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Bergmolch

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Tierart – Amphibien > Schwanzlurche – Salamander & Molche

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Ichthyosaura alpestris (bis 2009: Triturus alpestris, davor auch Mesotriton alpestris)
  • Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
  • Familie: Echte Salamander und Molche (Salamandridae)
  • Gattung: Ichthyosaura
  • Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Bergwiesen, Gewässerränder; zur Fortpflanzung stehende und langsam fließende Gewässer
  • Größe: 7–12 cm (Gesamtlänge inkl. Schwanz)
  • Gewicht: 2–4 g
  • Lebenserwartung: bis zu 20 Jahre in freier Natur, in Gefangenschaft vereinzelt über 25 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Bergmolch gehört zu den farbenprächtigsten einheimischen Amphibien. Männchen zeigen während der Wassertracht – also in der aquatischen Phase zur Fortpflanzungszeit – eine leuchtend orangerote bis gelbrote Bauchseite ohne Flecken, die scharf gegen die blaugraue bis stahlblaue Flankenpartie abgegrenzt ist. Entlang der Flanken verläuft ein dunkles, schwarz-weiß marmoriertes Punktband. Der Rücken ist dunkelgrau bis schwarzblau und kann einen niedrigen, glatten Rückenkamm aufweisen, der deutlich weniger ausgeprägt ist als beim Kammmolch. Die Haut ist in der Wasserphase glatt, an Land dagegen samtartig-rau und leicht körnig.

Weibchen sind insgesamt unauffälliger gefärbt. Ihre Oberseite erscheint dunkelbraun bis olivgrau mit einer undeutlichen Marmorierung. Die Bauchseite ist ebenfalls orange, jedoch blasser als bei den Männchen und gelegentlich mit feinen dunklen Pünktchen versehen. Die Körperform ist gedrungen, der Kopf breit und abgeflacht mit relativ kleinen, seitlich stehenden Augen. Der seitlich abgeflachte Ruderschwanz macht etwa die Hälfte der Gesamtlänge aus und dient im Wasser als Hauptantriebsorgan.

Larven besitzen äußere Kiemenbüschel und einen hohen Flossensaum am Schwanz. Sie sind zunächst gelblich-braun und entwickeln erst mit zunehmender Metamorphose die arttypische Färbung.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Bergmolchs erstreckt sich über weite Teile Europas. Es reicht von Nordspanien über Frankreich, die Benelux-Staaten, Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien bis nach Südosteuropa, einschließlich des Balkans und Griechenlands. Im Norden kommt die Art bis nach Norddeutschland und Südskandinavien vor. In den Alpen besiedelt der Bergmolch Höhenlagen bis über 2.500 Meter – ein Umstand, der ihm seinen deutschen wie wissenschaftlichen Namen eingebracht hat.

Als Habitat bevorzugt der Bergmolch feuchte, kühle Laub- und Mischwälder mit reichlich Totholz und Laubstreu. Zur Laichzeit sucht er stehende oder langsam fließende Gewässer auf: Waldtümpel, Weiher, wassergefüllte Wagenspuren, Quellbecken und auch künstliche Gartenteiche. Im Gegensatz zu manchen verwandten Arten wie dem Teichmolch toleriert der Bergmolch auch kühlere, höher gelegene Biotope und beschattete Gewässer mit niedrigen Wassertemperaturen. Die Landlebensräume – die sogenannten terrestrischen Habitate – liegen oft in unmittelbarer Nähe der Laichgewässer und umfassen Waldboden, feuchte Wiesen, Steinhaufen und Erdlöcher.

Ernährung

Der Bergmolch ist ein Raubtier im Kleinstformat. An Land ernährt er sich überwiegend von Insekten, Spinnen, Asseln, kleinen Nacktschnecken und Regenwürmern. Im Wasser stehen Wasserflöhe, Hüpferlinge (Copepoden), Mückenlarven, kleine Kaulquappen und Eier anderer Amphibien auf dem Speiseplan. Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch schnelles Zuschnappen; die Beute wird mithilfe der Zunge und kleiner Gaumenzähne festgehalten und im Ganzen verschluckt. Larven fressen vor allem Zooplankton und Kleinstkrebse.

Verhalten & Lebensweise

Der Bergmolch ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber verbirgt er sich unter Steinen, Totholz, Rindenstücken oder in Erdlöchern. Während der Wasserphase im Frühjahr ist er jedoch auch tagsüber aktiv und gut zu beobachten. Im Wasser bewegt er sich mit schlängelnden Schwanzbewegungen fort, an Land kriecht er langsam und bedächtig.

Im Herbst – je nach Höhenlage ab September bis November – zieht sich der Bergmolch in frostfreie Winterquartiere zurück. Dazu nutzt er Erdlöcher, Felsspalten, Mäusegänge, Keller und Steinhaufen. Die Winterstarre dauert regional unterschiedlich lange; in höheren Lagen kann sie sechs Monate und mehr betragen. In milden Tieflagen sind die Tiere mitunter schon im Februar wieder aktiv.

Bergmolche sind nicht territorial und leben einzelgängerisch. Im Laichgewässer können sich jedoch viele Individuen auf engem Raum versammeln, ohne aggressive Interaktionen zu zeigen.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Fortpflanzung beginnt je nach Witterung zwischen Februar und Mai, wenn die Tiere ihre Laichgewässer aufsuchen. Die Balz der Bergmolche ist ein differenziertes Ritual: Das Männchen stellt sich vor das Weibchen, knickt den Schwanz seitlich ab und fächelt dem Weibchen mit rhythmischen Schwanzbewegungen Duftstoffe (Pheromone) zu. Nach erfolgreicher Balz setzt das Männchen ein Samenpaket (Spermatophore) auf dem Gewässergrund ab, das vom Weibchen mit der Kloake aufgenommen wird – die Befruchtung erfolgt also intern, aber ohne Kopulation.

Das Weibchen legt anschließend einzeln 100 bis 250 Eier an Wasserpflanzen, Falllaub oder andere Substrate. Die Eier werden dabei einzeln in Blätter eingefaltet oder an Pflan