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Plumplori

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Tierart – Säugetiere > Primaten

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Nycticebus (Gattung)
  • Ordnung: Primaten (Primates)
  • Unterordnung: Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini)
  • Familie: Loris (Lorisidae)
  • Gattung: Nycticebus
  • Lebensraum: Tropische Regenwälder, immergrüne und halbimmergrüne Wälder Süd- und Südostasiens
  • Größe: 18–38 cm Kopf-Rumpf-Länge (je nach Art)
  • Gewicht: 250 g bis etwa 2 kg
  • Lebenserwartung: Bis zu 20 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis zu 25 Jahre

Aussehen & Merkmale

Plumploris sind gedrungen gebaute Primaten mit einem runden Kopf und auffällig großen, nach vorn gerichteten Augen. Die großen Augen sind eine Anpassung an die nachtaktive Lebensweise und ermöglichen ein gutes Sehen bei schwachen Lichtverhältnissen. Das dichte, wollige Fell variiert je nach Art von hellbraun über rötlich bis graubraun. Ein charakteristisches Merkmal ist der dunkle Streifen, der über den Rücken verläuft und sich bei vielen Arten über den Scheitel bis zur Stirn fortsetzt. Die Gesichtszeichnung mit einer dunklen Maske um die Augen verleiht den Tieren ein unverwechselbares Aussehen.

Der Schwanz ist nur als winziger Stummel vorhanden oder äußerlich gar nicht sichtbar. Die Hände und Füße sind als kräftige Greiforgane ausgebildet. Zwischen Zeigefinger und den übrigen Fingern besteht eine vergrößerte Spanne, die einen zangenartigen Griff ermöglicht. Die zweite Zehe der Hinterfüße ist als sogenannte Putzkralle ausgebildet – ein typisches Merkmal der Feuchtnasenaffen, das der Fellpflege dient. Plumploris besitzen zudem eine feuchte Nase (Rhinarium), die auf ihren guten Geruchssinn hinweist und sie von den Trockennasenaffen (Haplorhini) unterscheidet.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Nycticebus erstreckt sich über weite Teile Süd- und Südostasiens. Es reicht von Nordostindien und Bangladesch über Myanmar, Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha bis nach Malaysia, Indonesien (Sumatra, Borneo, Java) und die Philippinen. Die einzelnen Arten besetzen dabei unterschiedliche Teilareale mit teils überlappender Verbreitung.

Als Habitat bevorzugen Plumploris tropische und subtropische Regenwälder, doch kommen sie auch in immergrünen Monsunwäldern, Bambusdickichten, Mangroven und Sekundärwäldern vor. Einige Populationen besiedeln Plantagen und Gärten in der Nähe menschlicher Siedlungen, sofern ausreichend Baumbestand vorhanden ist. Die Tiere leben strikt arboreal, das heißt, sie verbringen ihr gesamtes Leben in den Bäumen und kommen nur selten auf den Boden herab. In ihrem Biotop nutzen sie bevorzugt die mittlere und obere Baumschicht.

Ernährung

Plumploris sind Allesfresser mit einem breiten Nahrungsspektrum. Einen großen Anteil ihrer Nahrung machen Baumsäfte und Harze aus, die sie gewinnen, indem sie die Rinde mit ihrem speziellen Unterkiefergebiss – dem sogenannten Zahnkamm – anritzen. Daneben fressen sie Früchte, Nektar, Blüten und junge Blätter. Tierische Kost in Form von Insekten, Spinnen, kleinen Wirbeltieren und Vogeleiern ergänzt den Speiseplan. Die Zusammensetzung der Nahrung variiert je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit. Die langsame Fortbewegung der Plumploris ermöglicht es ihnen, sich Beutetieren lautlos zu nähern und diese mit einem schnellen Griff zu erbeuten.

Verhalten & Lebensweise

Plumploris sind strikt nachtaktiv. Den Tag verbringen sie zusammengerollt in dichtem Blattwerk oder Astgabeln, wobei sie den Kopf zwischen die Beine stecken. Nach Einbruch der Dämmerung beginnen sie mit der Nahrungssuche. Ihre Fortbewegung ist langsam und bedächtig – sie klettern Hand über Hand durch das Geäst und setzen dabei stets mindestens drei Extremitäten gleichzeitig ein. Trotz dieser Langsamkeit sind sie geschickte Kletterer, die auch kopfüber an Ästen hängen können.

Plumploris leben überwiegend einzelgängerisch. Jedes Tier beansprucht ein eigenes Revier, das mit Urin und Sekreten aus einer Drüse an der Innenseite der Oberarme markiert wird. Die Reviere von Männchen überlappen häufig mit denen mehrerer Weibchen. Die Kommunikation erfolgt hauptsächlich über Duftmarken und leise Lautäußerungen im Ultraschallbereich.

Eine Besonderheit unter Säugetieren ist die Fähigkeit der Plumploris, ein giftiges Sekret zu produzieren. An der Innenseite der Ellenbogen befindet sich eine Brachialdrüse, die ein öliges Sekret absondert. Vermischt das Tier dieses Sekret mit Speichel, entsteht ein toxisches Gemisch, das bei Bissen schmerzhafte allergische Reaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock auslösen kann. Diese Giftigkeit dient der Verteidigung gegen Fressfeinde und wird auch bei innerartlichen Auseinandersetzungen eingesetzt.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Fortpflanzung der Plumploris ist nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Nach einer Tragzeit von etwa 190 Tagen bringt das Weibchen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillingsgeburten kommen selten vor. Die Neugeborenen wiegen je nach Art zwischen 30 und 80 Gramm und klammern sich sofort am Bauchfell der Mutter fest.

Während der Nahrungssuche parkt das Weibchen das Jungtier häufig an einem Ast und leckt ihm vor dem Verlassen sein Brachialdrüsensekret ins Fell – ein Schutzmechanismus gegen Fressfeinde. Die Stillzeit beträgt etwa drei bis sec