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Zitronenzeisig

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Tierart – Vögel > Vögel – heimisch (weitere)

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Carduelis citrinella (Pallas, 1764)
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Familie: Finken (Fringillidae)
  • Gattung: Carduelis (teilweise auch Serinus zugeordnet)
  • Lebensraum: Montane Nadelwälder, subalpine Krummholzzone, Gebirgslichtungen
  • Größe: 11–12 cm Körperlänge
  • Gewicht: 11–15 g
  • Lebenserwartung: ca. 5–7 Jahre in freier Wildbahn

Aussehen & Merkmale

Der Zitronenzeisig ist ein zierlicher Finkenvogel, der auf den ersten Blick dem Erlenzeisig oder dem Girlitz ähneln kann, sich bei genauerem Hinsehen aber deutlich unterscheidet. Das Männchen zeigt im Prachtkleid eine intensiv zitronengelbe bis grüngelbe Färbung an Brust, Bauch und Kopfseiten. Der Scheitel und der Nacken sind graugrün getönt, der Rücken olivbraun mit feinen dunklen Schaftstrichen. Charakteristisch ist der aschgraue Nackenfleck, der den Zitronenzeisig von verwandten Arten abgrenzt. Die Flügel sind dunkelbraun mit zwei hellen, gelblich-weißen Flügelbinden, die im Flug gut erkennbar sind. Der Schwanz ist gegabelt und dunkel gefärbt mit hellen Außenkanten.

Das Weibchen ist insgesamt matter gefärbt. Die Gelbfärbung ist weniger gesättigt und stärker mit grünlichen und bräunlichen Tönen durchsetzt. Jungvögel ähneln den Weibchen, zeigen jedoch eine noch stärkere Streifung auf der Unterseite. Der Schnabel ist kegelförmig, kurz und kräftig – typisch für körnerfressende Finken – und von horngrauer Farbe. Die Beine sind dunkelbraun bis fleischfarben. Die großen, dunklen Augen verleihen dem Vogel einen aufmerksamen Gesichtsausdruck.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Zitronenzeisigs beschränkt sich auf die Gebirgsregionen Süd- und Mitteleuropas. Hauptvorkommen liegen in den Alpen, den Pyrenäen, auf Korsika und Sardinien sowie in Teilen der Gebirge der Iberischen Halbinsel. In Deutschland brütet die Art ausschließlich in den Bayerischen Alpen, wo sie als seltener, aber regelmäßiger Brutvogel auftritt. Auch in Österreich und der Schweiz ist der Zitronenzeisig in geeigneten Höhenlagen verbreitet.

Das bevorzugte Habitat liegt zwischen 1.000 und 2.200 Metern über dem Meeresspiegel. Typische Biotope sind lichte, subalpine Nadelwälder mit Fichten, Lärchen und Zirbelkiefern, durchsetzt mit Lichtungen, Bergwiesen und Krummholzbeständen aus Latschenkiefern. Die Art ist eng an die Waldgrenze gebunden und besiedelt Übergangszonen zwischen geschlossenem Wald und alpiner Mattenregion. Im Winter steigen die Vögel in tiefere Lagen ab, bleiben aber in der Regel im Gebirge und suchen dann sonnige Hänge und schneefreie Flächen auf. Echte Zugbewegungen über große Distanzen finden nicht statt – der Zitronenzeisig gilt als Standvogel bis Kurzstreckenzieher.

Ernährung

Die Nahrung des Zitronenzeisigs besteht überwiegend aus Sämereien verschiedener Gebirgspflanzen. Bevorzugt werden die Samen von Nadelbäumen – insbesondere Fichten, Lärchen und Zirbelkiefern – sowie von krautigen Pflanzen wie Löwenzahn, Disteln, Ampfer und verschiedenen Gräsern. Im Sommer ergänzen Insekten und deren Larven den Speiseplan, vor allem während der Jungenaufzucht, da die Nestlinge einen erhöhten Proteinbedarf haben.

Die Vögel suchen ihre Nahrung sowohl am Boden als auch in Bäumen und Sträuchern. Dabei zeigen sie eine geschickte Akrobatik, hängen kopfüber an Zweigen und picken Samen aus Zapfen und Fruchtständen. Im Winter bilden sie gelegentlich kleine Trupps, die gemeinsam Nahrungsflächen durchstreifen und sich dabei mit Erlenzeisigen oder Birkenzeisigen vergesellschaften können.

Verhalten & Lebensweise

Der Zitronenzeisig ist tagaktiv und während der Brutzeit territorial. Das Männchen verteidigt sein Revier durch ausdauernden Gesang, der von exponierten Singwarten wie Baumspitzen oder Felsvorsprüngen vorgetragen wird. Der Gesang besteht aus schnellen, klirrenden und zwitschernden Strophen, die an den Girlitz erinnern, aber insgesamt melodischer und weniger eintönig klingen.

Außerhalb der Brutzeit ist die Art gesellig und schließt sich zu lockeren Schwärmen zusammen, die gemeinsam auf Nahrungssuche gehen. Der Flug ist wellenförmig und leicht, typisch für kleine Finken. Bei Beunruhigung fliegen die Vögel unter leisen Kontaktrufen auf und lassen sich in einiger Entfernung wieder in Bäumen oder Büschen nieder. Die Balz beginnt im späten Frühling, sobald die Schneeschmelze in den Brutgebieten einsetzt. Das Männchen führt dabei auffällige Singflüge mit langsamen, schmetterlingsartigen Flügelschlägen vor.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit erstreckt sich von Mai bis Juli, wobei in der Regel eine Brut pro Saison stattfindet. Das Nest wird vom Weibchen allein errichtet und befindet sich meist gut versteckt in dichten Nadelbäumen – bevorzugt in Fichten oder Latschen – in einer Höhe von 2 bis 15 Metern. Es handelt sich um einen sorgfältig gebauten, napfförmigen Bau aus Grashalmen, Moos, Flechten und Pflanzenfasern, der innen mit Federn, Tierhaaren und Pflanzenwolle weich ausgepolstert wird.

Das Gelege umfasst 4 bis 5 Eier, die blass blaugrün gefärbt und spärlich rotbraun gefleckt sind. Die Bebrütung dauert 13 bis 14 Tage und wird aussch