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Banane

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Futter & Ernährung > Futtermittel – pflanzlich

Definition & Überblick

Die Banane (Musa spp.) ist eine tropische Frucht, die in der Tierernährung als pflanzliches Einzelfuttermittel eingesetzt wird. Sie zählt nicht zu den Alleinfuttermitteln, sondern wird ausschließlich als Ergänzungsfuttermittel oder Leckerli in die Futterration integriert. In der Praxis kommen vor allem reife Dessertbananen (Musa × paradisiaca) zum Einsatz, seltener Kochbananen. Das Fruchtfleisch ist weich, leicht verdaulich und aufgrund seines süßen Geschmacks bei vielen Tierarten beliebt. Die Bananenschale ist grundsätzlich ebenfalls fressbar, wird aber wegen möglicher Pestizidbelastung und schwerer Verdaulichkeit nur eingeschränkt empfohlen.

Zusammensetzung & Inhaltsstoffe

Bananen bestehen zu rund 74 % aus Wasser. Der Rest setzt sich überwiegend aus Kohlenhydraten zusammen, wobei der Zuckergehalt mit zunehmender Reife steigt. Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick (bezogen auf 100 g Fruchtfleisch, frisch):

  • Energie: ca. 88–95 kcal
  • Protein (Rohprotein): ca. 1,1 g – damit ist die Banane ein ausgesprochen proteinarmes Futtermittel
  • Fett (Rohfett): ca. 0,3 g – praktisch fettfrei
  • Rohfaser: ca. 2,6 g – moderater Ballaststoffgehalt, hauptsächlich Pektin und resistente Stärke
  • Kohlenhydrate: ca. 20–23 g, davon etwa 12 g Zucker (Glukose, Fruktose, Saccharose)
  • Vitamine: nennenswerte Gehalte an Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin C, Folsäure und Niacin
  • Mineralstoffe: reich an Kalium (ca. 360 mg/100 g), daneben Magnesium, Phosphor und geringe Mengen Calcium, Eisen und Zink

Unreife, grüne Bananen enthalten mehr resistente Stärke und weniger Zucker. Diese resistente Stärke wirkt präbiotisch und kann die Darmflora positiv beeinflussen, ist jedoch bei empfindlichen Tieren schwerer verdaulich. Überreife Bananen mit brauner Schale weisen den höchsten Zuckergehalt auf und sollten daher nur in kleinen Mengen verfüttert werden.

Für welche Tiere geeignet?

Bananen eignen sich als Ergänzungsfuttermittel für eine Reihe von Tierarten, jedoch nicht für alle gleichermaßen:

  • Hunde: Gut verträglich in kleinen Mengen. Banane kann als kalorienarmes Leckerli oder zur Aufwertung der Futterration bei Schonkost dienen. Bei Durchfall liefert die enthaltene Pektinfraktion eine gewisse Bindewirkung.
  • Katzen: Banane wird von den meisten Katzen geschmacklich abgelehnt. Der hohe Kohlenhydratgehalt entspricht nicht dem natürlichen Nährstoffprofil obligater Karnivoren. Wenn überhaupt, nur in minimalen Mengen anbieten.
  • Pferde: Beliebtes Leckerli. Pferde vertragen reife Bananen gut, auch die Schale wird häufig mitgefressen. Die Futtermenge sollte jedoch begrenzt bleiben, da der Zuckergehalt bei stoffwechselempfindlichen Pferden (EMS, Cushing) problematisch sein kann.
  • Kaninchen und Meerschweinchen: Nur selten und in sehr kleinen Stücken anbieten. Der hohe Zuckergehalt kann Fehlgärungen im empfindlichen Blinddarm auslösen und zu Durchfall oder Aufgasungen führen.
  • Papageien und Großsittiche: Hervorragend geeignet. Banane gehört zu den Standardkomponenten in der Frischfutterration frugivorer und omnivorer Vogelarten.
  • Reptilien: Fruchtfressende Arten wie bestimmte Geckos (Rhacodactylus, Phelsuma) und Landschildkröten akzeptieren Bananenstücke, sollten diese aber nur gelegentlich erhalten, da das ungünstige Calcium-Phosphor-Verhältnis (ca. 1:4) bei regelmäßiger Fütterung zu Calciummangel beitragen kann.
  • Schweine: Gut geeignet als Beifutter, in der tropischen Tierhaltung sogar als bedeutendes Grundfuttermittel verbreitet.

Nicht geeignet ist die Banane für reine Fleischfresser wie Frettchen sowie für Tiere mit diagnostizierter Diabetes oder schwerer Insulinresistenz.

Fütterungsempfehlung

Die Futtermenge richtet sich nach Tierart, Körpergewicht und Gesamtfutterration. Als Orientierung gelten folgende Richtwerte:

  • Hunde (mittelgroß, ca. 20 kg): maximal ein halbes bis ein ganzes Bananenstück (ca. 50–80 g) pro Tag, nicht täglich
  • Pferde (500 kg): ein bis zwei Bananen als Leckerli pro Tag, nicht als fester Bestandteil der Futterration
  • Kaninchen/Meerschweinchen: ein fingernagelgroßes Stück (ca. 5–10 g) höchstens ein- bis zweimal pro Woche
  • Papageien: je nach Körpergröße ein bis drei Scheiben täglich als Teil der Frischfutterkomponente

Das Fütterungsintervall sollte so gewählt werden, dass Banane als gelegentlicher Bestandteil und nicht als tägliche Hauptkomponente in der Ration erscheint – mit Ausnahme frugivorer Vogelarten, bei denen sie zum regulären Frischfutterangebot zählen kann. Banane ersetzt keine vollwertige Grundfütterung und deckt als Einzelfuttermittel weder den Protein- noch den Mineralstoffbedarf irgendeiner Tierart.

Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Hohe Akzeptanz bei vielen Tierarten durch natürliche Süße
  • Weiche Konsistenz – geeignet für alte