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Spinat

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Futter & Ernährung > Futtermittel – pflanzlich

Definition & Überblick

Spinat (Spinacia oleracea) ist ein einjähriges Blattgemüse aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), das in der Tierernährung als pflanzliches Ergänzungsfuttermittel eingesetzt wird. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südwestasien und wird heute weltweit kultiviert. In der Fütterungspraxis kommen sowohl frische Blätter als auch blanchierter oder gefrorener Spinat zum Einsatz. Aufgrund seines hohen Gehalts an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen gilt Spinat als wertvolle Ergänzung der Futterration – allerdings nur in Maßen, da bestimmte Inhaltsstoffe wie Oxalsäure bei übermäßiger Fütterung gesundheitliche Probleme verursachen können. Spinat ist kein Alleinfuttermittel, sondern dient ausschließlich der Bereicherung und Ergänzung einer artgerechten Grundfütterung.

Zusammensetzung & Inhaltsstoffe

Spinat zeichnet sich durch eine bemerkenswert hohe Nährstoffdichte bei gleichzeitig niedrigem Energiegehalt aus. Bezogen auf die Frischsubstanz enthält er rund 91 % Wasser, was ihn zu einem kalorienarmen Futtermittel macht.

Die wichtigsten Nährstoffe im Überblick (je 100 g Frischsubstanz):

  • Protein: ca. 2,5–3,5 g – für ein Blattgemüse ein vergleichsweise hoher Eiweißgehalt
  • Fett: ca. 0,3–0,4 g – praktisch fettfrei
  • Rohfaser: ca. 1,5–2,5 g – moderate Strukturfaser, die die Verdauung unterstützt
  • Kohlenhydrate: ca. 1,4–3,6 g
  • Energiegehalt: ca. 20–25 kcal

Besonders hervorzuheben ist das Vitaminprofil: Spinat liefert große Mengen an Beta-Carotin (Provitamin A), Vitamin C, Vitamin K, Folsäure sowie B-Vitamine (B1, B2, B6). Bei den Mineralstoffen punktet Spinat mit hohen Gehalten an Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium und Mangan. Zusätzlich enthält er sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide, denen antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden.

Kritisch zu bewerten ist der Gehalt an Oxalsäure (ca. 600–970 mg/100 g) und Nitrat. Oxalsäure bindet Calcium und kann die Aufnahme dieses Mineralstoffs beeinträchtigen. Nitrat wird unter bestimmten Bedingungen zu Nitrit umgewandelt, das in höheren Konzentrationen toxisch wirkt. Durch Blanchieren lässt sich der Oxalsäure- und Nitratgehalt deutlich reduzieren.

Für welche Tiere geeignet?

Spinat kann verschiedenen Tierarten als Ergänzungsfuttermittel angeboten werden, wobei die Verträglichkeit und empfohlene Futtermenge artabhängig stark variieren:

  • Hunde: Gut verträglich in kleinen Mengen. Spinat sollte püriert oder leicht gedünstet verfüttert werden, da rohe Zellwände vom Hundemagen kaum aufgeschlossen werden. Für Hunde mit Nierenerkrankungen oder Neigung zu Harnsteinen (insbesondere Calciumoxalatsteinen) ist Spinat nicht geeignet.
  • Katzen: Nur in sehr geringen Mengen und gelegentlich. Katzen sind obligate Karnivoren und benötigen pflanzliche Kost nicht zwingend. Bei Katzen mit Harnwegsproblemen sollte Spinat vollständig gemieden werden.
  • Kaninchen und Meerschweinchen: Spinat kann als Bestandteil der Frischfuttermischung angeboten werden. Aufgrund des Oxalsäuregehalts sollte er jedoch nicht täglich und nur als einer von mehreren Frischfutterkomponenten auf dem Speiseplan stehen.
  • Schildkröten (herbivore Arten): Bedingt geeignet. Die Oxalsäure beeinträchtigt die Calciumversorgung, die gerade bei Schildkröten für den Panzeraufbau essenziell ist. Nur selten und in kleinen Mengen füttern.
  • Ziervögel (Wellensittiche, Papageien): Frische Spinatblätter werden von vielen Vögeln gerne angenommen. Auch hier gilt: gelegentlich und in Maßen anbieten.
  • Hühner und Geflügel: Spinat ist als Grünfutter beliebt und wird gern gepickt. Er ergänzt die Futterration mit Vitaminen und Mineralstoffen, ersetzt aber kein ausgewogenes Hauptfutter.

Nicht geeignet ist Spinat für Tiere mit bekannter Neigung zu Nieren- oder Blasensteinen (Oxalatsteine) sowie für sehr junge Tiere, deren Verdauungssystem noch nicht ausgereift ist.

Fütterungsempfehlung

Spinat sollte grundsätzlich als gelegentliche Beigabe und nicht als täglicher Bestandteil der Futterration verstanden werden. Ein sinnvolles Fütterungsintervall liegt bei ein- bis zweimal pro Woche. Die Futtermenge richtet sich nach Tierart und Körpergewicht:

  • Hunde (mittelgroß, ca. 15–25 kg): 1–2 Esslöffel pürierter oder gedünsteter Spinat pro Mahlzeit, ein- bis zweimal wöchentlich
  • Kaninchen/Meerschweinchen: 2–4 frische Blätter als Teil der täglichen Frischfuttermischung, nicht an aufeinanderfolgenden Tagen als Hauptkomponente
  • Ziervögel: Ein bis zwei kleine frische Blätter, ein- bis zweimal pro Woche

Für Hunde und Katzen empfiehlt sich die Zubereitung durch kurzes Blanchieren oder Dünsten, da dies den Oxalsäure- und Nitratgehalt senkt und die Nährstoffverfügbarkeit verbessert. Rohes