalten: Sie blasen sich auf, um größer zu wirken, und können kräftig zubeißen. Der Biss ist zwar nicht giftig, aber schmerzhaft und wird dank der Kiefermuskulatur mit erstaunlicher Ausdauer gehalten.
Fortpflanzung & Aufzucht
Die Fortpflanzung ist an die Regenzeit gekoppelt. Männchen beginnen nach starken Regenfällen mit ihren Balzrufen, die als kurze, bellende Lautfolgen beschrieben werden. Die Rufe locken paarungsbereite Weibchen zu tempor