Zucchini
ZFutter & Ernährung > Futtermittel – pflanzlich
Definition & Überblick
Die Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina) gehört zur Familie der Kürbisgewächse und zählt zu den kalorienärmsten Gemüsesorten überhaupt. In der Tierernährung wird sie als pflanzliches Ergänzungsfuttermittel eingesetzt – sie ist kein Alleinfuttermittel, ergänzt aber die Futterration vieler Tierarten hervorragend. Mit einem Wassergehalt von rund 93 % liefert Zucchini nur etwa 19 kcal pro 100 g Frischsubstanz, bringt aber ein breites Spektrum an Mikronährstoffen mit. Verfügbar ist sie als Frischgemüse von Juni bis Oktober aus heimischem Anbau, ganzjährig als Importware oder in getrockneter Form als Bestandteil kommerzieller Futtermischungen.
In der praktischen Fütterung punktet die Zucchini vor allem durch ihre gute Verträglichkeit, den milden Geschmack und die vielseitige Einsetzbarkeit – roh, gedünstet, püriert oder getrocknet. Sie eignet sich besonders als Beifutter bei Tieren, die zu Übergewicht neigen, da sie Volumen in die Ration bringt, ohne den Energiegehalt wesentlich zu erhöhen.
Zusammensetzung & Inhaltsstoffe
Die Nährstoffzusammensetzung der Zucchini (bezogen auf 100 g Frischsubstanz) im Überblick:
- Wasser: ca. 93 g
- Protein (Rohprotein): ca. 1,2 g
- Fett (Rohfett): ca. 0,3 g
- Kohlenhydrate: ca. 2,2 g
- Rohfaser: ca. 1,1 g
- Rohasche: ca. 0,6 g
- Energiegehalt: ca. 19 kcal / 80 kJ
Bei den Vitaminen sticht Zucchini durch nennenswerte Gehalte an Vitamin C (ca. 18 mg/100 g), Beta-Carotin (Provitamin A), Vitamin K, Folsäure sowie verschiedene B-Vitamine (B1, B2, B6) hervor. An Mineralstoffen und Spurenelementen liefert sie vor allem Kalium (ca. 260 mg/100 g), Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen und Zink. Das günstige Kalium-Natrium-Verhältnis unterstützt die Nierenfunktion. Die enthaltenen Rohfasern fördern die Darmperistaltik und tragen zu einer gesunden Verdauung bei.
Bemerkenswert ist der niedrige Oxalsäuregehalt im Vergleich zu anderen Gemüsesorten wie Spinat oder Mangold – das macht Zucchini auch für Tiere mit empfindlichem Harntrakt besser verträglich.
Für welche Tiere geeignet?
Zucchini lässt sich bei einer erstaunlich breiten Palette von Tierarten in den Speiseplan integrieren:
- Hunde: Sehr gut geeignet als pflanzliche Beikost, roh geraspelt oder leicht gedünstet. Besonders beliebt in der BARF-Fütterung als Gemüseanteil der Futterration.
- Katzen: In kleinen Mengen geeignet, meist besser akzeptiert, wenn die Zucchini püriert und unter das Nassfutter gemischt wird. Der pflanzliche Anteil sollte bei obligaten Karnivoren 5 % der Gesamtration nicht wesentlich überschreiten.
- Kaninchen und Meerschweinchen: Hervorragend geeignet als Frischfutterkomponente. Die meisten Tiere fressen Zucchini gern – inklusive Schale und Kerne.
- Schildkröten (Landschildkröten): Gelegentlich als Ergänzungsfutter verwendbar, allerdings sollte der Schwerpunkt auf wildkräuterbasierter Ernährung liegen.
- Hühner und Ziervögel: Zucchini wird von vielen Geflügelarten und Papageienvögeln angenommen und kann regelmäßig angeboten werden.
- Pferde: Als Leckerli oder Bereicherung des Futters in kleinen Mengen unbedenklich.
Nicht geeignet ist Zucchini für reine Insektenfresser und spezialisierte Fleischfresser wie Frettchen oder bestimmte Reptilienarten, bei denen pflanzliche Kost keine physiologische Rolle spielt.
Fütterungsempfehlung
Da Zucchini ein Ergänzungsfuttermittel ist, gelten je nach Tierart unterschiedliche Richtwerte für die Futtermenge:
- Hunde: Gemüse sollte etwa 15–20 % der Gesamtration ausmachen. Zucchini kann davon einen Großteil stellen. Bei einem mittelgroßen Hund (20 kg) entspricht das etwa 80–150 g Zucchini täglich als Teil der Gemüseportion.
- Katzen: Maximal ein Teelöffel pürierte Zucchini pro Mahlzeit, nicht bei jeder Fütterung.
- Kaninchen/Meerschweinchen: Einige dünne Scheiben (20–50 g) pro Tier und Tag, eingebettet in eine abwechslungsreiche Frischfutterauswahl. Neue Tiere langsam anfüttern.
- Hühner: Zucchini halbiert oder in Stücken anbieten; die Tiere picken sich das Fruchtfleisch selbst heraus. Keine feste Mengenbegrenzung nötig, solange das Grundfutter (Körnermischung/Legemehl) den Hauptanteil bildet.
Beim Fütterungsintervall gilt: Zucchini darf bei den meisten Tierarten täglich angeboten werden, sofern die Gesamtration ausgewogen bleibt. Bei Tieren, die Zucchini zum ersten Mal bekommen, empfiehlt sich eine schrittweise Gewöhnung über mehrere Tage, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Die Zubereitung hängt von der Tierart ab. Für Hunde kann Zucchini roh geraspelt, püriert oder kurz gedünstet