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Sallander

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Rassen > Kaninchenrassen

Steckbrief

  • Herkunft: Niederlande
  • Rassestandard: Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK), auch anerkannt im niederländischen Zuchtverband (NKB)
  • Gewichtsklasse: Mittelgroße Rasse
  • Gewicht: 3,5 – 4,5 kg (Idealgewicht ca. 4,0 kg)
  • Körperlänge: ca. 45 – 50 cm
  • Lebenserwartung: 8 – 12 Jahre
  • Fell: Kurzes, dichtes Normalhaarfell mit feiner, gleichmäßiger Unterwolle
  • Farbe: Helle, rahmweiße bis elfenbeinfarbene Grundfarbe mit graubrauner Schattierung an Rücken, Flanken, Kopf und Ohren; dunkler Aalstrich

Herkunft & Geschichte

Der Sallander ist eine vergleichsweise junge Kaninchenrasse, die in den 1970er-Jahren in den Niederlanden entstand. Namensgeber ist die niederländische Ortschaft Salland in der Provinz Overijssel. Der Züchter, der diese Rasse begründete, verfolgte das Ziel, ein mittelgroßes Kaninchen mit einem besonders edlen, hellen Farbbild zu schaffen, das gleichzeitig einen kompakten, fleischigen Körperbau aufweist.

Die Abstammung des Sallanders lässt sich auf gezielte Kreuzungen aus Thüringern und hellen Chinchilla-Kaninchen zurückführen. Durch strenge Selektion wurde die charakteristische rahmweiße Grundfarbe mit der zarten graubraunen Schattierung gefestigt. In den Niederlanden erlangte die Rasse rasch Anerkennung durch den nationalen Zuchtverband. In Deutschland wurde der Sallander vom ZDRK in den Rassestandard aufgenommen und wird seitdem auf Bundes- und Landesschauen bewertet. Trotz seiner attraktiven Erscheinung ist der Sallander in der deutschen Zuchtlandschaft nach wie vor eine eher seltene Rasse, die vor allem von spezialisierten Züchtern gepflegt wird.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Sallander zeigt einen walzenförmigen, leicht gedrungenen Körperbau mit gut bemuskelter Hinterpartie und breiter Brustpartie. Der Rücken verläuft gleichmäßig gewölbt, ohne sichtbare Einsenkungen. Die kräftigen, mittellangen Läufe stehen parallel und tragen den Körper stabil. Der Kopf ist breit und sitzt dicht am Rumpf, bei Häsinnen ist eine kleine, gut geformte Wamme zulässig.

Die aufrecht stehenden Ohren sind fleischig, gut behaart und erreichen eine Länge von etwa 11 bis 13 cm. Die Augen sind dunkelbraun und verleihen dem Sallander einen aufmerksamen, lebhaften Ausdruck.

Das eigentliche Markenzeichen dieser Rasse ist die Fellfarbe. Die Grundfarbe ist ein helles, warmes Rahmweiß bis Elfenbein. Darüber liegt eine zarte, gleichmäßig verteilte graubraune Schattierung, die an Rücken, Flanken, Kopf und den Ohraußenseiten am deutlichsten hervortritt. Der Aalstrich entlang der Wirbelsäule ist dunkel abgesetzt. Der Bauch, die Innenseiten der Läufe und die Unterseite der Blume sind deutlich heller. Diese sanfte Farbabstufung erinnert an einen Perlmuttschimmer und unterscheidet den Sallander deutlich von verwandten Rassen wie dem Thüringer oder dem Marderkaninchen. Das Fell selbst ist dicht, griffig und mit einer feinen Unterwolle durchsetzt, was dem Haarkleid einen seidigen Glanz verleiht.

Charakter & Wesen

Der Sallander gilt als ausgeglichenes, gutmütiges Kaninchen mit einem ruhigen, aber keineswegs teilnahmslosen Temperament. Er zeigt sich neugierig und aufmerksam, lässt sich bei regelmäßigem Umgang schnell zähmen und wird ausgesprochen zutraulich. Gegenüber seinen Haltern entwickelt er eine enge Bindung und zeigt sich treu und anhänglich.

In der Gruppe verhält sich der Sallander in der Regel sozialverträglich. Wie bei allen Kaninchenrassen empfiehlt sich die Haltung mit mindestens einem Artgenossen, da Einzelhaltung dem natürlichen Sozialverhalten widerspricht. Junge Sallander sind durchaus verspielt und bewegen sich gerne. Auch erwachsene Tiere schätzen Abwechslung und Beschäftigung in ihrem Gehege. Als wachsam kann man den Sallander insofern bezeichnen, als er auf ungewohnte Geräusche oder plötzliche Bewegungen aufmerksam reagiert – typisch für ein Kaninchen, das sich in seiner Umgebung sicher fühlt.

Haltung & Pflege

Der Sallander stellt keine außergewöhnlichen Anforderungen an seine Haltung, benötigt aber – wie alle mittelgroßen Kaninchenrassen – ausreichend Platz. Ein geräumiges Gehege mit mindestens 2 bis 3 m² pro Tier plus täglichem Auslauf in einem gesicherten Freilaufgehege sollte das Minimum sein. Die Rasse eignet sich sowohl für Außen- als auch für Innenhaltung, sofern extreme Temperaturen vermieden werden und ausreichend Frischluft vorhanden ist.

Die Fellpflege gestaltet sich beim Sallander unkompliziert. Das kurze, dichte Normalhaarfell muss nicht regelmäßig gebürstet werden, profitiert aber während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst von gelegentlichem Auskämmen, um lose Unterwolle zu entfernen. Krallen sollten alle vier bis sechs Wochen kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Zur Beschäftigung eignen sich Tunnel, Heuraufen, erhöhte Liegeflächen und Nagematerial aus unbehandeltem Holz.

Ernährung

Die Grundlage der Ernährung bildet hochwertiges Heu, das rund um die Uhr verfügbar sein muss. Es sorgt für den notwendigen Zahnabrieb und eine gesunde Verdauung. Ergänzend sollte täglich frisches Grünfutter angeboten werden: Wiesenkräuter, Löwenzahn, Spitzwegerich, Petersilie sowie Blattgemüse wie Chicorée, Endivie und Feldsalat. Gemüse wie Möhren, Fenchel, Sellerie und Brokkoli runden den