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Rosakakadu

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Tierart – Vögel > Papageien

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Eolophus roseicapilla
  • Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
  • Familie: Kakadus (Cacatuidae)
  • Gattung: Eolophus (monotypisch)
  • Lebensraum: Offene Graslandschaften, Savannen, landwirtschaftliche Flächen und lichte Wälder Australiens
  • Größe: 33–36 cm Körperlänge
  • Gewicht: 270–350 g
  • Lebenserwartung: 40–50 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis über 70 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Rosakakadu zählt zu den farblich auffälligsten Vertretern der Familie der Kakadus. Sein Gefieder zeigt eine markante Zweifarbigkeit: Brust, Bauch und Unterseite der Flügel sind in einem kräftigen Rosa bis Pink gefärbt, während Rücken, Flügeloberseiten und Schwanz ein helles Silbergrau aufweisen. Der Kopf trägt oberseits eine blassrosa bis weißliche Federhaube, die der Vogel bei Erregung oder Kommunikation aufstellen kann. Wie bei allen Kakadus ist diese bewegliche Haube ein wichtiges Ausdrucksmittel.

Der Schnabel ist verhältnismäßig kurz und hornfarben bis hell bräunlich. Er ist seitlich abgeflacht und kräftig genug, um Samenschalen aufzubrechen. Die Augen sind von einem unbefiederten, grau-rosafarbenen Augenring umgeben. Das Geschlecht lässt sich am zuverlässigsten an der Irisfarbe adulter Tiere bestimmen: Männchen besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Iris, Weibchen eine rötlich-braune bis rosabraune. Jungvögel zeigen ein insgesamt matteres Gefieder und eine graue Iris, die sich erst im Alter von zwei bis drei Jahren geschlechtsspezifisch ausfärbt.

Im Englischen wird die Art als Galah bezeichnet – ein Wort aus der Sprache der Yuwaalaraay, eines indigenen Volkes Australiens. Im deutschsprachigen Raum ist neben Rosakakadu gelegentlich auch die Bezeichnung Galah-Kakadu gebräuchlich.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Rosakakadus erstreckt sich über nahezu den gesamten australischen Kontinent. Die Art besiedelt eine große Bandbreite an Habitaten – von trockenen Buschlandschaften des Outbacks über baumbestandene Savannen bis hin zu landwirtschaftlich genutzten Regionen und den Randgebieten großer Städte wie Sydney, Melbourne und Perth. Einzig die dichten tropischen Regenwälder im äußersten Norden und die trockensten Kernzonen der Wüsten werden gemieden.

Ursprünglich war der Rosakakadu vor allem im Landesinneren verbreitet. Durch die großflächige Rodung von Wald zugunsten von Weide- und Ackerflächen hat die Art ihr Verbreitungsgebiet seit der europäischen Besiedlung Australiens erheblich ausgedehnt. Künstliche Wasserstellen für Vieh und das reichhaltige Angebot an Getreide auf Feldern begünstigten diese Expansion in Küstenregionen, die zuvor nicht zum natürlichen Biotop gehörten.

Es werden drei Unterarten unterschieden: E. r. roseicapilla im Westen, E. r. albiceps im Osten und Südosten sowie E. r. kuhli im Norden des Kontinents. Die Unterschiede betreffen vor allem die Färbung des Augenrings und leichte Größenvariationen.

Ernährung

Rosakakadus ernähren sich überwiegend pflanzlich. Den Hauptanteil der Nahrung bilden Samen von Gräsern und Kräutern, Getreidekörner, Knospen, Blüten und frische Triebe. Darüber hinaus fressen sie Insektenlarven und andere Wirbellose, besonders während der Brutzeit, wenn der Proteinbedarf erhöht ist.

Die Vögel suchen ihre Nahrung vorwiegend am Boden, wo sie in Gruppen durch Grasland und über abgeerntete Felder ziehen. Dabei nutzen sie ihren kräftigen Schnabel, um Samen aus der Erde zu graben oder Pflanzenteile zu zerkleinern. Auf landwirtschaftlichen Flächen treten Rosakakadus bisweilen in Schwärmen von mehreren Hundert Tieren auf, was sie bei Farmern zu einer wenig geschätzten Spezies macht. Getreidefelder – vor allem Weizen, Hafer und Sonnenblumen – ziehen die Vögel in großer Zahl an.

Verhalten & Lebensweise

Rosakakadus sind tagaktive Vögel mit einem ausgeprägten Sozialleben. Außerhalb der Brutzeit bilden sie Schwärme, die von wenigen Dutzend bis zu mehreren Hundert Individuen umfassen können. Innerhalb dieser Schwärme besteht ein komplexes Kommunikationssystem aus verschiedenen Rufen, Körperhaltungen und Haubenbewegungen. Der typische Ruf ist ein durchdringendes, hohes Kreischen, das über weite Distanzen zu hören ist.

Die Art zeigt ein ausgeprägtes Spielverhalten. Rosakakadus wurden vielfach dabei beobachtet, wie sie sich kopfüber an Äste hängen, an Stromleitungen schaukeln oder sich bei Regen mit ausgebreiteten Flügeln auf dem Rücken liegend auf dem Boden drehen. Dieses Verhalten ist nicht nur bei Jungvögeln, sondern auch bei adulten Tieren regelmäßig zu beobachten.

Die Flugweise ist schnell und wendig. Im Flug wechseln sich Phasen mit kräftigen Flügelschlägen mit kurzen Gleitphasen ab. Die silbergrauen Flügeloberseiten und die rosafarbene Unterseite erzeugen dabei einen auffälligen Kontrast.

Fortpflanzung & Aufzucht

Rosakakadus leben in monogamen Partnerschaften, die in der Regel lebenslang bestehen. Die Balz umfasst gegenseitige Gefiederpflege, synchronisierte Kopfbewegungen und das gemeinsame Erkunden potenzieller Nisthöhlen. Die Brutzeit variiert je nach Region: im Süden Australiens findet sie vorwiegend zwischen Juli und Dezember statt, im Norden zwischen Februar und Juli.

Als Höhlenbrü