Pantherkröte
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Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Bufo pardalis
- Ordnung: Froschlurche (Anura)
- Familie: Kröten (Bufonidae)
- Gattung: Sclerophrys (früher Bufo)
- Lebensraum: Fynbos, Küstengestrüpp, Gärten und landwirtschaftliche Flächen im südlichen Afrika
- Größe: 8–14 cm (Kopf-Rumpf-Länge)
- Gewicht: 30–120 g
- Lebenserwartung: ca. 10–12 Jahre in freier Wildbahn
Aussehen & Merkmale
Die Pantherkröte verdankt ihren deutschen und englischen Trivialnamen (Leopard Toad) dem auffälligen Fleckenmuster auf ihrer Oberseite. Die Grundfärbung der warzigen Haut variiert von hellem Gelbbraun bis Olivgrün, darauf verteilen sich symmetrisch angeordnete, dunkelbraune bis rotbraune Flecken mit hellen Rändern. Dieses Muster erinnert an die Rosetten eines Leopardenfells und ist bei jedem Individuum einzigartig – Feldforscher nutzen es zur fotografischen Identifikation einzelner Tiere.
Der Körperbau ist gedrungen und kräftig, typisch für bodenlebende Kröten. Der Kopf ist breit, die Schnauze abgerundet. Hinter den großen, kupferfarbenen Augen mit horizontaler Pupille sitzen gut sichtbare Parotoiddrüsen (Ohrdrüsen), die bei Bedrohung ein milchiges Hautsekret absondern. Die Hinterbeine sind im Vergleich zu echten Fröschen relativ kurz, weshalb sich die Pantherkröte eher gehend als springend fortbewegt. Die Unterseite ist cremefarben bis weiß, meist ohne Flecken. Männchen bleiben deutlich kleiner als Weibchen und besitzen während der Paarungszeit dunkle Brunftschwielen an den Daumen.
Lebensraum & Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der Pantherkröte beschränkt sich auf die südwestliche Kapregion Südafrikas. Sie kommt von der Kap-Halbinsel entlang der Küste bis etwa Agulhas vor, wobei isolierte Populationen auch weiter östlich bis in die Gegend von Pearly Beach nachgewiesen wurden. Damit zählt sie zu den endemischen Amphibienarten des Kap-Florenreichs.
Als bevorzugtes Habitat dienen der Fynbos, die für das Westkap typische Strauchvegetation, sowie Küstendünen, sandige Tieflandgebiete und Strandveld-Vegetation. Die Art hat sich teilweise an menschliche Siedlungsräume angepasst und besiedelt Gärten, Parks und Brachflächen in den Vororten von Kapstadt – insbesondere in den Stadtteilen Fish Hoek, Noordhoek und Kommetjie. Zur Fortpflanzung benötigt sie temporäre oder permanente Süßwassergewässer wie Weiher, Vleis (flache Küstenseen), Rückhaltebecken und überflutete Senken.
Ernährung
Die Pantherkröte ist ein opportunistischer Insektenfresser. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Käfer, Ameisen, Termiten, Schnecken, Tausendfüßer, Spinnen und gelegentlich kleinere Frösche. Die Beute wird durch schnelles Vorstülpen der klebrigen Zunge erfasst. Wie bei den meisten Kröten erfolgt die Nahrungssuche vorwiegend am Boden, wobei die Tiere langsam durch ihr Revier streifen und auf Bewegungsreize potenzieller Beutetiere reagieren. Größere Beutetiere werden mit Hilfe der Vorderbeine zum Maul geschoben.
Verhalten & Lebensweise
Die Pantherkröte ist überwiegend nachtaktiv. Tagsüber verbirgt sie sich unter Steinen, in Erdlöchern, unter Laub oder in Komposthaufen. Während der kühlen, regenreichen Wintermonate (Mai bis August) auf der Südhalbkugel ist sie besonders aktiv, da sie – anders als viele Krötenarten der Nordhalbkugel – keinen Winterschlaf hält, sondern gerade in dieser Zeit ihre Fortpflanzungsperiode beginnt.
Außerhalb der Paarungszeit leben Pantherkröten einzelgängerisch. Sie zeigen eine gewisse Standorttreue und kehren oft zu denselben Tagesverstecken zurück. Bei Gefahr blähen sie ihren Körper auf und senken den Kopf, um größer zu wirken. Das von den Parotoiddrüsen abgesonderte Sekret enthält Bufotoxine, die für viele Fressfeinde ungenießbar oder giftig sind. Zu den natürlichen Prädatoren zählen Schlangen, Reiher und größere Raubsäuger.
Fortpflanzung & Aufzucht
Die Paarungszeit fällt in die Wintermonate von Juli bis September. Nach ergiebigen Regenfällen wandern die Tiere zu ihren angestammten Laichgewässern, wobei sie teilweise Strecken von über einem Kilometer zurücklegen. Während dieser Laichwanderung überqueren viele Individuen Straßen, was zu erheblicher Mortalität durch den Verkehr führt.
Die Männchen erreichen das Gewässer zuerst und locken die Weibchen mit tiefen, pulsierenden Rufen an. Der Balzruf klingt wie ein kurzes, nasales Schnarren, das in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Bei der Paarung umklammert das Männchen das Weibchen in der für Froschlurche typischen Amplexus-Haltung. Das Weibchen legt anschließend lange, doppelreihige Laichschnüre mit mehreren tausend Eiern in seichtes Wasser ab. Die Embryonalentwicklung dauert je nach Wassertemperatur vier bis zehn Tage. Die schwarzen Kaulquappen durchlaufen über einen Zeitraum von etwa acht bis zwölf Wochen die Metamorphose, bevor sie als wenige Millimeter große Jungkröten das Wasser verlassen. Eine elterliche Fürsorge nach dem Laichen findet nicht statt.
Bedrohung & Schutzstatus
Die IUCN stuft die Pantherkröte (Sclerophrys pardalis) als „Endangered" (stark gefährdet) ein. Das ohnehin kleine Ver