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Teufelsrochen

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Tierart – Fische > Knorpelfische – Haie & Rochen

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Mobula mobular (Bonnaterre, 1788)
  • Ordnung: Myliobatiformes (Stechrochenartige)
  • Familie: Mobulidae (Teufelsrochen)
  • Gattung: Mobula
  • Lebensraum: Pelagische und küstennahe Zonen tropischer bis warm-gemäßigter Meere
  • Größe: Spannweite der Brustflossen bis zu 5,2 Meter
  • Gewicht: Bis etwa 350 kg
  • Lebenserwartung: Geschätzt 20 Jahre oder mehr

Aussehen & Merkmale

Teufelsrochen gehören zu den Knorpelfischen und weisen den für Rochen typischen abgeflachten Körperbau auf. Die stark vergrößerten Brustflossen sind seitlich zu breiten, dreieckigen Flächen ausgezogen und verleihen dem Tier im Wasser das Erscheinungsbild eines gleitenden Vogels. Die Oberseite ist dunkelbraun bis blauschwarz gefärbt, die Unterseite überwiegend weiß, teilweise mit dunklen Flecken. Die Haut ist mit winzigen Plakoidschuppen – auch Hautzähnchen genannt – bedeckt, die dem Körper eine raue, sandpapierartige Oberfläche verleihen und den Strömungswiderstand verringern.

Das auffälligste Merkmal sind die beiden hornartigen Kopfflossen, die sogenannten Cephalopoden- oder Kopffinnen. Diese beweglichen, einrollbaren Auswüchse stehen links und rechts am Kopf ab und gaben der Gattung ihren volkstümlichen Namen: Aus der Ferne betrachtet erinnern sie an Teufelshörner. Funktionell dienen sie dazu, bei der Nahrungsaufnahme Wasser und Plankton in Richtung des breiten, endständigen Mauls zu lenken. Die Augen sitzen seitlich am Kopf, die Kiemenspalten befinden sich an der Unterseite. Ein langer, peitschenförmiger Schwanz ohne Giftstachel – im Unterschied zu vielen anderen Stechrochenartigen – komplettiert die Körperform.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Teufelsrochen erstreckt sich über weite Teile des Mittelmeers und des östlichen Atlantiks. Mobula mobular, der Mittelmeer-Teufelsrochen oder Riesenteufelsrochen, ist die größte Art der Gattung Mobula und kommt vorwiegend im Mittelmeer sowie im angrenzenden Nordostatlantik vor. Weitere Arten der Gattung, etwa der Kleine Teufelsrochen (Mobula munkiana) oder der Spinnende Teufelsrochen (Mobula tarapacana), besiedeln tropische und subtropische Gewässer des Pazifiks, Indischen Ozeans und westlichen Atlantiks.

Teufelsrochen bevorzugen pelagische Habitate, also das offene Wasser fernab vom Meeresboden, halten sich aber auch in küstennahen Regionen, über Kontinentalschelfen und in der Nähe von ozeanischen Inseln auf. Sie sind in Tiefen von der Wasseroberfläche bis über 1.000 Meter nachgewiesen worden. Die Tiere unternehmen saisonale Wanderungen und folgen dabei Strömungen und dem Planktonvorkommen. Im Mittelmeer werden sie vor allem in den Sommermonaten an der Oberfläche gesichtet.

Ernährung

Teufelsrochen sind Filtrierer. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Zooplankton, insbesondere Kleinkrebsen wie Euphausiaceen (Krill) und Copepoden, aber auch aus kleinen Schwarmfischen wie Sardinen, Sardellen und Heringen. Beim Fressen schwimmen die Tiere mit weit geöffnetem Maul durch dichte Planktonschwärme. Die Kopfflossen werden dabei aufgefächert und lenken die nahrungsreiche Wassermasse trichterförmig in die Mundhöhle. An den Kiemenbögen sitzen feine Filterstrukturen, sogenannte Kiemenreusen, die Nahrungspartikel aus dem Wasser sieben, während das gefilterte Wasser durch die Kiemenspalten wieder ausströmt. Diese Ernährungsweise ähnelt der von Mantas (Mobula birostris und Mobula alfredi), die seit einer taxonomischen Revision ebenfalls zur Gattung Mobula gestellt werden.

Verhalten & Lebensweise

Teufelsrochen sind tagaktive Schwimmer, die einzeln, in kleinen Gruppen oder in Aggregationen von mehreren Hundert Individuen auftreten. Letztere bilden sich vor allem an Stellen mit hohem Nahrungsangebot oder während der Fortpflanzungszeit. Die Tiere sind ausdauernde Schwimmer und legen auf ihren Wanderungen beträchtliche Strecken zurück.

Ein häufig beobachtetes Verhalten ist das Springen: Teufelsrochen katapultieren sich mit kräftigen Flossenschlägen vollständig aus dem Wasser und landen mit hörbarem Klatschen auf der Wasseroberfläche. Über die Funktion dieses Verhaltens gibt es verschiedene Hypothesen – es könnte der Parasitenentfernung, der Kommunikation innerhalb einer Gruppe oder der Balz dienen. Die Tiere nutzen vertikale Wanderungen im Tagesverlauf: Tagsüber halten sie sich häufig in oberen Wasserschichten auf, nachts tauchen sie in größere Tiefen ab, vermutlich um tieflebenden Planktonschichten zu folgen.

Fortpflanzung & Aufzucht

Wie alle Rochen pflanzen sich Teufelsrochen durch innere Befruchtung fort. Das Männchen führt einen seiner beiden Klasper – die zu Begattungsorganen umgebildeten Bauchflossen-Innenkanten – in die Kloake des Weibchens ein. Teufelsrochen sind ovovivipar: Die Eier entwickeln sich im Uterus des Weibchens, und das Jungtier wird lebend geboren. Pro Wurf wird in der Regel nur ein einzelnes Junges zur Welt gebracht, seltener zwei. Die Tragzeit wird auf etwa 12 bis 13 Monate geschätzt.

Das neugeborene Jungtier hat bereits eine Brustflossen-Spannweite von etwa 130 bis 160 Zentimetern und ist vom Zeitpunkt der Geburt an selbstständig. Eine elterliche Fürsorge findet nicht statt. Die Geschlechtsreife tritt spät ein – bei Weibchen verm