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Seefrosch

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Tierart – Amphibien > Froschlurche – Frösche

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Pelophylax ridibundus (Pallas, 1771)
  • Ordnung: Froschlurche (Anura)
  • Familie: Echte Frösche (Ranidae)
  • Gattung: Wasserfrösche (Pelophylax)
  • Lebensraum: Stehende und langsam fließende Gewässer, Flussauen, Seen, Teiche, Kanäle
  • Größe: 9–17 cm (Kopf-Rumpf-Länge), selten bis 18 cm
  • Gewicht: 30–120 g, große Weibchen gelegentlich bis 150 g
  • Lebenserwartung: 5–12 Jahre in freier Natur

Aussehen & Merkmale

Der Seefrosch ist die größte einheimische Wasserfroschart und zugleich einer der größten Froschlurche Europas. Ausgewachsene Weibchen erreichen Kopf-Rumpf-Längen von über 15 cm und übertreffen damit deutlich die verwandten Arten Kleiner Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) und Teichfrosch (Pelophylax esculentus).

Die Grundfärbung der Oberseite variiert von olivgrün über bräunlich bis graugrün. Viele Individuen zeigen eine helle, gelblich-grüne Rückenmittellinie, die sich vom Kopf bis zur Kloake erstreckt. Die Haut ist mit unregelmäßigen dunklen Flecken übersät und weist ausgeprägte Drüsenleisten (Dorsalfalten) auf, die sich seitlich entlang des Rückens ziehen. Die Unterseite ist weißlich bis hellgrau, oft mit dunkler Marmorierung – ein Merkmal, das den Seefrosch vom häufig reinweiß gefärbten Bauch des Kleinen Wasserfroschs unterscheidet.

Die Hinterbeine sind kräftig, lang und mit ausgedehnten Schwimmhäuten zwischen den Zehen versehen. Der Fersenhöcker (Metatarsaltuberkel) ist flach und klein, was ihn von Pelophylax lessonae mit dessen großem, halbkugelförmigem Fersenhöcker abgrenzt. Die Schallblasen der Männchen sind grau bis dunkelgrau gefärbt, im Gegensatz zu den weißen Schallblasen des Kleinen Wasserfroschs. Dieses Merkmal ist während der Rufaktivität besonders gut erkennbar.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Seefroschs erstreckt sich von Frankreich über Mittel- und Südosteuropa bis nach Zentralasien. In Deutschland kommt die Art vor allem entlang großer Flusstäler wie Rhein, Donau, Elbe und Oder vor. Seit dem 20. Jahrhundert hat sich das Areal durch Aussetzungen und Verschleppungen erheblich ausgeweitet, sodass der Seefrosch heute auch in Regionen vorkommt, in denen er ursprünglich nicht heimisch war – etwa in Nordwestdeutschland, den Niederlanden und Großbritannien.

Als Habitat bevorzugt Pelophylax ridibundus größere, sonnige Gewässer mit reicher Ufervegetation. Typische Biotope sind Altarme, Baggerseen, Fischteiche, Stauseen und breite Gräben in Flussauen. Im Gegensatz zum Kleinen Wasserfrosch meidet der Seefrosch kleine, beschattete Waldtümpel und ist stärker an das Wasser gebunden als viele andere europäische Amphibien. Er hält sich ganzjährig in Gewässernähe auf und entfernt sich selten mehr als wenige Meter vom Ufer.

Ernährung

Der Seefrosch ist ein opportunistischer Jäger mit einem breiten Nahrungsspektrum. Den Hauptanteil der Beute bilden Insekten, darunter Käfer, Libellen, Fliegen und Heuschrecken. Daneben frisst er Spinnen, Schnecken und Regenwürmer. Große Exemplare erbeuten gelegentlich auch kleine Wirbeltiere wie junge Frösche anderer Arten, Molche, Jungfische und sogar nestjunge Mäuse. Kaulquappen ernähren sich überwiegend von Algen, Detritus und weichen Pflanzenteilen, nehmen aber auch tierische Nahrung wie Aas oder Kleinorganismen auf.

Die Beuteerfassung erfolgt durch einen schnellen Zungenschlag. Größere Beutetiere werden mit den Vorderbeinen zum Maul geführt. Der Seefrosch jagt vorwiegend am Gewässerrand, auf Schwimmpflanzen sitzend oder in der ufernahen Vegetation.

Verhalten & Lebensweise

Seefrösche sind überwiegend tagaktiv, zeigen aber in warmen Sommernächten auch nächtliche Aktivität. Sie sonnen sich regelmäßig an Uferböschungen, auf Seerosenblättern oder auf Steinen. Bei Störung springen sie mit einem weiten Satz ins Wasser und tauchen zum Gewässergrund ab.

Die Art ist gesellig und bildet oft größere Ansammlungen an günstigen Sonnenplätzen. Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit ein ausgeprägtes Rufverhalten und verteidigen kleine Rufreviere gegenüber Artgenossen. Der Ruf ist ein lautes, lachendes Quaken, das dem Seefrosch seinen wissenschaftlichen Artnamen „ridibundus" (lateinisch: lachend) eingebracht hat. Rufchöre können in warmen Nächten eine beträchtliche Lautstärke erreichen.

Die Überwinterung erfolgt am Gewässergrund, eingegraben im Schlamm. Im Gegensatz zu vielen Braunfröschen überwintern Seefrösche streng aquatisch und suchen keine Landquartiere auf. Sie tolerieren dabei niedrige Sauerstoffgehalte und nehmen Sauerstoff teilweise über die Haut auf.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Fortpflanzungszeit beginnt relativ spät im Frühjahr, meist im Mai, und kann sich bis in den Juni oder Juli erstrecken. Die Balz findet im Wasser statt, wobei die Männchen mit aufgeblähten grauen Schallblasen intensiv rufen, um Weibchen anzulocken. Die Paarung erfolgt in der für Froschlurche typischen Amplexus-Stellung, bei der das Männchen das Weibchen in der Lendengegend umklammert (inguinaler Amplexus ist bei Raniden allerdings selten – bei Pelophylax wird ein axialer Amplexus ausgeübt).

Ein Weibchen legt zwischen