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Spitzschwanzamadine

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Tierart – Vögel > Tropische & exotische Vögel

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Poephila acuticauda
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Familie: Prachtfinken (Estrildidae)
  • Gattung: Poephila
  • Lebensraum: Trockene Savannen, offene Graslandschaften und lichte Waldgebiete im nördlichen Australien
  • Größe: 15–17 cm (einschließlich der verlängerten Schwanzfedern)
  • Gewicht: 15–20 g
  • Lebenserwartung: 6–8 Jahre in freier Wildbahn, bis zu 10 Jahre in menschlicher Obhut

Aussehen & Merkmale

Die Spitzschwanzamadine gehört zu den mittelgroßen Vertretern der Familie der Prachtfinken. Ihr auffälligstes Merkmal sind die beiden stark verlängerten, spitz zulaufenden mittleren Steuerfedern des Schwanzes, die dem Vogel seinen deutschen Namen geben. Diese Federn ragen deutlich über die restlichen Schwanzfedern hinaus und verleihen dem Tier eine elegante, gestreckte Silhouette.

Das Gefieder der Spitzschwanzamadine ist überwiegend in sanften Braun- und Beigetönen gehalten. Die Oberseite zeigt ein warmes Zimtbraun bis Sandbraun, während die Unterseite heller, oft cremefarben bis weißlich gefärbt ist. Ein breites schwarzes Kehlband zieht sich quer über die obere Brust und kontrastiert deutlich mit dem umgebenden hellen Gefieder. Die Flanken tragen bei vielen Individuen eine zarte lachsfarbene Tönung.

Es existieren zwei anerkannte Unterarten, die sich vor allem in der Schnabelfarbe unterscheiden: Poephila acuticauda acuticauda besitzt einen gelben bis orangegelben Schnabel, während Poephila acuticauda hecki – auch als Hecks Spitzschwanzamadine bezeichnet – einen leuchtend roten Schnabel trägt. Die Augen sind dunkelbraun, die Beine und Füße fleischfarben bis rosagrau. Ein auffälliger schwarzer Zügelstreif verläuft vom Schnabelansatz zum Auge. Die Geschlechter sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden; Männchen weisen tendenziell ein breiteres Brustband auf und singen deutlich häufiger als Weibchen.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Spitzschwanzamadine erstreckt sich über den Norden Australiens, von der Kimberley-Region in Western Australia über das Northern Territory bis in den nordwestlichen Teil von Queensland. Die Art besiedelt bevorzugt trockene, offene Savannen mit einzeln stehenden Bäumen und Sträuchern, lichte Eukalyptuswälder sowie Graslandschaften in der Nähe von Wasserstellen.

Das Habitat ist typischerweise durch ein semi-arides Klima mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit charakterisiert. Die Nähe zu permanenten oder saisonalen Wasserquellen spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Biotops, da die Spitzschwanzamadine – wie viele Prachtfinken – auf regelmäßige Trinkwasseraufnahme angewiesen ist. In der Nähe menschlicher Siedlungen und landwirtschaftlicher Flächen ist die Art ebenfalls anzutreffen, solange ausreichend Deckung und Wasserverfügbarkeit gegeben sind.

Die gelbschnäblige Nominatform bewohnt den westlichen Teil des Verbreitungsgebiets, während die rotschnäblige Unterart hecki den östlichen Bereich besiedelt. In einer schmalen Übergangszone im Northern Territory kommen Hybriden beider Unterarten vor.

Ernährung

Die Spitzschwanzamadine ernährt sich hauptsächlich granivor, also von Sämereien verschiedener Gräser. Während der Regenzeit, wenn das Samenangebot knapper wird und frisches Grün sprießt, ergänzt sie ihren Speiseplan um kleine Insekten und deren Larven. Diese proteinreiche Zusatznahrung ist besonders während der Brutzeit von Bedeutung, da die heranwachsenden Jungvögel auf tierisches Eiweiß für ihre Entwicklung angewiesen sind.

Die Nahrungssuche erfolgt überwiegend am Boden, wo die Vögel in kleinen Gruppen durch das Gras hüpfen und gezielt reife Samen von den Halmen picken. Auch halbreife, noch milchige Grassamen werden aufgenommen. Zum Trinken suchen die Tiere regelmäßig – meist in den Morgen- und Abendstunden – Wasserstellen auf, wo sie das Wasser saugend aufnehmen, ohne den Kopf heben zu müssen, ähnlich wie Tauben.

Verhalten & Lebensweise

Die Spitzschwanzamadine ist ein tagaktiver Vogel, der außerhalb der Brutzeit in kleinen Schwärmen von 10 bis 30 Individuen lebt. Diese Gruppen durchstreifen gemeinsam ein lockeres Revier auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Die sozialen Bindungen innerhalb der Gruppe sind ausgeprägt; die Vögel pflegen sich gegenseitig das Gefieder und ruhen dicht nebeneinander auf gemeinsamen Schlafästen.

Der Gesang des Männchens ist leise und besteht aus einer Folge zarter, summender und nasaler Töne. Er wird häufig in Verbindung mit einer charakteristischen Balz vorgetragen. Als Kontaktruf dient ein weiches, hohes „tet-tet", das die Gruppenmitglieder untereinander in Verbindung hält. Bei Gefahr stoßen die Vögel kurze, scharfe Warnrufe aus und fliegen geschlossen in nahegelegene Büsche oder Bäume.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit der Spitzschwanzamadine fällt in die zweite Hälfte der Regenzeit, wenn das Nahrungsangebot am reichhaltigsten ist – in den meisten Teilen des Verbreitungsgebiets zwischen Januar und April. Die Balz des Männchens umfasst einen ritualisierten Tanz, bei dem es mit aufgeplustertem Gefieder und erhobenem Schwanz vor dem Weibchen auf einem Ast hin und her hüpft, oft mit einem Grashalm im Schnabel.

Das Nest wird von beiden Partnern gemeinsam errichtet. Es handelt sich um eine kugelförmige, seitlich offene Konstruktion aus Grashalmen und feinen Pflanzenfasern, die in Büschen, Baumhö