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Pennantsittich

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Tierart – Vögel > Papageien

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Platycercus elegans
  • Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
  • Familie: Eigentliche Papageien (Psittaculidae)
  • Gattung: Plattschweifsittiche (Platycercus)
  • Lebensraum: Wälder, Buschland und Gärten im Osten und Südosten Australiens
  • Größe: 30–37 cm (einschließlich Schwanz)
  • Gewicht: 100–170 g
  • Lebenserwartung: 15–25 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis über 30 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Pennantsittich zählt zu den farbenprächtigsten Vertretern der Gattung Platycercus. Das Gefieder der Nominatform (P. e. elegans) ist überwiegend leuchtend karmesinrot. Die Federn des Rückens und der Schultern tragen breite schwarze Ränder, die dem Vogel ein schuppenartiges Muster verleihen. Die Wangenflecke – ein typisches Merkmal der Plattschweifsittiche – sind bei dieser Art intensiv blau bis violettblau gefärbt. Die Schwingen zeigen ein tiefes Blau, das sich an den Außenfahnen der Handschwingen besonders deutlich absetzt. Der gestufte, breite Schwanz ist oberseits dunkelblau bis schwärzlich, unterseits hellblau getönt.

Jungvögel unterscheiden sich deutlich von den adulten Tieren: Ihr Gefieder ist überwiegend olivgrün mit vereinzelten roten Federpartien an Brust und Stirn. Die Umfärbung zum Adultkleid erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten. Der Schnabel ist hornfarben bis grauweißlich, die Iris dunkelbraun. Zwischen den Geschlechtern besteht ein schwacher Dimorphismus: Männchen sind im Durchschnitt etwas größer, und ihr Kopf wirkt breiter. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist allein anhand äußerer Merkmale jedoch kaum möglich.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Pennantsittichs erstreckt sich entlang der Ostküste Australiens von Südost-Queensland über New South Wales und Victoria bis nach Südaustralien und Tasmanien. Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Habitaten: feuchte Bergwälder und Eukalyptuswälder in Höhenlagen bis etwa 1.900 Meter, offenes Buschland, Parklandschaften, Farmgelände und die Randbereiche von Siedlungen. In städtischen Gebieten suchen die Vögel bevorzugt Gärten und Parks auf, sofern ausreichend Baumbestand vorhanden ist.

Es werden mehrere Unterarten anerkannt, die sich vor allem in der Gefiederfärbung unterscheiden. Neben der Nominatform ist P. e. flaveolus (Strohsittich) hervorzuheben, dessen Gefieder statt rot ein blasses Strohgelb zeigt. Die Unterart P. e. adelaidae (Adelaide-Rosella) weist eine Mischfärbung aus Orange- und Gelbtönen auf und wird von manchen Autoren als eigene Art geführt. In Übergangszonen zwischen den Verbreitungsgebieten der Unterarten treten Hybriden mit intermediärer Färbung auf, was die taxonomische Abgrenzung erschwert. Im Englischen wird der Pennantsittich häufig als Crimson Rosella bezeichnet – der Name „Rosella" ist ein gebräuchlicher Sammelbegriff für die gesamte Gattung Platycercus.

Ernährung

Pennantsittiche ernähren sich überwiegend pflanzlich. Auf dem Speiseplan stehen Samen von Eukalyptus- und Akazienarten, Beeren, Früchte, Blüten und Knospen. Ergänzend nehmen sie Insekten und deren Larven auf, insbesondere während der Brutzeit, wenn der Proteinbedarf erhöht ist. In Siedlungsnähe fressen die Vögel auch Kulturobst und nutzen Futterstellen, an denen sie Sonnenblumenkerne und andere Sämereien aufnehmen. Die Nahrungssuche findet sowohl in den Baumkronen als auch am Boden statt, wo die Tiere geschickt zwischen abgefallenem Laub nach Samen suchen.

Verhalten & Lebensweise

Pennantsittiche sind tagaktive Vögel. Außerhalb der Brutzeit leben sie paarweise oder in kleinen Gruppen von bis zu zehn Tieren. Größere Ansammlungen bilden sich gelegentlich an ergiebigen Nahrungsquellen. Die Art ist standorttreu und verteidigt ein Revier, das ganzjährig beansprucht wird. Revierstreitigkeiten werden mit lautstarken Rufen und Drohgebärden ausgetragen, bei denen die Vögel das Gefieder sträuben und die Schwanzfedern auffächern.

Der Flug ist wellenförmig und wirkt etwas schwerfällig, mit kurzen Gleitphasen zwischen den Flügelschlägen. Die Rufe sind vielfältig und umfassen melodische Pfeiftöne, raue Krächzer und ein charakteristisches zweisilbiges „kwik-kwik", das im Flug geäußert wird. Im Vergleich zu vielen anderen Papageienarten gilt der Pennantsittich als weniger gesellig und zeigt ein eher zurückhaltendes Sozialverhalten.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutsaison erstreckt sich in den meisten Teilen des Verbreitungsgebiets von September bis Februar. Der Balz geht ein ritualisiertes Verhalten voraus, bei dem das Männchen mit gesenkten Flügeln und gefächertem Schwanz vor dem Weibchen hin- und herschreitet. Als Nistplatz dienen Baumhöhlen, bevorzugt in alten, hohen Eukalyptusbäumen, gelegentlich auch in Zaunpfählen oder ähnlichen hohlen Strukturen. Die Höhle wird mit zernagten Holzspänen ausgepolstert.

Das Gelege umfasst in der Regel vier bis acht weiße, rundliche Eier. Das Weibchen bebrütet die Eier allein über einen Zeitraum von etwa 19 bis 21 Tagen und wird in dieser Phase vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die Nestlinge schlüpfen nackt und blind. Beide Elternteile füttern den Nachwuchs, der nach rund fünf Wochen das Nest verlässt. Nach dem Au