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Schmucksittich

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Tierart – Vögel > Papageien

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Neophema elegans
  • Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
  • Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
  • Gattung: Schönsittiche (Neophema)
  • Lebensraum: Offenes Grasland, lichte Eukalyptuswälder, Buschland und landwirtschaftliche Flächen in Australien
  • Größe: 22–24 cm (Gesamtlänge inkl. Schwanz)
  • Gewicht: 40–50 g
  • Lebenserwartung: 10–15 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis zu 20 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Schmucksittich gehört zu den kleineren Vertretern der Papageienvögel und besticht durch ein dezent-elegantes Gefieder. Die Grundfärbung des Gefieders ist ein warmes Olivgrün, das an Brust und Bauch in ein zartes Gelb übergeht. Namensgebend ist ein schmales, tiefblaues Stirnband, das sich oberhalb des Schnabels erstreckt und dem Vogel ein charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Ein weiterer blauer Streifen zieht sich über die Flügeldecken. Die Handschwingen zeigen dunkelblaue Anteile, die besonders im Flug sichtbar werden.

Der Schnabel ist verhältnismäßig klein und dunkelgrau bis schwärzlich gefärbt – typisch für einen überwiegend körnerfressenden Papageienvogel. Die Iris ist dunkelbraun, die Füße graubraun. Der Schwanz ist lang und abgestuft, was dem Schmucksittich eine schlanke, gestreckte Silhouette verleiht.

Der Geschlechtsdimorphismus ist nur schwach ausgeprägt. Weibchen sind insgesamt etwas matter gefärbt als Männchen, das blaue Stirnband fällt schmaler aus, und die gelbe Bauchfärbung ist weniger intensiv. Jungvögel ähneln den Weibchen, entwickeln das volle Adultgefieder aber bereits nach der ersten Mauser im Alter von etwa vier bis fünf Monaten.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Schmucksittichs erstreckt sich über den Süden und Südosten Australiens. Die Art kommt von Südwestaustralien über Südaustralien bis nach Victoria und ins westliche New South Wales vor. Vereinzelte Populationen finden sich auch in Tasmanien.

Als Habitat bevorzugt der Schmucksittich offene und halboffene Landschaften. Lichte Eukalyptuswälder, Mallee-Buschland, Grasebenen und die Randzonen landwirtschaftlicher Nutzflächen bilden sein typisches Biotop. Im Gegensatz zu vielen anderen australischen Papageienarten meidet er dichte Waldgebiete und tropische Regionen. Der Schmucksittich ist ein Standvogel, der nur gelegentlich kleinräumige, saisonale Wanderungen unternimmt, wenn die Nahrungsressourcen in einem Gebiet erschöpft sind.

Ernährung

Der Schmucksittich ernährt sich überwiegend granivor, also von Sämereien. Gras- und Kräutersamen bilden den Hauptbestandteil seiner Nahrung. Er sucht seine Nahrung bevorzugt am Boden, wo er in kleinen Gruppen systematisch nach heruntergefallenen Samen sucht. Dabei bewegt er sich geschickt und flink durch niedriges Gras und Krautvegetation.

Neben Sämereien nimmt er auch Blätter, Knospen, Blüten und gelegentlich kleine Früchte zu sich. In der Nähe landwirtschaftlicher Flächen frisst er zudem Getreidekörner, was ihn dort manchmal in Konflikt mit Landwirten bringt, obwohl die verursachten Schäden in der Regel gering sind. In der Brutzeit steigt der Anteil proteinhaltiger Nahrung leicht an, wobei auch kleine Insekten und deren Larven aufgenommen werden können.

Verhalten & Lebensweise

Schmucksittiche sind tagaktive Vögel, die ihre Hauptaktivitätsphasen in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden haben. Während der heißen Mittagsstunden ruhen sie im Schatten von Bäumen und Büschen. Sie leben außerhalb der Brutzeit in kleinen Schwärmen von zehn bis dreißig Individuen, gelegentlich auch in größeren Ansammlungen an besonders nahrungsreichen Stellen.

Im Vergleich zu vielen anderen Papageienarten ist der Schmucksittich eher ruhig. Seine Rufe sind leise, hohe Zwitscherlaute, die im Flug und bei der Nahrungssuche geäußert werden. Am Boden zeigt er ein eher unauffälliges Verhalten und verlässt sich auf seine Tarnfärbung, die ihn im Gras und niedrigen Bewuchs nahezu unsichtbar macht. Bei Störung fliegt der gesamte Schwarm mit schnellem, wellenförmigem Flug auf und lässt sich in einiger Entfernung erneut nieder.

Gegenüber Artgenossen verhält sich der Schmucksittich weitgehend friedlich. Aggressive Auseinandersetzungen um Nahrung oder Brutplätze sind selten und beschränken sich auf kurze Drohgebärden mit gespreizten Flügeln.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit erstreckt sich in Australien von August bis Dezember, also während des südlichen Frühlings und Frühsommers. Schmucksittiche sind Höhlenbrüter. Als Nistplatz dienen natürliche Baumhöhlen, bevorzugt in Eukalyptusbäumen, in einer Höhe von ein bis zehn Metern. Der Höhlenboden wird nicht mit Nistmaterial ausgepolstert; die Eier werden direkt auf das vorhandene Mulm gelegt.

Das Weibchen legt in der Regel vier bis sechs weiße Eier, die es allein über einen Zeitraum von etwa 18 bis 19 Tagen bebrütet. Während dieser Phase wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die Küken schlüpfen nackt und blind und werden von beiden Elternvögeln gefüttert. Nach rund vier bis fünf Wochen sind die Jungvögel flügge und verlassen die Bruthöhle, werden aber noch einige Wochen von den Eltern begleitet und zugefüttert. Pro Saison findet in der Regel nur eine Brut statt, bei