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Kaka

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Tierart – Vögel > Papageien

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Nestor meridionalis
  • Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
  • Familie: Strigopidae (Neuseeländische Papageien)
  • Gattung: Nestor
  • Lebensraum: Neuseeländische Wälder, vorwiegend immergrüne Bergwälder und Podocarpus-Mischwälder
  • Größe: 42–46 cm Körperlänge
  • Gewicht: 390–560 g
  • Lebenserwartung: Etwa 20 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis zu 35 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Kaka ist ein mittelgroßer, kräftig gebauter Papagei mit einem insgesamt dunkel olivbraunen Gefieder. Das Oberseitengefieder wirkt bei oberflächlicher Betrachtung eher unscheinbar, doch bei näherer Betrachtung offenbaren sich unter den Deckfedern leuchtend rote und orangefarbene Partien, besonders an Bauch, Nacken und Unterschwanzdecken. Die Federn der Oberseite zeigen häufig einen grünlichen Schimmer, der je nach Lichteinfall variiert.

Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwärzlich, vergleichsweise schlank und an der Oberschnabelspitze stark nach unten gebogen. Im Unterschied zu vielen anderen Papageienarten besitzt der Kaka einen verlängerten, bürstenartig geformten Zungenapparat, der auf die Aufnahme von Nektar und Baumsäften spezialisiert ist. Die Wachshaut um die Nasenlöcher ist unauffällig grau. Die Iris ist dunkelbraun, die Füße kräftig und grau gefärbt mit langen Krallen, die dem Klettern in Baumkronen dienen.

Zwischen den Geschlechtern besteht ein leichter Sexualdimorphismus: Männchen sind im Durchschnitt etwa 10 Prozent schwerer als Weibchen und besitzen einen geringfügig längeren Oberschnabel. Jungvögel zeigen ein weniger kontrastreiches Gefieder und eine hellere, gelbliche Augenringfärbung.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Kaka beschränkt sich auf Neuseeland. Die Art kommt auf der Nordinsel und der Südinsel vor, wobei die jeweiligen Populationen als zwei Unterarten unterschieden werden: Der Nordinsel-Kaka (Nestor meridionalis septentrionalis) und der Südinsel-Kaka (Nestor meridionalis meridionalis). Letzterer ist tendenziell etwas größer und heller gefärbt.

Das bevorzugte Habitat sind dichte, immergrüne Wälder in Tiefland- und Berglagen bis etwa 1.500 Meter Höhe. Besonders häufig besiedelt der Kaka Mischwälder aus Südbuchen (Nothofagus) und Podocarpus-Nadelbäumen. Seit der Einrichtung raubtierfreier Schutzgebiete und Offshore-Inseln hat sich die Art auch in einigen urbanen Randgebieten wieder etabliert, etwa in der Region um Wellington, wo regelmäßig Kakas in Gärten und Parkanlagen beobachtet werden.

Ernährung

Der Kaka ist ein Allesfresser mit einem deutlichen Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost. Sein Nahrungsspektrum umfasst Samen, Früchte, Blüten, Nektar, Pollen und Baumsäfte. Zur Gewinnung von Baumsäften schabt der Kaka mit seinem kräftigen Schnabel die Rinde lebender Bäume ab – ein Verhalten, das als „sap feeding" bekannt ist und an betroffenen Stämmen charakteristische, streifenförmige Schälspuren hinterlässt.

Ergänzt wird die pflanzliche Nahrung durch wirbellose Tiere. Der Kaka sucht gezielt unter loser Rinde und in morschem Holz nach Insektenlarven, insbesondere nach den proteinreichen Larven von Bockkäfern und Borkenkäfern. Die bürstenartige Zunge ermöglicht es ihm, Nektar effizient aus Blüten heimischer Baumarten wie Rata (Metrosideros) und Flachs (Phormium) aufzunehmen. Damit erfüllt der Kaka eine ökologisch bedeutsame Rolle als Bestäuber.

Verhalten & Lebensweise

Kakas sind überwiegend tagaktiv, zeigen aber besonders während der Sommermonate auch Aktivität in der Dämmerung. Sie leben in lockeren Gruppen und sind ausgesprochen gesellig. Außerhalb der Brutzeit bilden sich häufig Schlafgemeinschaften in bevorzugten Bäumen, in denen sich Dutzende Individuen versammeln können.

Die Vögel verbringen den Großteil des Tages in den Baumkronen, wo sie kletternd und hängend nach Nahrung suchen. Ihr Flug ist kräftig und direkt, wirkt aber etwas unbeholfen im Vergleich zu schnelleren Papageienarten. Die Lautäußerungen sind vielfältig und im Wald weithin hörbar – ein durchdringendes, zweisilbiges „ka-aa" gab der Art ihren lautmalerischen Namen. Neben Kontaktrufen nutzen Kakas auch leise, gurrelartige Laute bei der Paarkommunikation.

Der Kaka ist ein naher Verwandter des Kea (Nestor notabilis), der als Bergpapagei die alpinen Zonen der Südinsel bewohnt. Beide Arten gehören zur Gattung Nestor und teilen eine Reihe morphologischer und verhaltensbiologischer Merkmale, unterscheiden sich jedoch deutlich in der Habitatwahl.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutsaison erstreckt sich in der Regel von September bis März. Kakas sind Höhlenbrüter und nutzen natürliche Baumhöhlen als Nistplatz, bevorzugt in alten, großen Bäumen mit ausreichend tiefen Hohlräumen. Das Weibchen legt zwei bis vier weiße Eier und bebrütet sie allein über einen Zeitraum von etwa 24 Tagen. Während der Brutzeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt.

Die Nestlinge sind Nesthocker und werden von beiden Elternteilen gefüttert. Nach rund 70 Tagen sind die Jungvögel fl