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Rhode-island-red

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Rassen > Hühnerrassen

Steckbrief

  • Herkunft: Rhode Island, USA (Bundesstaaten Rhode Island und Massachusetts)
  • Rassestandard: American Poultry Association (APA) seit 1904; in Europa anerkannt durch den Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und den Europäischen Verband für Geflügel-, Tauben-, Vogel-, Kaninchen- und Caviazucht (EE)
  • Gewichtsklasse: Schweres Huhn (Zwiehuhn)
  • Gewicht Hahn: 3,5 – 3,9 kg
  • Gewicht Henne: 2,5 – 3,0 kg
  • Legeleistung: 200 – 280 Eier pro Jahr
  • Eigewicht: ca. 58 – 62 g, braun bis dunkelbraun
  • Gefieder: Tief dunkelrot bis mahagonibraun; selten weiße Variante
  • Lebenserwartung: 5 – 8 Jahre, bei guter Haltung bis zu 10 Jahre

Herkunft & Geschichte

Das Rhode Island Red gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hühnerrassen der Welt. Seine Ursprünge reichen in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, als Farmer in den US-Bundesstaaten Rhode Island und Massachusetts begannen, einheimische Landschläge mit importierten asiatischen Rassen wie Malaien, Cochins und Shanghai-Hühnern zu kreuzen. Ziel war es, ein robustes, leistungsfähiges Zwiehuhn zu erzüchten, das sowohl eine hervorragende Legeleistung als auch einen ansprechenden Fleischansatz bieten konnte.

Die Abstammung des Rhode Island Red ist also vielschichtig: Neben den asiatischen Rassen flossen vermutlich auch Gene von Leghorns und Plymouth Rocks ein. Im Jahr 1904 wurde die Rasse offiziell von der American Poultry Association mit Einfachkamm anerkannt, 1906 folgte die Variante mit Rosenkamm. In Europa verbreitete sich das Rhode Island Red vor allem ab Anfang des 20. Jahrhunderts rasch und wurde zur Grundlage zahlreicher moderner Hybridzuchtlinien. Noch heute steckt in vielen kommerziellen Legehybriden ein erheblicher Anteil Rhode-Island-Red-Genetik. In Rhode Island selbst ist das Huhn seit 1954 offizielles Staatstier – ein Zeugnis seiner kulturellen Bedeutung.

Aussehen & Rassemerkmale

Das Rhode Island Red ist ein kräftiges, langgestrecktes Huhn mit waagerechter Körperhaltung und einem insgesamt rechteckigen Körperbau. Der Rücken verläuft lang und flach, die Brust ist breit und tief. Die Läufe sind gelb und kräftig, unbefiedert. Der Rassestandard fordert ein tiefes, gleichmäßiges Dunkelrot bis Mahagonibraun im Gefieder, das einen satten, warmen Glanz zeigt. Schwarze Anteile in Schwanz und Flügeln sind bei Hennen und Hähnen üblich und erwünscht. Weißliche Federn gelten als Zuchtfehler.

Der Kopf ist mittelgroß mit einem aufrechten Einfachkamm, der fünf bis sieben gleichmäßige Zacken aufweist. Die Rosenkamm-Variante besitzt einen flach anliegenden, feingeperlten Kamm, der in einem runden Dorn ausläuft. Die Ohrscheiben sind rot, ebenso die Kehllappen. Die Augen sind orangerot und verleihen dem Huhn einen aufmerksamen, lebhaften Ausdruck. Der Schnabel ist hornfarben bis gelblich mit dunkler Spitze.

Neben der weitaus bekannteren roten Farbvariante existiert auch das Rhode Island White, das als eigenständige Rasse geführt wird. Die Zwergform des Rhode Island Red – das Zwerg-Rhode-Island – bringt es auf etwa 1,0 bis 1,2 kg bei Hennen und wird von Zuchtverbänden ebenfalls anerkannt.

Charakter & Wesen

Rhode Island Reds gelten als ruhige, ausgeglichene und gleichzeitig aktive Hühner. Sie sind neugierig, zutraulich und gewöhnen sich schnell an ihren Halter, ohne dabei aufdringlich zu werden. Viele Halter beschreiben sie als gutmütig und unkompliziert im Umgang. Die Hennen sind fleißige, zuverlässige Legerinnen und selten brütig, was sie für die Eiererzeugung besonders wertvoll macht.

Hähne können territorial und wachsam auftreten, wobei sie ihre Herde aufmerksam vor Beutegreifern warnen. Gegenüber anderen Hühnerrassen zeigen sich Rhode Island Reds bisweilen dominant. In gemischten Gruppen sollte man die Rangordnung im Auge behalten, da vor allem Hennen in der Hackordnung durchsetzungsstark sein können. Gegenüber dem Menschen verhalten sie sich in der Regel freundlich und handzahm, besonders wenn sie von klein auf an den Kontakt gewöhnt werden.

Haltung & Pflege

Das Rhode Island Red ist ein ausgesprochen pflegeleichtes und anpassungsfähiges Huhn. Es eignet sich sowohl für die Freilandhaltung als auch für die Haltung mit begrenztem Auslauf. Ein großzügiger Auslauf mit Grünfläche, Sträuchern und Unterschlupfmöglichkeiten kommt dem natürlichen Bewegungsdrang und der Futtersuche jedoch sehr entgegen. Die Tiere sind aktive Futtersucher und reduzieren den Futterbedarf bei ausreichend Freilauf spürbar.

Der Stall sollte trocken, gut belüftet und zugfrei sein. Pro Tier sind mindestens 0,5 Quadratmeter Stallfläche und 8 bis 10 Quadratmeter Auslauffläche empfehlenswert. Sitzstangen in etwa 60 bis 80 cm Höhe werden gern angenommen. Ein Sandbad zur Gefiederpflege sollte stets zur Verfügung stehen, da es Parasiten wie Milben und Federlingen vorbeugt.

Die Gefiederpflege ist beim Rhode Island Red unkompliziert. Das dichte, fest anliegende Federkleid ist wetterfest und schützt die Tiere auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig. Im Winter ist lediglich darauf zu achten, dass Kämme und Kehllappen bei strengem Frost nicht erfrieren – besonders bei der Einfachkamm-Variante kann hier Vaseline vorbeugend aufgetragen werden.

Ernährung

Als leistungsstarke Legerinnen haben Rhode Island