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Salat

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Futter & Ernährung > Futtermittel – pflanzlich

Definition & Überblick

Unter dem Begriff Salat werden verschiedene Blattgemüse aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) zusammengefasst, die in der Tierernährung als pflanzliches Ergänzungsfuttermittel eingesetzt werden. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata), Eisbergsalat, Romana- bzw. Römersalat, Lollo Rosso, Eichblattsalat und Endivie. Auch botanisch nicht direkt verwandte Sorten wie Feldsalat (Valerianaceae) oder Rucola (Brassicaceae) werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als „Salat" bezeichnet und in der Tierfütterung ähnlich gehandhabt.

Salat gehört zu den wasserreichsten Futtermitteln überhaupt und liefert bei geringem Energiegehalt wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Er wird in der Tierernährung nicht als Alleinfuttermittel eingesetzt, sondern ergänzt die reguläre Futterration um Feuchtigkeit, Rohfaser und Mikronährstoffe. Richtig eingesetzt, bereichert Salat den Speiseplan vieler Heim- und Nutztiere – falsch verfüttert, kann er jedoch Verdauungsprobleme verursachen.

Zusammensetzung & Inhaltsstoffe

Die genaue Nährstoffzusammensetzung variiert je nach Salatsorte, Anbauweise und Reifegrad. Die folgenden Durchschnittswerte beziehen sich auf 100 g frischen Kopfsalat:

  • Wasser: ca. 94–96 %
  • Protein (Rohprotein): 1,2–1,5 g
  • Fett (Rohfett): 0,2–0,3 g
  • Rohfaser: 1,0–1,5 g
  • Kohlenhydrate: 1,0–2,0 g
  • Energiegehalt: ca. 12–15 kcal (50–65 kJ)

Hinsichtlich der Vitamine punktet Salat vor allem mit Beta-Carotin (Provitamin A), Vitamin C, Vitamin K sowie Folsäure. Dunkelgrüne und rote Sorten wie Romana, Lollo Rosso oder Feldsalat weisen dabei deutlich höhere Gehalte auf als der blasse Eisbergsalat. Bei den Mineralstoffen sind insbesondere Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen relevant. Der Nitratgehalt kann je nach Anbaubedingungen – insbesondere bei Gewächshausware im Winter – erhöht sein, was bei empfindlichen Tierarten beachtet werden muss.

Einige Salatsorten, namentlich Endivie und Chicorée, enthalten den Bitterstoff Lactucopikrin (Intybin), der in geringen Mengen die Verdauung anregt, in größeren Mengen jedoch den Appetit hemmen kann.

Für welche Tiere geeignet?

Salat kommt in der Fütterung einer Vielzahl von Tierarten zum Einsatz:

  • Kaninchen: Salat ist ein beliebter Bestandteil der Frischfutterration. Er liefert Feuchtigkeit und ergänzt Heu als Basis-Raufutter. Besonders gut vertragen werden Romana, Endivie und Feldsalat. Eisbergsalat ist weniger nährstoffreich, wird aber ebenfalls toleriert.
  • Meerschweinchen: Als Vitamin-C-Lieferant ist Salat eine sinnvolle Ergänzung, wobei Sorten mit hohem Vitamin-C-Gehalt wie Feldsalat und Endivie bevorzugt werden sollten.
  • Landschildkröten: Salat wird häufig verfüttert, sollte aber nur einen kleinen Teil der Gesamtfutterration ausmachen. Wildkräuter und faserreichere Pflanzen sind ernährungsphysiologisch besser geeignet. Das ungünstige Calcium-Phosphor-Verhältnis der meisten Salatsorten ist bei Reptilien besonders kritisch zu bewerten.
  • Bartagamen und andere herbivore Reptilien: Salat eignet sich als gelegentlicher Wasserlieferant, deckt aber den Nährstoffbedarf nicht annähernd ab.
  • Geflügel (Hühner, Enten, Gänse): Salat und Salatstrünke werden von Geflügel gern gefressen und bieten Abwechslung sowie Beschäftigung.
  • Hunde und Katzen: Kleinstmengen pürierter Salat können als Ballaststoffquelle in BARF-Rationen beigemischt werden. Ein nennenswerter Nährstoffbeitrag ist aufgrund des hohen Wassergehalts und der geringen Futtermenge jedoch nicht zu erwarten.

Nicht geeignet ist Salat für rein karnivore Tiere wie Schlangen oder Frettchen sowie für Tierarten, deren Verdauungssystem auf stärkereiche oder cellulosereiche Kost spezialisiert ist und die mit dem hohen Wassergehalt Probleme bekommen (z. B. bestimmte Hamsterarten in größeren Mengen).

Fütterungsempfehlung

Salat sollte stets als Ergänzungsfuttermittel betrachtet werden – niemals als alleinige Nahrungsquelle. Folgende Richtwerte haben sich in der Praxis bewährt:

  • Kaninchen: Täglich ein bis zwei handtellergroße Portionen gemischt mit anderen Frischfutterpflanzen. Die Futtermenge orientiert sich an der Körpergröße; als Faustregel gelten etwa 100 g Frischfutter pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, verteilt auf mindestens zwei Fütterungsintervalle.
  • Meerschweinchen: Ähnlich wie bei Kaninchen, jedoch etwas geringere Portionen. Salat sollte maximal ein Drittel der täglichen Frischfutterration ausmachen.
  • Landschildkröten: Höchstens 10–15 % der Grünfutterration. Rohfaserreichere Wildkräuter (Löwenzahn, Spitzwegerich, Wiesengräser) sollten den Hauptteil bilden.
  • Geflügel: Salatblätter und -reste können frei angeboten werden. Ein