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Regenbogenforelle

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – heimisch

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Oncorhynchus mykiss
  • Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
  • Familie: Lachsfische (Salmonidae)
  • Gattung: Pazifische Lachse (Oncorhynchus)
  • Lebensraum: Kalte, sauerstoffreiche Fließ- und Stillgewässer
  • Größe: 30–80 cm, in Ausnahmefällen über 100 cm
  • Gewicht: 1–10 kg, Maximalgewichte über 20 kg dokumentiert
  • Lebenserwartung: 6–11 Jahre

Aussehen & Merkmale

Die Regenbogenforelle besitzt den typischen, seitlich leicht abgeflachten und stromlinienförmigen Körperbau der Salmoniden. Ihr Rücken ist olivgrün bis stahlblau gefärbt, die Flanken schimmern silbrig, und die Bauchseite erscheint weißlich bis cremig. Das namensgebende Merkmal ist ein breites, irisierendes Band, das sich in Rosatönen über die gesamte Körperflanke vom Kiemendeckel bis zur Schwanzwurzel zieht. Bei Milchnern (Männchen) ist dieses Band besonders während der Laichzeit intensiv ausgeprägt.

Über den gesamten Körper, einschließlich Rücken-, Schwanz- und Fettflosse, verteilen sich zahlreiche kleine, schwarze Punkte. Die Schuppen sind klein und sitzen fest in der Haut. Wie alle Lachsartigen trägt die Regenbogenforelle eine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse – ein diagnostisches Merkmal der Familie Salmonidae. Das Maul ist endständig und reicht bis hinter das Auge. Der Oberkiefer (Maxillare) ist bei adulten Exemplaren verhältnismäßig lang. Milchner entwickeln zur Laichzeit einen ausgeprägten Laichhaken am Unterkiefer.

Lebensraum & Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Regenbogenforelle liegt an der pazifischen Küste Nordamerikas, von Alaska südwärts bis nach Mexiko sowie in Kamtschatka. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Art weltweit in geeignete Gewässer eingesetzt. In Mitteleuropa und damit auch im deutschsprachigen Raum ist sie seit den 1880er-Jahren präsent und heute in vielen Gewässern etabliert, wenngleich sie als Neozoon gilt und nicht zur ursprünglichen heimischen Fischfauna zählt.

Ihr bevorzugtes Habitat sind kühle, sauerstoffreiche Fließgewässer mit kiesigem Grund – insbesondere Bäche und Flüsse der Forellen- und Äschenregion. Sie besiedelt aber auch klare Seen und Talsperren, sofern die Wassertemperatur dauerhaft unter 20 °C bleibt. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 12 und 16 °C. In ihrem pazifischen Ursprungsgebiet existieren neben stationären Süßwasserformen auch anadrome Populationen, die als Steelhead-Forelle (Steelhead Trout) bekannt sind und zum Laichen aus dem Meer in die Flüsse aufsteigen.

In Europa konkurriert die Regenbogenforelle in manchen Biotopen mit der einheimischen Bachforelle (Salmo trutta fario). Wo beide Arten gemeinsam vorkommen, setzt sich häufig die weniger spezialisierte Regenbogenforelle durch, was lokal zu Verdrängungseffekten führen kann.

Ernährung

Die Regenbogenforelle ist ein opportunistischer Raubfisch mit einem breiten Nahrungsspektrum. Juvenile Tiere ernähren sich vorwiegend von Zooplankton, Insektenlarven und kleinen Wirbellosen. Mit zunehmender Körpergröße verschiebt sich das Beutespektrum hin zu aquatischen und terrestrischen Insekten, Bachflohkrebsen, Würmern und Schnecken. Größere Exemplare erbeuten auch Kleinfische und Fischlaich.

Die Nahrungsaufnahme erfolgt überwiegend visuell, weshalb die Art tagsüber bei guten Lichtverhältnissen am aktivsten ist. In strömungsreichen Gewässern steht die Regenbogenforelle häufig an sogenannten Standplätzen hinter Steinen oder in Rinnen, wo sie angetriebene Nahrung mit minimalem Energieaufwand aufnehmen kann. An der Wasseroberfläche steigt sie gezielt nach schlüpfenden Eintagsfliegen, Köcherfliegen und anderen Fluginsekten – ein Verhalten, das sie zu einem klassischen Zielfisch der Fliegenfischerei macht.

Verhalten & Lebensweise

Regenbogenforellen sind tagaktive Fische, die in der Dämmerung und bei bedecktem Himmel besonders rege auf Nahrungssuche gehen. Juvenile Tiere bilden lockere Schwärme, während adulte Individuen zunehmend solitär leben und feste Standplätze in der Strömung verteidigen. Diese Reviere werden vor allem gegenüber Artgenossen behauptet, wobei es zu kurzen Droh- und Verdrängungsaktionen kommt.

Im Vergleich zur Bachforelle gilt die Regenbogenforelle als weniger standorttreu und territorial. Sie toleriert etwas höhere Wassertemperaturen und geringere Wasserqualität, was ihre erfolgreiche Ausbreitung als Besatzfisch begünstigt hat. In Seen unternimmt sie teils ausgedehnte Wanderungen auf der Suche nach Nahrung.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Laichzeit der Regenbogenforelle erstreckt sich in Mitteleuropa von Dezember bis Mai, mit einem Schwerpunkt zwischen Februar und April – und fällt damit zeitlich nicht mit der Laichperiode der Bachforelle (Oktober bis Januar) zusammen. Die Rogner (Weibchen) schlagen mit kräftigen Schwanzschlägen flache Laichgruben in kiesigen Gewässergrund. Dort geben sie ihre Eier ab, die vom Milchner unmittelbar besamt werden. Anschließend bedeckt das Weibchen die befruchteten Eier mit Kies.

Ein Rogner produziert je nach Körpergröße zwischen 1.000 und 5.000 Eier pro Laichvorgang. Die Eier sind mit einem Durchmesser von 3–5 mm relativ groß. Die Entwicklungszeit bis zum Schlupf der Brütlinge hängt stark von der Wassertemperatur ab und beträgt bei 10 °C etwa vier bis fünf Wochen. Die geschlüpften Dottersac